Beiträge von Audrey II

    was ist denn klassische Hundeernährung?

    Als "klassische" Hundeernährung der letzten 50 -60 Jahre würde ich Industriefutter bezeichnen.....ja. Später dann auch die Rohfütterung als "artgerechten" Gegenspieler.

    Hundefutter, was in den Regalen steht? Das strotzt doch nur so von Kräutern, exotischem (Pseudo) Getreide, Zusätzen wie Aloe vera, pipapo.

    Heute haben Inhalte von Dosen und Tüten trotz einem Sammelsurium an seltsamen Zusätzen immer den typischen Einheitsgeruch (.....vermutlich auch Geschmack) von Umami.
    Wenn es mit den Kräutern übertrieben wird, dann vielleicht auch nach Maggi. Sonst habe ich noch nix Exotisches erschnüffeln können (....na gut....habe auch keine Hundenase ;) )


    Schau dich auch mal in gewissen Barf-Foren um, da wird die Naturheilkunde inkl. Kräutern rauf und runter genutzt

    Ich treibe mich ja nicht so in Barf-Foren herum, aber das "klassische" Barfen, also rohes Fleisch, Knochen, Gemüse + Öl und Futterzusätze ist ja kaum noch zu finden. Dafür gibts "Kochbarf", Haferfflockenbrei-Barf oder überhaupt kein Barf, weil alles gekocht. :lol:

    Wie sich die Naturheilkunde mit `nem blutigen Schafsohr verträgt, würde mich schon interessieren. Oder sind die Zuätze gemeint? Berichte doch mal :smile:


    Du liegst also voll im Trend


    Nee.....nicht die Hundeküche liegt im Trend, sondern hier wurden Trends gesetzt. Schon vor Jahren.
    Plötzlich war "Hausmannskost" `ne tolle Sache und die Dosen hießen dann "Futtern wie bei Muttern" und nicht mehr "Wolf`s Best". ;)
    Hier wurde schon mit scharfen Gewürzen gekocht, als das noch in den Barf-Foren als tödlich galt. Vielleicht wird das blutige Geschlinge bald lecker mariniert. Wer weiß.

    Die Diskussion hatten wir schon öfter.

    Oh ja :D
    Ich glaube, ich habe auch schon gefühlte 100x ( wie haben Pottkieker V) meine Fütterungsart hier erklärt. Nicht grammgenau, aber durchaus mit entsprechenden Mengenangaben. ;)

    Audrey hat das am Anfang auch gemacht, hat sogar Futterpläne (wenn auch eher aus Interesse), lässt regelmäßig Sachen untersuchen, vergisst das aber gerne, das auch ihr anfänglich Orientierung geholfen hat.

    Nix vergessen! Das besondere spanische Gedärm erfordert(e) spezielle Maßnahmen. :D
    Ich habe aber auch schon Ashleys Vorgängerin bekocht......ganz ohne Bedarfswerte und Rationsberechnung. Trotzdem war ich auf eine Überprüfung neugierig. Ich wollte einfach einen wissenschaftlichen Background.

    Denn so lari fari wird auch im Hause der Suppenköchin nicht gekocht

    Oh nein.....gar nicht lari fari. Im Gegenteil. Optimiert bis in den letzten Dinkelnudel-Buchstaben :D
    Allerdings nun aus einem anderen Blickwinkel. Wenn man sich mit Lebensmittel befasst, mit ihrer Auswahl und ihrem (therapeutischen) Nutzen wirkt die klassische Hundeernährung plötzlich ganz einseitig, öde und langweilig.
    Warum nicht die Vielfalt und spezielle "Wertstoffe" der Natur nutzen und gleichzeitig auch die Bedürfnisse des Hundes berücksichtigen, nämlich Ausgewogenheit und Geschmack.

    Jeder hier schaut sich meist so grob mal Bedarfswerte an oder orientiert sich an anderen Köchen und den Infos hier und DANN passt man an das Individuum an.

    Ja :smile:

    nun kann ich mit deiner Antwort aber nicht so wirklich was anfangen

    Och.....schade ;)

    andersherum durch Versagen jeglicher Orientierung als ob man es sowieso nicht richtig machen könnte

    ....und das finde ich wirklich schade.......nämlich, dass die Ängste überwiegen und scheinbar nix mehr geht ohne konkrete Anleitung und Expertenberatung. Woran mag das liegen?

    Oder habt ihr da auch so ähnliche Daumenregeln, wenn man sich das erste Mal ans Kochen für den Hund macht?

    Ich weiß ja, dass es für alle Kochanfänger wichtig ist, den eigenen Hund mit allen Nährstoffen zu versorgen, die er braucht und ganz viele Fragen gehen auch immer in Richtung Futtermenge. Man will nichts falsch machen.....und das verstehe ich auch. Vielleicht können ein paar Zahlen und Berechnungen auch als Orientierungshilfe dienen. Natürlich.......die habe ich auch zur Verfügung(.....brauche sie aber nicht (mehr) :smile:
    Meine persönliche "Daumenregel":
    Nahrungsmittel, ausgesucht nach dem Vollwertprinzip....also mit einem hohen Anteil an natürlichen, wertvollen Inhaltsstoffen bezogen auf den individuellen Nährstoffbedarf des eigenen Hundes.
    Wichtig: Die Menge richtet sich nach der Verträglichkeit. Je intakter das Nahrungsmittel ist und je schonender es zubereitet ist, um so weniger Gedanken muss man sich um eine Mangelernährung machen.

    Ich empfand es immer schon sehr viel leichter und entspannter, vollwertig zu kochen als nach Nährstofftabellen. Naja.....Hundeküche "Old School" vielleicht. ;)

    Brummel brumel brummel brummel-

    :lol:

    Was war nochmal mit der Idee zur freien Calziumaufnahme??


    Fütterst du nicht das Micromineral? Das ist doch natürlicher Algenkalk ohne synthetische Zusätze o.ä. Nicht "frei" genug? ;)
    In der Zeit, wo sich der Verdauungstrakt deines Hundes stabilisiert......wäre es vielleicht sinnvoller, da noch nix an Calzium "freizulassen" bzw. noch nicht mit der Knochenfütterung anzufangen. Falls du aber mal vor hast, ein leckeres Brathähnchen zu knabbern, darf der Hund schon mal den knorpeligen Pürzel kosten.....quasi als Feldstudie. :D

    Aber irgendwie muss man doch die richtigen Mengen berechnen? Wie machst du das denn, schätzt du?

    Der individuelle Bedarf eines Hundes hängt von vielen Faktoren ab. Von seinem Alter, seiner Größe, seinem Gewicht, seiner Aktivität und natürlich auch von seiner aktuellen Lebenssituation, wie z.B. einer Erkrankung.
    Zu den Bedarfswerten: Diese beinhalten Empfehlungen, Schätzwerte und Richtlinien.....und zielen darauf ab, bei gesunden Hunden eine angemessene Zufuhr von Energie, Nährstoffen ( Proteine, KH, Fett, essentielle FS), Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe zu gewährleisten.

    Empfehlungen: durchschnittlich empfohlene tägliche Nährstoff-Zufuhr
    Schätzwerte: Hinweis auf eine angemessene und gesundheitlich unbedenkliche Zufuhr
    Richtwerte: Orientierungshilfen, die wünschenswerte Bereiche angeben, aber keine "scharfen" Grenzwerte regeln


    Was sagt mir das? Irgendwie schwammig. ;)

    Selbst Futterpläne auf der Basis von Referenzwerten können beim Hund nur zu einer angenäherten Bedarfsdeckung führen. Es gibt keinen Anspruch auf Richtigkeit. Auf Verträglichkeit der Mengen-Vorgaben auch nicht.
    So.....Bedarfswerte gelten nur für gesunde Hunde und grundsätzlich nicht für Hunde mit speziellen Erkrankungen bzw. Verdauungs-und Stoffwechselstörungen oder Hunde, die sich in der Rekonvaleszenz befinden.
    Die Anpassung des Futters an die Bedürfnisse eines Hundes mit Verdauungsstörungen erfordert eine spezielle "Feinmotorik" sprich genaue Beobachtung, das Erkennen von Befindlichkeitsstörungen, regelmäßige Kontrolle ( Gewicht, Blut, Kot) und auch die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, von den üblichen Bedarfswerten abzuweichen. Das erfordert Mut.....zugegeben. Besonders, wenn man alles richtig machen möchte. :smile:
    Erlaubt ist, was individuell vertragen wird. Eine vorgeschriebene tägliche Menge von XY-Nährstoffen gibt es nicht. Auch nicht beim Zentek ( Auflage 3, S. 86).

    das Ziel ist es die Darmflora wieder ins Lot zu bringen.

    Das war auch lange Zeit mein Ziel. Allerdings gibts keine einheitliche Darmflora. Jede ist individuell bakteriell bevölkert. Bei der Stabilisierung der Darmflora spielen Pro-und Präbiotika eine große Rolle. Probiotika als "freundliches" Bakterienvolk und Präbiotika als ihre "Nahrung", damit sie bleiben. ;)
    Probiotika sind Milchsäurebakterien und Präbiotika findest du z.B. im Gemüse.

    Beispiel zum Nachvollziehen: 100 g Fleisch = 26 g Trockensubstanz plus 100 g Trockensubstanz aus 460 g Kartoffeln (22 * 4,6) = 127 g Trockensubstanz. Rohfaser-Gehalt der Kartoffeln sind dann 2,8 (4,6 * 0,6 g). Sind dann etwas mehr als 2% Rohfaser insgesamt. Bei Süßkartoffeln (Rohfaser geschätzt 0,8 g pro 100 g) ist es ähnlich.

    Öhm.....bin ich noch in der Hundeküche? ;)
    Ich verweise mal auf die Begrenztheit industrieller Denkmuster und auf das, was die Wissenschaft für uns bestimmt. Begriffe wie Rohfaser, Rohprotein oder Rohfett sind technische Begriffe aus der Futtermittelindustrie. Wir kochen aber mit Lebensmittel und nicht mit Nährstoffen.
    Zahlen mögen ggf. nützlich sein, sollten aber keinesfalls in der Ernährung des Hundes dominieren. Den Rohfasergehalt von Brokkoli oder Fenchel muss der Hundeküchen-Koch nicht wissen. Für den Hund ist wichtig, dass Brokkoli ein "Spitzengemüse" ist und wichtiger Lieferant von Vitamin-und Mineralstoffen und das Fenchel eine traditionelle Verdauungshilfe ist.

    Versteh`mich nicht falsch. Ich möchte nur den Kurs halten. :smile:

    Richtig stabil ists seit einigen Monaten, die Verdauung ist so wie sie sein soll, kein kratzen kein jucken und auch das Ohr ist langsam in einem Zusatnd wo ich sagen kann einigermassen okay,

    Ich verstehe nicht, warum du etwas ändern willst, was grade gut läuft.
    Den Teufel würde ich tun, wenn mein Hund mir signalisiert, dass ich alles richtig mache mit seiner Ernährung. ;)
    Warum muss es denn unbedingt "roh" sein? Die Vielfalt der Nahrungsmittel ist doch sehr groß und du hast fast unbegrenzte Möglichkeiten, das Futter für deinen Hund so zusammen zu stellen, dass es passt. Es gibt für jeden Hund den richtigen Baukasten. Manches bleibt roh, manches gekocht.....so what. Wo ist das Problem?

    Schau deinen Hund an. Nicht seine Magensäure ;) Löse dich mental von den bekannten Ernährungssystemen bzw. Fütterungsarten. Die funktionieren bei Hunden mit einem sensiblen Verdauungssystem nämlich selten bis überhaupt nicht.
    Erfinde einen speziellen "Sino-Baukasten" und fülle ihn mit dem, was dein Hund tatsächlich verträgt und nicht mit deinen Wunschvorstellungen. So ein Baukasten ist flexibel und kleinschrittige Veränderungen sind auch machbar, aber ich würde den jetzt stabilen Turm nicht umwerfen.


    Rohes Fleisch will er zunächst mal nicht haben.

    Warum dieses Signal ignorieren? :smile:

    Ich selbst glaube aber, dass der Magen und überhaupt das Verdauungssystem sich da anpassen kann, und sich dann andere Nahrungsquellen leichter integrieren lassen. Z.B. Knochen mit Fleisch dran.

    Glaubst du? Vielleicht weiß dein Hund das besser. Meine Langnase, die seit Jahren Gemüsesüppchen mit Fleischbeilage futtert, hatte in den letzten 2 Tagen rohe, fleischige Rippchen zum "Nachtisch" verdrückt und die Teile gegen alle Theorien von "keine Magensäure vorhanden" o.ä. bestens verdaut. Ohne Schmatzen, Sodbrennen oder Erbrechen.
    Ehrlich gesagt, hatte ich auch einen Funken Zweifel, aber das Gedärm ist unergründlich ;)

    aber allein die Vorstellung ist wirklich widerlich

    Ja....die Vorlieben unserer Hunde sind zugegeben etwas gewöhnungsbedürftig, aber für den Hund machen sie Sinn. Was vorverdaut verschlungen werden kann, spart Energie und verdauen kostet viiiel Energie ;)

    Aber wozu, wenn man auch einfach Kochen kann? Der Mensch hat ja nicht umsonst rausgefunden, dass sich die Feuermachen lohnt.

    Da hat sie Recht :smile:

    Kochen wäre jetzt die "appetitlichste" Art, um Fleisch leicht verdaulich zu machen. Du kannst natürlich auch mit `nem Fleischklopfer ordentlich drauf hauen. Immer noch besser als verwesen lassen :dead:
    Es gibt aber noch was:

    Fleischzartmacher – Wikipedia

    :D

    Kannst du das erläutern? Von welchen extremen Aromastoffen oder -mengen sprichst du, jetzt mal auf ein gutes (!) Futter bezogen?

    Grundsätzlich meine ich die marktführenden Trofu-Sorten, wobei auch die sog. hochwertigen( oder halbwegs hochwertigen) Sorten wie Granata Pet oder das super teure Canireo ganz ähnlich riechen.....quasi ein auffälliger Einheitsgeruch.
    Der führende deutsche Aroma-Konzern heißt Symrise und beliefert u.a. Nestle`( Purina) und Mars. Mit Sicherheit aber auch noch viele andere Hersteller, die aber nicht möchten, dass das bekannt wird. ;)
    Die Aromen stecken in Vormischungen und müssen in der Deklaration nicht erscheinen.

    Mir gehts nicht darum, Trofu pauschal an den Pranger zu stellen. Mir gehts nur um Information und Aufklärung. Nicht mehr und nicht weniger.
    Trofu, aber auch das NF in den Konserven sind Geschmacks-modifizierte Produkte. Im Prinzip ähnlich wie viele Lebensmittel, die wir auch kaufen und essen. Das muss nicht lebensgefährlich sein, aber als Verbraucher möchte ich wissen, was ich da esse bzw. was mein Hund frisst.

    Symrise hat auf einige seiner Aromen sogar Patente angemeldet:
    Patent EP0043486A2 - Aromamittel für Tierfutter - Google Patente

    In der Tiernahrung ist die Geschmacksnote "Umami" sehr beliebt......fleischig, herzhaft, wohlschmeckend.
    Lebensmittel: So schmeckt die Zukunft

    Wir kennen den Geschmack vielleicht auch. Steckt er doch in vielen Tütensuppen und Brühwürfeln. ;)