Beiträge von corrier

    Ich höre immer wieder von menschen- und/oder artgenossenaggressiven, schwer händelbaren KHC Hündinnen.

    Ich habe kaum Kontakte dazu, ich kenne 3 persönlich und 3 sind nicht "collietypisch" freundlich, sondern eher mit vorsicht zu genießen.

    Die Rüden, die ich kenne, sind ok.

    Eigentlich dachte ich, das sind Ausnahmen und "Collie ist Collie", aber wenn ich mich mit diesen KHC Hündinnen Besitzern unterhalte sagen sie, das sei eher die Regel als ne Ausnahme.

    Wie ist da eure Beobachtung oder Erfahrung?

    Arbeitsrasse. Die ist seit Jahrhunderten darauf selektiert, wahlweise bei -30 Grad an der Kette ohne Unterstand oder Decke zu leben (mit Kurzhaar) oder bei >+30 Grad am Pferd zu laufen, auch mal um die 40 km am Tag, inklusive Höchstleistungen im Einsatz.

    Um welche Rasse handelt es sich denn? In welcher Region bewegt sich denn die Temperatur seit Jahrhunderten regelmäßig zwischen -30 und mehr als +30 Grad?

    Ein Jagdwindhund für die kasachische (russische... pakistanische... kirgisische .... Steppe.).

    So weit ich weiß ist es dort schon immer so um den Dreh temperiert.

    Mh.

    Meine Hündin ist eine Arbeitsrasse. Die ist seit Jahrhunderten darauf selektiert, wahlweise bei -30 Grad an der Kette ohne Unterstand oder Decke zu leben (mit Kurzhaar) oder bei >+30 Grad am Pferd zu laufen, auch mal um die 40 km am Tag, inklusive Höchstleistungen im Einsatz.

    Hunde, die erfrieren, kommen genau so auf den Müll, wie Hunde, sie unterwegs im Sommer zusammenbrechen (die bleiben halt liegen) und Hunde, die die Arbeit verweigern, werden getötet.

    Damit stehen sie dem Genpool nicht mehr zur Verfügung.

    Ich gehe also fix davon aus, dass es eine Selektion auf Witterungstoleranz gibt. Und sei es, dass dies nur beinhaltet, dass die Hunde nach Höchstleistungen, bei denen sie körperlich über ihre Grenzen hinaus gehen, schnell genug von selbst regenerieren können.

    Kein Jagdhund darf im Einsatz sagen "och, nö, hol mal das Kaninchen/Reh/Wolf/Whatever alleine" und kein Hütehund kann sich leisten, die Arbeit zu verweigern und den Hirte die Rinder/Schafe selbst holen zu lassen. Und/oder im Anschluss zu sterben.

    Finde es schwierig, da NICHT von Selektion auszugehen.

    Ich bin mir unsicher ob ich der Vorbesitzerin Bescheid geben soll. Sie hat mich gebeten ihr zu sagen wenn Chico einen Endplatz findet. Aber ich denke sie würde auch diese traurige Nachricht wissen wollen.

    rein aus meiner Erfahrung: wenn du es ihr sagst, mach dich auf Vorwürfe gefasst

    Chico war frei atmend, Chico hatte keine Probleme, Chico war total gesund, Chico hätte nur ein paar Grämmchen abnehmen müssen.....

    Nimm dir das nicht zu Herzen dann. Es gibt Studien dazu, dass Besitzer dieser Hunde das nicht (ein-)sehen wollen.

    Du hattest recht mit deiner Einschätzung und die Tierärzte hätten Chico nicht erlöst, hätte es keinen Grund gegeben.