Da Maddy mit einem SD-Wert an der unteren Grenze liegt, soll sie Seealgenmehl bekommen
Hi Jod gehört ja zu den Spurenelementen und deshalb benötigt der Hund davon keine große Mengen. In meinem Futterplan vom Zentek-Institut wird regelmäßig jodiertes Kochsalz empfohlen, also täglich. Seealgenmehl halte ich auch für hochkonzentriert. Davon auf keinen Fall einen Teelöffel, sondern höchstens die Messerspitze. Was ist mit Seefisch? 150g Kabeljau enthalten bereits gut 400ug. Zentek empfiehlt 15ug/kg Körpergewicht.
Durch längeres Kochen, aber auch bei einseitiger Fütterung von Fleisch/Schlachtabfällen können schon mal Jodverluste auftreten. Bei den gekochten Menüs bietet sich das jodierte Kochsalz an, weil ja Salz sowieso nicht fehlen sollte. Für den damals 34kg Hund wurden je nach Zusammenstellung des Menüs zwischen 3-4g jodiertes Salz berechnet.
Wieso soll man einen HD-erkrankten Hund nicht mit Getreide bekochen?
Ja.....da ist viel geschrieben worden in den letzten Jahren.....und leider auch wenig hinterfragt. Getreide in jeglicher Form war lange Zeit in der Hundeernährung ( hier besonders in der Rohfütterung) unerwünscht und wurde für zahlreiche Gelenkerkrankungen verantwortlich gemacht. Besonders dem Getreide im Fertigfutter ging es "an den Kragen". Frau Dr. Ziegler hat sich schon 2011 in ihrem Schwarzbuch Tierarzt einem ganzen Kapitel über HD/ED/OCD in Zusammenhang mit Trockenfutter gewidmet und eben auch Kohlenhydrate in Form von Getreide dafür verantwortlich gemacht. Allerdings hatte sie auch geschrieben, dass keine "entzündlichen Stoffe" (....wie in der Forenwelt immer behauptet) die Ursache für die Entstehung von Gelenkerkrankungen waren, sondern die Energiedichte des Futters, was sich besonders bei großwüchsigen Hunden im Wachstum fatal auswirken kann. So hatten es auch viele Veterinärmediziner und Ernährungsexperten gesehen. Daraus wurde dann...."die Hunde werden dick, wachsen viel zu schnell"....und zack....war es plötzlich Fakt, dass HD und Co. durch eine getreidelastige Ernährung ausgelöst werden. Später war es dann egal, ob junger Hund oder nicht. Der Ruf des Getreides war dahin.
Heute liegt der Fokus der Ernährungsexperten bei HD auf eine gut konzipierte, bedarfsgerechte Fütterungsart, egal ob gebarft oder gekocht. Auf Getreide muss auch nicht verzichtet werden. Wichtig ist, den Hund schlank zu halten.
Eine Spezialkost für Gelenke kann sich z.B. so zusammensetzen:
Mit den Haferflocken machst du nichts verkehrt. Im Gegenteil. Haferflocken, Weizenkeime, Blaubeeren oder auch Nüsse enthalten Mangan. Letzteres beeinflusst u.a. die Knorpelbildung. Mangan ist immer an Eiweiße gebunden und ist in dieser Form ein Teil von Enzymen, quasi als Co-Enzym für den Knorpelstoffwechsel tätig.
Mein Hund hat mit Bosch Trockenfutter keinen Durchfall.
Ein Canis Trofus
Aber so ist das eben. Das Gedärm des Hundes kümmert sich wenig um persönliche Ernährungs-Ideale, Forschung, Gene oder Uppsala-Studien. Das Gen AMY2B mag entschlüsselt sein, aber es ist hinterhältig und vor allem launisch. Mal verdaut es mit Wonne einen köstlichen Pfannkuchen und dann wieder nur getrocknete Pellets. Bei den Pellets wird es aber selbst "übers Ohr gehauen". Gegen den Bosch-Kotfestiger hat auch ein launisches AMY2B keine Chance.
dass er KH gar nicht mehr verträgt (in Gemüse geht es, aber davon darf er auch nur wenig bekommen bzw. nicht zu stärkehaltiges) und seit kurzem auch kaum mehr Fett.
Ach du liebe Zeit! Wie soll der Hund zunehmen ohne Fett und KH? Und Gemüse auch nur wenig. Na....das nenne ich mal eine Herausforderung
Was ist mit pflanzlichen Fetten? Also Kokosnuss, Kokosmilch, Samen und Nüsse bzw. Nussmuse? Wenn er Welpenmilch verträgt, ist das doch schon mal sehr gut. Milch ist ja generell sehr nahrhaft. Mit gekochtem Huhn + Gemüse + Milch wird er aber wohl kaum zunehmen. Da wäre ich schon froh, wenn er nicht weiter abnimmt. Was ist mit Butter ( Süß oder Sauerrahmbutter)? Creme fraiche? Verträgt er wirklich keine KH? Müssen ja keinen Nudeln oder Reis sein. Was ist mit Brot? Gibt ja inzwischen sehr unterschiedliche Mehle. Auch mit wenig Stärke oder man mischt sich einen speziellen Teig selbst aus Kastanien-oder Hanfmehl, Buttermilch o.ä.
Ist ja blöd, dass er auch das Fertigfutter nicht verträgt.
Ich besitze selber Auflage Nr. 3 und vielleicht haben sich zwischenzeitlich ein paar neue (wissenschaftliche) Erkenntnisse hinzugesellt. Das ist auch interessant und eigentlich schon nicht mehr neu:
Immer mehr Hunde leiden unter einer Fleisch-Allergie
Kontrollierte Studien, wie viele Hunde eine (Fleisch-)Allergie haben, gibt es bislang nicht, wie Zentek sagt. Auffällig sei aber, dass immer mehr Besitzer Hunde mit solchen Problemen vorstellten. Davon seien alle Rassen betroffen.
Tiermedizin: Immer mehr Hunde leiden unter einer Fleischallergie - DIE WELT Warum das so ist, wissen die Experten aber nicht. Immer neue Spezial-Diäten mit völlig absurden Inhaltsstoffen lösen das Problem auch nicht. Vielleicht sollte Immun- und Verdauungssystem des Hundes mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Offensichtlich tut sich da was. Vielleicht eine neue Spezies: Der Canis Veganus
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Das Gedärm befindet sich mal wieder im Wandel. Die rohen Hühnerhälse wurden gestern gut vertragen. Die waren aber auch recht klein. Vom Zwerghuhn oder so. Allerdings wurde so ein Hühnerhals auch mit nur einem "Knacks" geschluckt. War jetzt nicht die große Herausforderung. Weder fürs Gebiss noch für die Verdauung.
Da sind wir hier gar nicht geschockt "Menschliche Menüs" sind quasi die "Ur-Hundeküche".....also die "Originals". Scheint von der Verdauung her aber immer noch zu funktionieren
aber vorsicht nicht alle Hunde vertragen Milchprodukte!
Ja, das stimmt. Bei einer Kuhmilchunverträglichkeit kann man aber ganz gut auf Schafs-oder Ziegenmilchprodukte ausweichen. Hier ist das Angebot inzwischen recht vielfältig geworden. Bei einer Laktoseintoleranz wirds dann etwas schwieriger. Allerdings gibts ja inzwischen ein Heer von Probiotika-Nahrungsergänzungen. Da finde ich den Markt aber sehr unübersichtlich.
Eigentlich brauchst du kein besonderes " Mittel" oder Produkt.
Zur Stabilisierung der Darmflora benötigst du Pro-und Präbiotika......und viel Geduld. Manchmal bis zu einem 1/2 Jahr. Probiotika bestehen aus einigen wenigen genau definierten Mikroorganismus-Stämmen. Die gebräuchlichsten Probiotika sind milchsäurebildende Bakterien wie z.B. Lactobacillen und Bifidobakterien. Aber auch Enterococcen und verschiedene Pilze und Hefen. Noch vor ein paar Jahren war ein wichtiges Kriterium, dass die Mikroorganismen den Dickdarm lebend erreichen. Das ist nach heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis nicht mehr zwingend notwendig. Auch von Zellteilen oder nicht lebenden Mikroorganismen können gesundheitsfördernde Effekte ausgehen.
Probiotika findest du in milchsauren Nahrungsmitteln, wie Naturjoghurt, Dickmilch, Kefir oder Sauerkraut.
Prä-oder Prebiotika sind Ballaststoffe und das "Futter" für die probiotischen Bakterien. Wird oft vergessen Probiotika können sich nur entwickeln, wenn sie optimale Bedingungen vorfinden. Präbiotische Stoffe sind z.B. Pektine, Hemicellulose oder Schleimstoffe. Für den Hund eignen sich gut: Äpfel, Birnen, Beeren, Haferflocken, Hülsenfrüchte ( Dose) oder überhaupt Gemüse.
Damit halte ich die Darmflora meines Hundes seit Jahren stabil. Zusätzlich kann man kurmäßig einsetzen: Naturmoor oder Bokashi.