ohje......da wurde wohl mal wieder mit den Augen gekauft
Mit 7 Wochen sieht ein Kangal wie ein allerliebstes Bärchen aus......genau wie ein Kaukasischer Owtscharka, Kuvasz oder Pyrenäenberghund ! Alles keine Anfängerhunde und mit ihrem ausgeprägten Wach-und Schutzinstinkt auch nicht ganz ungefährlich :o
Ein Kangal muß völlig auf sich gestellt die Herden bewachen. Das hat seinen Charakter geprägt und ihn selbständig und mißtrauisch gemacht. Die HH oder irgend ein Trainer sollten auf gar keinen Fall falschen Ergeiz entwickeln und den angeborenen Schutztrieb auf einem Hundeplatz gezielt fördern. Wenn Kangals erstmal begriffen haben, daß es erlaubt ist, gegen Menschen zu kämpfen, kann dieser Instinkt schnell außer Kontrolle geraten. Dann wird er wirklich zur Gefahr :/
Also, ich meine damit, daß ist kein Hund für "Pseudo-Trainer" oder "Möchte-Gern-Experten. Grobe oder falsche Behandlung, Schutzdienst o.ä. lassen ihn aggressiv werden......wenn eine Abgabe nicht zur Diskussion steht, aber keiner mit dem Hund arbeiten will, dann.....wird er es auf seine Art regeln: nach Kangal-Art ![]()
Beiträge von Audrey II
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Hallo Susanne,
da hast du natürlich völlig Recht......auch für mich ist mein Hund sehr wichtig
, aber ich bin jetzt doch nicht so der Mensch, der viel und lange mit dem Hund übt und ihn beschäftigt
Ich kann schon wegen meiner Berufstätigkeit nicht mein komplettes Leben auf den Hund ausrichten, aber ich versuche natürlich, so viel wie möglich von meiner Freizeit mit ihm zu verbringen!
Regelmäßige Vereinsarbeit scheitert leider auch am Schichtdienst und den Wochenend-Diensten :/
Im Grunde verlange ich schon von der Ashley, daß sie sich meinem Lebensrythmus anpasst, sie begleitet mich zur Arbeit und ist eigentlich immer dort, wo ich auch bin. Lange Spaziergänge, Toben mit anderen Hunden, schwimmen und eine "mäßige" Grunderziehung kann ich ihr bieten....viel mehr geht nicht!
Reicht das aus
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Hi,
also über die Intelligenz von Hunden gibts ja genug Literatur, z.B. von Stanley Coren " Die Intelligenz der Hunde". Damit haben sich die Experten schon vor über 15 Jahren wissenschaftlich beschäftigt
Da gehts um Arbeits-und Gehorsamsintelligenz, um sprachliche Intelligenz und um Persönlichkeit, um die klügsten Hunde und auch um nicht so kluge Hunde. Leider umfasst das Kapitel über "geistig unbewegliche " Hunde nur 4 Seiten...., aber wie gesagt, da Buch ist 15 Jahre alt!
Viel hat sich da aber nicht getan.....es ist für die Verhaltensforscher wohl interessanter schlaue Hunde zu erforschen, den IQ zu berechnen oder andere Messmethoden zu erarbeiten, als sich mit "dummen" Hunden abzugeben.
Sorry, daß ich da ein bißchen "wissenschaftlich" daher komme. Ich arbeite selbst mit geistig behinderten Menschen und warum soll es bei Hunden nicht auch so eine Art "Inselbegabung" geben
Sie fallen durch jede Prüfung, aber sie wissen vielleicht genau, wann das Kind aus der Schule kommt !
Coren schreibt auch über das Für und Wider beim intelligenten Hund. Hohe Lernfähigkeit will auch beschäftigt werden
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Hi,
also heute morgen haben wir im Wald "Versteckspiele" gemacht, d.h. Hundi verschwindet im Gestrüpp.......und Frauchen ist plötzlich weg
Ist ja ein alter Trick, der aber bei den Jungspunden noch gut funktionieren kann.....
Ashley hat nach 3x Suchen doch mehr auf mich geachtet. Sehr beliebt bei mir ist auch der plötzliche Richtungswechsel. Hundi läuft schnüffelnd vor.....und ist auf einmal ganz allein
Meine alte Gina hat früher an Weggabelungen immer auf mich gewartet, weil sie sich nie sicher war, welche Richtung ich einschlage. Ich finde, die Hunde müssen eigentlich lernen auf uns zu achten und nicht umgekehrt! -
......was mir noch aufgefallen ist.....
besagte Hündin wurde nie von anderen Hunden angegriffen oder sonst wie belästigt, weder von Rüden noch von "zickigen" Hündinnen, sie wurde eigentlich überhaupt nicht beachtet
Sie hat ja auch auf keine Spielaufforderung reagiert, auf kein Drohverhalten.......manchmal kam ein " Wuff", aber der Blick blieb leer. Andere Hunde haben sie wohl nicht ernst genommen, einige haben sogar einen Bogen um sie gemacht
Sie ist früh gealtert, d.h. schon mit 5 Jahren ergraut , aber nie aggressiv oder unberechenbar geworden. Nur als ihre einzige Freundin starb, meine alte Gina, hatte ich den Eindruck, daß sie durch den Verlust doch ein bißchen schwermütig geworden ist......jedenfalls hat sie sich nie wieder auf eine andere Hundefreundschaft eingelassen.
Schade, daß wir noch zu wenig darüber wissen....aber wenn man etwas nicht kennt, heißt es ja nicht , daß es das nicht gibt
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Hi,
schon vor einigen Jahren habe ich bemerkt, daß es auch geistig behinderte Hunde gibt, aber da wurde ich noch für verrückt erklärt
Inzwischen hat sich sowohl in der Veterinärmedizin als auch in der Verhaltensforschung einiges getan....
In meinem Bekanntenkreis gibt es eine Deutsche Schäferhündin, deren Verhalten durchaus mit einer geistigen Behinderung konform ist. Vom Züchter als Welpe erworben ( ...alle Geschwister waren schon verkauft , sie blieb übrig ) zeigte die Hündin schon nach kurzer Zeit Verhaltensauffälligkeiten. Sie wirkte bindungs- und orientierungslos, spielte nicht mit anderen Hunden, stand oft einfach nur mit "leerem" Blick herum und zeigte kaum Interesse an ihrer Umwelt. Als aktives Vereinsmitglied versuchte der HH alles, um die Hündin aus ihrer Lethargie zu befreien, aber sie konnte sich nicht konzentrieren und schaffte keine Prüfung. Selbst an der Fährtenarbeit ( mit ausgelegten Putenfleisch) zeigte sie kein Interesse und starrte nur in die Luft.....Meine eigene Hündin mochte diesen Hund aber sehr gern und entlockte ihr doch hin und wieder ein paar fröhliche Augenblicke, bevor sie wieder " in ihre eigene Welt" versank. Geprägt wurde der Umgang mit dieser Hündin durch ständige Motivation....Quiekstimme und " Indianergeheul" ließen sie kurz aufhorchen, aber sonst blieb sie immer dort, wo sie gerade stand.
Ball holen verstand sie nicht, Lob und Tadel auch nicht
Wäre sie ein Mensch hätte ich vielleicht eine Art von Autismus diagnostiziert....
Man sollte schon wissen, auf was man sich da einläßt! Für Leute, die einen aktiven, sportlichen Gesellschafter wollen, wäre so ein Hund sicher nicht der richtige, aber für geduldige HH, die einen einfachen und liebenswerten Charakter schätzen, kann so ein " zurückgebliebener" Hund durchaus Freude schenken, aber man darf die Messlatte eben nicht zu hoch ansetzen.....und sicher gibt es , genau wie bei den Menschen , auch Gradunterschiede
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@ Tucker
hihi, Beinslalom klingt lustig......wird aber bei Ashleys fast 70cm Schulterhöhe eher zum wilden Ritt
Also "Sitz, Platz, steh, gib Pfote" usw. mache ich auch zwischendurch, nur das "Bleib" geht gar nicht, da sind vielleicht doch die Verlustängste zu groß. Alle meine Tierheimhunde hatten Schwierigkeiten liegen zu bleiben, wenn ich mich ein paar Schritte entfernt habe und bei Ashley ist es extrem
Allerdings nicht beim Jagen, da ist es ihr plötzlich "wurscht" wo ich bin.....
Gestern habe ich sie auf der Hundewiese an die Schleppleine gelegt ohne festzuhalten, d.h. sie hat schon gemerkt, daß da was am Hals hängt und war irritiert. Habe auch schon bei den Hundetrainern im Wald gesehen, daß einige Hunde mit kleinen Gewichten am Halsband laufen (...z.B ein Karabiner-Haken) um ihnen das Gefühl zu geben, sie sind unter Kontrolle.
Mal sehen, was mir so einfällt
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Hi,
vor 15 Jahren hatte ich mir eine junge Schäferhündin aus dem Tierheim geholt. Es wurde mir geraten, eine vom Tierheim empfohlene HS zu besuchen. Der Trainer entpuppte sich als ehem. Pferdewirt und hatte sich "spezialisiert" auf schwierige und verhaltensgestörte Hunde. Wir waren eine kleine Gruppe ...vom Westi bis zum" Pitbull"
Meine Gina war recht wild ( 1 Jahr alt!) und ich sollte erstmal mein hübsches buntes Halsband gegen einen Kettenwürger austauschen.....Dann gings auf den Platz, Kennenlernen der Hunde untereinander nicht erwünscht, Spielen schon gar nicht......Lernunwilligkeit der Hunde sollten wir mit dem "Alphawurf" bestrafen,weil.....wir sind ja der Chef
Aufmüpfige HH, die Zweifel an seiner Methode hatten, wurde gar Schlimmes prophezeit ! Aus meiner unwilligen Gina würde ein " Beißer" werden und dann wäre ich ja selber schuld
Nun, wir haben diesen gastlichen Ort nach ein paar Wochen verlassen und ich habe Ginas Erziehung selbst übernommen. Hat sicher etwas länger gedauert, aber sie ist eine liebenswerte Hündin geworden, die in ihrem ganzen Leben nicht einmal zugebissen hat!
Meine jetzige Hündin ist eine Jägerin und ob ich das mit der Erziehung allein hin bekomme, ist fraglich.....aber die Lernmethoden der HS haben sich ja auch zum Positiven verändert. Vielleicht starte ich noch mal einen Versuch
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Cerridwen und Tucker
klar mache ich auch Straßenarbeit an der Leine. Bei der " Fuß-Übung" fällt dieser Hund aber völlig in sich zusammen und schleicht ca. 1/2 Meter hinter mir her.......Ohne Leine läuft sie entspannter, kann aber auch jederzeit losspurten
Natürlich vermeide ich auch jedes Aufscheuchen, habe meine Augen z.Zt. überall und leine sie sofort an, aber sie trickst mich auch manchmal aus. Sie sieht auf der Hundewiese ihre Hundefreunde, ich leine sie ab....sie läuft den Hunden entgegen, und biegt dann vorher blitzschnell in Richtung Ententeich ab, das Biest
Manchmal weiß ich nicht, ob ich lachen oder heulen soll....
Was für Übungen macht ihr denn so zwischendurch ? Kann noch ein paar Tipps gebrauchen ! -
Hi,
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da gibts tolles Kauzeug!
Meine Ashley ist verrückt nach Rinderohren mit Muschel, Rinderkopfhaut in XXl, Rindernasen und noch viiiel mehr