Beiträge von Audrey II

    Mich würde sehr interessieren, wie in dem Buch "gesunde Ernährung für den Hund" definiert wird

    Auf jeden Fall ist damit keine analytische, Nährstoff-bezogene Ernährung gemeint. Das würde auch überhaupt nicht zu den spirituellen Grundprinzipien passen. ;)

    Ayurveda ist die "Wissenschaft" von Gesundheit und Heilung und definiert sich in Bezug auf die Ernährung als holistisch......also ganzheitlich.
    Ganzheitlich auch im Sinne von Individualität. Das bedeutet, jeder Hund hat eine individuelle Konstitution, besondere Fähigkeiten und Persönlichkeitsmale, auch wenn er unter gleichen Bedingungen lebt.
    Ayurveda bedeutet auch, seinen Hund besser zu verstehen. Sein Verhalten, aber auch seine Ernährungsbedürfnisse. Letztere aber nicht im Sinn von industriellen Bedarfswerten, sondern im Einklang mit der Natur wie z.B. mit den Jahreszeiten.
    Hört sich vielleicht etwas kosmisch an, entspricht aber auch meiner persönlichen Einstellung zur Ernährung des Hundes. Letztere steht mir auch viel zu sehr unter der Fuchtel von Wissenschaftsgläubigkeit, Lebensmittelpyramiden und Co. :D

    Wer mit dem kosmischen Gleichgewicht der Elemente nix am Hut hat, kann selbstverständlich auch von der "normalen" ayurvedischen Ernährung profitieren....ohne Vata, Pitta und Kapha.
    Mit regionalen ( Grund)Nahrungsmitteln, Kräutern, Gemüse und Obst lässt es sich prima ayurvedisch kochen. :smile:
    Wichtig ist die Auswahl der Nahrungsmittel (...da gibts ein besonderes Geschmacks-Prinzip...wenn man will), ihre Kombinationen zueinander und eine spezielle Gewürzauswahl. Ein Großteil der Rezepte ist vegetarisch und die Kombination von Brot und Milch hat einen hohen Stellwenwert.


    Ich schaue mal, was ich für die Hundeküche so zusammentragen kann.

    So....heute mal wieder einen "Feldversuch" gestartet ;)

    Frisch vom Wochenmarkt: Weide-Ziege aus der Region als rohes Rippchen

    :???:

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    Das waren ganz weiche, super frische Teile. Trotzdem ist bei der Ashley der Geruchssinn doch mehr auf "gewürztes Gekochtes" geprägt. Sie hat ziemlich lange an dem Teil herumgeschnüffelt. :D

    Ich weiß nicht, ob die entsprechenden Clostridien nur tierisches Protein verwerten - meine Vermutung (mehr ist es nicht) ist nein.

    Ich frage mich langsam, warum der Clostridien-Befall beim Hund (...und auch beim Mensch) so zugenommen hat. Vermutet hatte ich, dass bestimmte Bakterienstämme eben übermäßig "ernährungstechnisch" bedient werden und sich somit auch gerne dort aufhalten, wo es ihnen gut geht.
    Inzwischen denke ich aber, dass es viel mit Antibiotika zu tun hat....und das wird ja auch wissenschaftlich immer häufiger bestätigt.

    "Clostridium difficile ist der häufigste Erreger nosokomialer (im Krankenhaus erworben) und Antibiotika-assoziierter Durchfallerkrankungen. Man vermutet den Grund in dem hohen Einsatz von Breitspektrum-Antibiotika(-Kombinationen), die häufig über eine längere Zeitdauer gegeben werden."
    Infektionskrankheiten | Pseudomembranöse Enterokolitis | DocMedicus Gesundheitslexikon

    So kann z.B. ein von Clostridium difficile gebildetes Toxin beim Hund eine akute Darmentzündung hervorrufen, wenn der Wirt( Hund) mit einem Antibiotikum behandelt wird, welches sich hauptsächlich gegen die normale Mikroflora richtet....und das hat Auswirkungen auf alle Stoffwechselgruppen.
    In Abhängigkeit von der Keimart können Lipid-KH-Protein-und Vitaminstoffwechsel unterschiedlich stark betroffen sein.

    Ich frage mich, wie soll man da füttern?
    Ich versuche bei meiner Ernährungsart, keine Keimart zu "bevorzugen", d.h. ich füttere nix irgendwie "lastig", sondern immer ( möglichst) ausgewogen. Auf Fleisch vom Mastvieh ( insbesondere Geflügel), welches ohne AB in den Betrieben kaum überleben würde, verzichte ich ganz. Überhaupt finde ich die Forschung in Bezug auf pflanzliches Antibiotika sehr interessant und wichtig.

    Außerdem überlege ich unterstützend Pernaturam Kräuter-Produkte zu geben, speziell Enterogan und Usniotica. Wie ist die Meinung hier dazu, taugen die was? @Audrey II, du bis doch eine Kräuterfee, was meinst du?

    Ehrlich gesagt, sehe ich Nahrungsergänzungsmittel oder Kräutermischungen etwas kritisch.

    Das Enterogan enthält zwar die auch von mir bevorzugten bitter-scharf-Stoffe wie Löwenzahn, Salbei, Thymian oder Oregano, aber als Hauptbestandteil auch Guarkernmehl.

    "Guarkernmehl gilt in den in der Lebensmittelindustrie verwendeten, geringen Mengen als unbedenklich. Beim Verzehr größerer Mengen können allerdings Veränderungen der Darmflora auftreten sowie Blähungen oder Krämpfe. Es steht im Verdacht, Allergien auszulösen."
    E 412 - Guarkernmehl - das-ist-drin

    Im Prinzip kannst du jetzt frischen Löwenzahn überall selbst pflücken. Thymian/Oregano gibts frisch im Topf ( oder selber ziehen) oder getrocknet im Bioladen. Finde ich sinnvoller. ;)

    Usniotica enthält "Neutral-Öl" ( was ist das??), Konzentrationen aus Bartflechte (iiiiiihhhhhh xD ). Gut....letztere ist Usnea, aber was soll das im Hund? Ein pflanzliches Antibiotikum?
    Auf dieses Produkt kann man getrost verzichten.

    Das einfache "Wundermittel" gegen Gasbildner wie Chlostridien bleibt ein Mix aus "bitter und scharf" und den kriegt man selber hin.....ohne überflüssigen "Schnick-Schnack".
    :smile:

    Kauft ihr das Fleisch online oder im Supermakt? "Bio" oder konventionell?

    Ich brauche eigentlich nicht so viel Fleisch. :smile:
    Gekauft wird frisch oder TK im Barfladen, aber nur Ziege und Hirsch. Geflügel kaufe ich eher selten, dann aber öko und frisch vom Wochenmarkt. In den Bioläden gibts oftmals Sonderangebote an Fleisch/Innereien, wo das Verfallsdatum bald abgelaufen ist.
    Ansonsten füttere ich auch unterschiedlichen Fisch und auch mal vegetarisch. Große Mengen Fleisch könnte ich aus Platzgründen auch gar nicht lagern.

    Heute im Napf:

    Hirsch, Zucchini, Erbsen/Möhren, Buchstabennudeln, Apfel, Gartenkresse, Gewürze, Bio-Rapsöl + Micromineral


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    Moin und...... oohhmmm :D


    So, jetzt habe ich meinen europäischen Kochlöffel weit über den zivilisierten Futter-Tellerand geworfen und der ist mit Wucht mitten im Himalaya gelandet.
    Ich habe ein neues Buch: Ayurveda für Hunde.....und ich sage es gleich: Es hat weder mit blutigem Geschlinge, Präzisionsfütterung, Aluschälchen noch mit süßen Honigtörtchen zu tun. ;)

    Geschrieben von einer indischen Neurobiologin, Autorin vieler wissenschaftlicher Artikel, Leiterin mehrerer Forschungsprojekte über Heilpflanzen und natürlich auch Übermittlerin uralter Weisheiten des Ayurveda.
    Ist also kein verklärter, esoterischer Blödsinn. Das Buch sollte eigentlich auch vor Scharlatanerie im Ayuveda bewahren.


    Der Schwerpunkt liegt auf der gesunden Ernährung des Hundes und schon vergessen wir mal schnell, was wir bisher über Hundeernährung gelernt haben. Leider gehören nun auch meine leckeren Honigkekse in den kosmischen Müll. :D
    Ich muss noch alles richtig durchlesen und schauen, was ich in meiner Hundeküche an "Weisheiten" gebrauchen kann. Auf jeden Fall erweitert das Buch den Ernährungshorizont.


    Wenn hier Interesse besteht, gebe ich gerne entsprechende Infos bzw. Rezepte an euch weiter. :smile:

    Ich fürchte ich bin nicht dazu geboren um Ergebnisse von Kotuntersuchungen richtig zu deuten.

    Das ist auch nicht einfach, weder für Wissenschaftler noch für Mediziner noch für uns, die sich mehr oder weniger verzweifelt durch die komplexe Welt der Mikroorganismen wurschteln.
    Es gibt Bakterienstämme, die sind mal "gut" und mal "böse" ( je nach Interaktion zwischen Wirt und Bakterien), mal stecken sie im Dünndarm und mal im Dickdarm, manche brauchen Sauerstoff, manche nicht und manchen ist das auch völlig egal.
    Alle zusammen bilden (....wenn`s gut läuft) ein stabiles, gut funktionierendes "Ökosystem".....sprich.... eine intakte Darmflora.

    Störungen entstehen nicht immer durch pathogene Erreger, Parasiten, Pilze oder Medikamente. Störungen entstehen auch durch ( chronischen) Stress.

    Stressfaktoren unterschiedlicher Art richten oft unbemerkt massive Schäden im Verdauungssystem an. Durch die psychische Belastung ( Überforderung, Ängste, Leistungsdruck, Lärm, den Hund ständig beobachten, wenig Ruhephasen u.a.) kommt es nicht nur sichtbar zu Verhaltensänderungen, wie Zittern, Unruhe, hektisches Bellen, vermehrtes Pinkeln/Koten, übertriebenes Putzen und Belecken, Durchfall und Erbrechen, sondern auch unter Umständen zur Deaktivierung des Darm-assoziierten Immunsystems.
    Das freut bestimmte Clostridien-und E-coli-Stämme, die sich nun ungehindert über die heruntergefahrene Schutzbarriere hinweg im Darm vermehren können.

    Manchmal ist auch eine Überlegung in dieser Richtung sinnvoll. Auch der eigene ( vielleicht schnell panische) Umgang mit dem Hund gehört dazu.....vor allem wenn`s der erste Hund ist. :smile:
    Auch wenn nicht immer alles gut läuft, so gibts doch bestimmt auch ( ruhige) Phasen, wo es gut läuft. Die sollte man nutzen.

    Ich würde jetzt nicht wegen einer erhöhten Keimzahl im Darm völlig verzweifeln. Clostridien und andere Bösewichter spukten im Darm meines Hundes auch schon herum. Ich habe keine AB`s gegeben, sondern stur den Darmaufbau weiter vorangetrieben. Unterstützt mit entsprechender Ernährung, Kräutern und Gewürzen aus der Naturheilkunde.......und viiiiel Geduld. Nun sind sie weg bzw. wieder hinter "verschlossener Tür". ;)

    Die werde ich am Wochenende direkt mal backen. Ich freu mich schon.

    Leider muss ich dir jetzt die Freude etwas verderben. :verzweifelt:
    Bei der letzten Bakteriologischen Untersuchung deines Hundes waren Clostridien und E-Coli negativ? Letztere sind sowieso immer reichlich vorhanden, aber Clostridien machen wirklich Ärger, auch wenn sie in hoher Konzentration nicht unbedingt pathogen sind.
    Das sind Gasbildner und können nicht nur Blähungen verursachen, sondern auch Bauchweh.
    Momentan würde ich wohl auf histaminhaltige Nahrung verzichten. Also keine Banane, keine Hülsenfrüchte und wenig Eiweiß ( Verhältnis KH/Eiweiß - 2:1). Clostridien produzieren Histamin und man muss das nicht auch noch unterstützen. Das Labor wird dir sicher entsprechende Infos in Bezug auf die weitere Ernährung gegeben haben.

    Dysbiosen kommen nach AB-Therapien sehr häufig vor. Es braucht Zeit, bis das Gleichgewicht wieder hergestellt ist. Manchmal Monate. Wird jetzt wieder AB gegeben, fängt alles wieder von vorne an. @Quinar hatte es ja schon im "Bauchweh-Thread" erwähnt.

    Vermutlich wären Oregano-Kekse momentan angebrachter. ;)