Beiträge von ruelpserle

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    Hohe Reizschwelle, meist "gechillte" Hunde, keine extremen sensibelchen, ...

    Ich halte sie für diese Arbeit nicht geeignet.
    Zum einen sind es idR Hunde, die bei diesen Kids ein "Boah ey, ein Kampfhund" und dementsprechendes Verhalten (entweder Angst oder ein Poser-Wettberwerb) hervorrufen - hab ich keinen Bock drauf.
    Zum anderen ist es zumindest bei den beiden Amerincan Bulldogs, die ich kenne, so, dass sie zwar eine hohe Reizschwelle haben, aber sehr deutlich und massiv zeigen, wenn Ihnen etwas nicht passt. Und die eine von den beiden neigt dazu, sich in so ne Art "Machtspielchen" mit Menschen einzulassen. Sie ist super zu führen - wenn du führen kannst. Wenn nicht - führt sie...
    Ich brauche/möchte für diese Arbeit einen Hund, der zwar selbstbewusst ist, aber nicht auf Teufel komm raus "gewinnen" muss.

    Und ganz persönlich: ich möchte keinen Kat 2 Hund haben (so doof ich diese Liste finde und so toll einige der Hunde - für privat). Ich möchte nicht, das Menschen die Strassenseite wechseln, wenn ich mit meinem Hund entlang gehe, ich habe keinen Bock auf blöde KOmmentare oder ähnliches und ich möchte keine erhöhte Steuer zahlen und auch nicht zum Wesenstest.


    Ein Beispiel für ein Erlebnis aus meiner Arbeit:
    Eiin junger 2m Hooligan, der seit knapp 2 Monaten nach knapp 2 Jahren wegen schwerer Körperverletzung aus dem Knast raus war, wollte Hoover streicheln. Und er ging auf sie zu, wie ein "guter" Hool nun mal geht: Brust raus, drauf rum trommeln, breitbeiniger Gang und mit einem Blick, der dich schon tötet, wenn du nur hinschaust. Mit jeder Faser demonstrierend: "Ich Chef - du tot". Was machte Hoov? Platz, sie wich aus, zog den Schwanz ein, ließ die Ohren hängen und beschwichtigte mit allem was sie hatte und sah dabei aus, wie der geprügeltste Hund auf Erden.
    Er: "Oh, voll krass. Die hat ja voll Angst. Die muss ja was voll schlimmes auf der Strasse erlebt haben!"
    Ich: "Nein, die reagiert auf dich."
    Er: :schockiert: "Warum? Ich will ihr doch nix tun!!!"
    Ich: "Aber so läufst du net" und hab ihn beschrieben, was ich wahrgenommen habe.
    Jetzt wollte dieser Riesen-Bär aber unbedingt die Hoov streicheln und wollte von mir wissen, wie er sich verhalten könne, dait sie doch in seine Nähe kommt.
    Nun ist Hoov ein Hund, die es einem übel nimmt, wenn man sie so begrüßt und reagiert nicht mehr auf Verhaltensveränderungen. Wir haben sie dann schlussendlich mit Leckerchen überredet, die sie mit langem Hals und spitzen Zähnen angenommen hat.
    3 Wochen später traf ich diesen Jugendlichen wieder.
    Ich: "Was machst du allein am Bahnhof? Wo ist der Rest der Crew?"
    Er: "Die kommen in ner Stunde. Ich steh hier und versuch mich unsichtbar zu machen!"§
    Ich: :???:
    Er: "Mir hat das mit Hoover so zu denken gegeben, dass ich gerade teste, wie unterschiedlich Menschen auf mich reagieren, wenn ich mich anders verhalte. Und vorhin hat mich glatt jemand angerempelt, weil er mich nicht gesehen hat!"
    Ich: :schockiert: :megagrin:

    Ich suche also einen Hund, der auf Verhaltensveränderungen reagiert, sich dabei aber auch nicht auf "ich habe die dickeren Eier-Spielchen" einlässt.

    Zitat


    Ja, das sehe ich ähnlich. Großpudel bzw. allgemein Pudel sind meist eher reserviert bis desinteressiert Fremden gegenüber, wobei es natürlich auch Ausnahmen gibt, aber darauf verlassen würde ich mich nicht.
    Und sensibel sind sie üblicherweise auch, wie du schon richtig genannt hast.
    Deshalb denke ich ebenfalls, dass der Großpudel nicht der geeignete Hund für deine Vorstellungen wäre.

    Das ist ja eben für mich Sinn dieses Threads. Ich denke es gibt wahnsinnig viele Hunde für die Arbeit geeignet sind, aber ebenso wie ich mir einen Mali/Schäfi oä "hole" wenn ich Schutzdienst machen will oder nen BC/Aussie/Sheltie oä. für Agility würde mich halt interessieren, ob es auch RAssen gibt, die für die Pädi-Arbeit generell geeigneter sind. Vermutlich gibt es auch irgendwo nen Malinois der für diese Arbeit ideal ist... aber ich den will ich net suchen müssen, sondern die Chancen einen passenden Hund zu finden möglichst hoch halten.

    Zum Großpudel:
    Ich denke, das sie gut geeignet sind, in der Arbeit mit Einzelpersonen und "in Führung" der Hundeführerin. Aber ich habe die GP bisher eben Fremden gegenüber als eher reseviert erlebt. Für die HF würden die mehr oder weniger alles machen, aber ich hätte halt gerne, das der Hund selber Spaß an der Arbeit mit anderen Menschen hat und nicht weil er "Gehorsam" ist. Und ich finde sie schon sehr sensibel.
    Habe da auch mal bei Lockenwolf nachgefragt, die mich in dieser Ansicht bestätigt hat. Deshalb ist bei mir der GP leider weiter runter gerutscht.

    Ich habe zB vor ein Gruppentraining im Bereich der Gewaltprävention (Anti-Aggressivitäts-Training mit Hund) zu konzipieren. Die Jugendlichen, die daran teilnehmen, sollen merken, das ihr Verhalten Reaktionen hervorruft und Verhaltensveränderungen eben auch geänderte Reaktionen hervorruft. Sie sollen zB dem Hund selber nen Trick beibringen, ihn über nen kleinen Parcour führen etc. (Und nein, die Kids haben keinen unbeaufsichtigen Zugang zum Hund und sie dürfen nicht alles mit ihm machen).
    So.... da kann ich mir einen GP einfach nicht so ganz vorstellen. Zumindest nicht mit wirklich Spaß.

    Ich hätte da noch ne Frage zum Lagotto:
    Wie sind die denn so im Verhalten? Würde mich mal von Besitzer/innen interessieren.

    Und dann hab ich heute einen Kooikerhund getroffen. Was sagt ihr denn zu dem?

    Auf weitere Ideen bin ich noch gespannt.

    Allein mit 2 Hunden.

    Bisher hat immer alles geklappt. Ich habe strategisch geschickt in ganz München bei hundelieben Menschen einen Ersatzschlüssel liegen. Ebenso an meiner Arbeitsstelle.
    Dazu kommt, dass ich das Glück habe, das meine Hunde beide recht easy zu handeln sind. So das ich theoretisch so ziemlich jeden mit den beiden losschicken könnte - was allerdings an meinen eigenen Ansprüchen scheitert. Im Notfall aber gut zu wissen.
    Außerdem können beide sehr gut alleine bleiben. Auch mal bis zu 9/10 Stunden, wenn es denn gar nicht anders geht.

    Alltag schaut so aus, das ich meine Hunde mit in die Arbeit nehmen kann. Erster Gassigang in der Regel auf dem Weg zur S-Bahn. MIttags dann in der Arveit (Wenn ich sie net eh die ganze Zeit mitschleppe).
    Wenn ich abends weg will bleiben sie meistens zu Hause. Auch ich freue mich mal über Hundefreie Zeit.

    Und mein größter Luxus sind meine Hundesitter/innen!
    Hoover hat eine Hundesitterin, die sie auch mal mit in den Urlaub nimmt oder über´s WE zum wandern oder oder oder.
    Für Lolek bin ich da grad am Suchen. :hust: Habe aber auch ein paar Leute, denen ich ihn geben kann. Aber nicht so wie bei Hoov.


    Ja, es gibt Zeiten, da ist es anstrengend und ich denke mir "warum?". Aber alles in allem würde ich es immer wieder so machen.

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    Mischling? Vielleicht mit Terrier drin, wenn du wegen der Wohnungsgröße an Klein bit Mittelgroß denkst?
    Unsere Kleine ist zur hälfte Terrier und sehr anhänglich, mit 2 Stunden richtig laufen und spielen und noch einigen kleinen Übungen ist sie den Rest des Tages platt. Wir haben es auch sehr gut hinbekommen, das sie weiß, das man draußen richtig rennen soll, das drinnen (oder bei dir auch im Büro) ruhe herrscht. 'Ruhe' heißt hierbei schlafen, am Knochen kauen oder kuscheln. Parson Russell oder Foxterrier z.B. brauchen zwar viel Konsequenz, sind aber auch extrem lernwillig und schnappen Sachen schnell auf. Bei unserer ist es so, das sie Kommandos total schnell versteht und mir dadurch die Lust gibt weiter zu machen, sie langweilt sich aber bei zu viel wiederholen schnell und man muss sich neue Sachen einfallen lassen :)

    Manchmal wäre es sinnvoll, wenigstens die letzten paar Einträge in einem Thread zu lesen....

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    Hallo,

    vielen Dank für eure Ratschläge!

    Aber leider ist eine Familiäre Situation dazwischen gekommen. Mein Vater ist ziemlich krank und sein Zustand hat sich verschlechtert und jetzt muss ich erstmal für meine Eltern da sein und ich werde kurzfristig zu ihnen ziehen. Traum Hund ist jetzt erstmal geplatzt, aber bald werde ich sicherlich weiter eure Rassevorschläge ansehen und dann kann ich mich entscheiden und mir auch früher oder später einen Hund anschaffen.
    Ich hoffe ihr habt Verständnis.
    Vielen Dank für eure liebe Hilfe!

    Cool, schon mal danke für die ganzen Vorschläge.

    FairyTaleFenja, du beschreibst da glatt den Lolek. Der ist ja ein "Goldendoodle" - er versucht immer sehr vorsichtig zu sein. "Vergisst" nur manchmal, das er 65 cm groß ist und auch noch Hinterbeine hat! :lol:

    Zu den Boxern: Wie schaut´s denn da gesundheitlich bei denen aus?

    Bin jetzt mal ne Weile offline.... und bin schon gespannt, was noch so alles kommt.

    Oh, Boxer finde ich toll. Hatte ich noch gar nicht aufm Schirm. Aber sind das nicht ziemliche Powerpakete? Hab mir die immer eher auf dem Hundeplatz vorgestellt.
    Und wie schlimm ist das mit der Sabberei?

    FairyTaleFenja, das "nicht haaren" wäre ja auch nur das Sahnehäubchen. :lol:
    Meine Hoov haart ja auch wie blöd. Und sie hat so kurze Haare, die sich überall "reinpieksen" und NIIIIIIE wieder rausgehen. Also, haaren wäre generell kein Problem. Nicht-haaren wäre nur toller. :lol:
    Und zu den Goldies: sind die idR nicht auch ein wenig "trampelig"?

    Bei den Retrievern hatte ich bisher eher im Kopf:
    Flat Coated Retriever
    Nova Scotia Duck Tollinger (wobei ich da nur 1 kennen, aber die Größe ganz gut finde. :hust: )