Beiträge von ruelpserle

    Naja, das Arbeitsrecht regelt welche Rechte man im Krankheitsfalle des Kindes hat. Vom Hund les ich da halt nichts.
    Was wiederum bedeutet, dass der AG auch andere Möglichkeiten hat - wie zB jemanden über "Dienstanweisung" reinzubestellen.

    Und ja, es gibt Jobs, wo man nicht einfach so wegbleiben kann. Hatten wir ja mitm Lehramt schon.
    Da finde ich Vorbereitung noch wichtiger. Ich nehm meine Hunde mit - da macht's auch nix, wenn sie mal Durchfall haben. Wird halt öfter mal kurz runtergegangen. Eine Kollegin raucht hin und wieder... länger brauch ich mit den Hunden im Nofall auch nicht.

    Wie unterscheiden sich denn deine und meine Situation? Verstehe ich nicht.

    In vielerlei Hinsicht: Ich habe freie Arbeitgeberwahl, kann mir den Arbeitsort aussuchen und habe das Glück, in einem Bereich zu arbeiten, in dem es leichter ist, die Hunde mitzunehmen.
    Und ich kann einfach kündigen und mir was neues suchen, wenn ich möchte.


    Aber das ist doch was völlig Anderes! Für diesen Fall habe ich auch vorgesorgt.
    Es geht hier um die Frage, ob man zur Arbeit geht oder nicht, wenn der Hund (ernsthaft) krank ist und man selbst nicht...

    Das war darauf bezogen, dass du es unmöglich fandest, dass ich andere ensctheiden lasse, ob mein Hund eingeschläfert wird. NIcht auf die Ausgangsfrage. Es hat nur insofern damit zu tun, das ich der Meinung bin, dass man im VORFELD möglichst viel bedenken und abdecken sollte. Dazu gehört dann auch, beim Arbeitgeber anzufragen, welche Möglichkeiten im Falle von Krankheiten sind.

    öhm, Rafile1985, ich bin berufstätiger Single, die froh darüber ist, dass die Familie ca. 300km weg wohnen.... Von daher: natürlich "dürfen" die Hunde halten. :ka:

    Nur ICH würde in deiner Situation keinen haben wollen. Aber das ist doch meine Entscheidung. Bzw. DEINE, dir doch einen Hund anzuschaffen.
    (Übrigens, ich habe schweren Herzens, aber bewusst gewartet, bis die Situation für mich passend war. Hätte auch bis zur Rente gewartet)


    Und ja, es gibt genau 3 Personen, denen ich zutraue, diese Entscheidung in meinem Sinne zu treffen.
    Warum? Ganz "blöder" Gedankengang:
    Hund und ich werden in einen Unfall verwickelt. Ich komme ins KH, evtl. sogar auf Intensiv. Hund hat's auch übelst erwischt....
    Dann möchte ich, das Menschen, die mich und Hundeviech kennen, entscheiden, wie/was behandelt wird. Soll dass dann mein TÄ machen? Oder gar in ner TK jemand? Oder den Hund leiden lassen, bis ich entscheidungsfähig bin?
    Nöööö.... lieber vorgesorgt. Alles andere finde ICH egoistisch und es entsetzt mich immer wieder, wie wenig HH da vorsorgen!
    Wenn ich "verfügbar" bin, dann entscheide ich natürlich selber.
    Die Wahrscheinlichkeit, dass das jemand anderes als ich entscheidet, ist extrem gerin - aber für den Fall der Fälle habe ich eine Lösung.

    Mein Therapeut betreibt eben jenen Larifarikram, bei dem seine Hündin während der Sitzung einfach nur dabei ist und im Korb ratzt. Für mich ist die Anwesenheit des Hundes beruhigend und vertrauensfördernd ohne, dass dieser in irgendeiner Weise aktiv wäre.

    Für mich ist das eben ein "Larifarikram", sondern Arbeit! Weißt du bei wie vielen Klient_innen der Hund das macht? Wie viele Tage die Woche? etc.
    Wo endet denn der "Larifarikram" und wo beginnt die pädagogisch/therapeutische Arbeit?

    Genauso wie es mMn für einen Hund "anstrengender" ist, in ner Familie zu leben, in der ständig Halligalli ist und kein Tag dem anderen gleicht. Heißt nicht, dass es nicht geht oder schlecht ist.

    Aber ich muss mir vorher Gedanken machen.

    Ja, Hunde habe alleine schon durch ihre Anwesenheit eine tolle Wirkung auf Menschen (sofern diese dafür offen sind, bei Menschen, die mit Hunden/Tieren nichts anfangen, ändert die Anwesenheit gar nichts).
    Ja, Hunde sind tolle Co-Therapeuten.
    Ja, ich finde es super, wenn sie in noch viel mehr Feldern eingesetzt werden.
    Aaaaber: bitte mit Kopf und Verstand und Konzept!

    Bei mir ist das genauso. Die Leute, die Newton normalerweise nehmen, wenn ich verreist bin, etc. sind selbst alle berufstätig. Meine Familie wohnt knapp 200km Luftlinie entfernt. Zudem bin ich im Moment Single, d.h. ein Partner, der sich evtl kümmern könnte, ist auch nicht da.Studenten, die spontan mal die Vorlesung sausen lassen könnten, kenne ich auch keine mehr. Die Hundepension nimmt keine kranken Hunde auf. Ja, dann war's das mit Alternativen...

    Ganz ehrlich: in einer solchen Situation würde ich keinen Hund haben wollen. Oder alles daran setzen, dass schnellstens zu ändern. Mei, dann suche ich nicht nach der "idealen" Stelle, sondern für nen Notfall würde bei mir auch "Minimalstandard" reichen - und da hab ich nur: Hund nicht schlagen oder anderweitig weh tun.
    In einem Notfall werde ich eh versuchen schnell wieder dazu sein. Also... mehr brauchts da net.

    Aber gut, ich bin da auch nicht so. Zum Beispiel haben für meine Hunde 3 Leute, die Genehmigung alles entscheiden zu dürfen - von OP bis hin zum einschläfern. Die sind auch bei meiner TÄ bekannt.
    Des weiteren habe ich gefühlt Plan A bis Plan T um im Falle einer leichten/mittleren/schweren/lebensbedrohlichen Erkrankung handlungsfähig zu bleiben. Einer davon wird dann schon greifen.

    Ist mir einfach wichtig. Ich will die Viecher in jeder Situation abgesichert wissen. Und das kann ich nur, wenn ich mich ein wenig zurücknehme.

    @RafiLe1985, zum einen: ich würde mir immer wieder nur einen Job suchen, zu dem ich die Viecher mitnehmen kann. Habe -als ich auf Jobsuche war- zwei besser bezahlte Angebote abgelehnt, da ich die Hunde zuhause hätte lassen müssen. Waren mir die paar Kröten nicht wert.
    Zum anderen: ich habe mir bewusst einen Job gesucht, der mir verschiedene Trägermöglichkeiten bietet. ICH würde mich nicht sooo einengen lassen wollen und viele meiner Arbeitnehmerrechte abgeben, "nur" um beim Staat angestellt zu sein. (Für mich einer der größten NAchteile am Beamtentum und auch bei den Angestellten im Lehramt).

    Wenn ich mich dann doch für einen solchen Job entschieden hätte, würde ich auch hier im Vorfeld klären, was möglich ist bzw. welche Alternativen ich hätte. Ich würde mir mehrere Hundesitter_innen suchen, denen ich in einem solchen Notfall meine Hunde anvertrauen würde. Würde eine_n Nachbar_in suchen, die zB im Falle des Durchfalls den Hund raus lässt oder oder oder.


    Und zu guter letzt:
    Ja, ich würde dauerhaft kündigen, wenn das Arbeitsklima so schlecht ist, dass man im Fall der Fälle nicht zu einer gemeinsamen Lösung kommt.

    Hmmm... gerade wenn meine Tiere krank und in der Klinik waren, hat es mir immer am meisten geholfen, mich mit meiner Arbeit (die ich sehr liebe), ablenken zu können.
    Tausendmal besser, als sich zu Hause Horrorszenarien aus zu malen und alle halbe Minute auf die Uhr zu starren.

    Also, bei mir wäre es so, dass ich vermutlich körperlich in der Arbeit anwesend wäre und dort dann lauter unwichtigen Kram erledigen würde, meine Kolleginnen nerven und trotzdem alle halbe Minute auf die Uhr starren. :lachtot:


    Genrell kann ich das mit dem "ablenken durch arbeiten" gut verstehen.
    Ich würde halt gerne spontan entscheiden.

    Naja, wobei ich mich -wenn meine Viecher so krank wären, dass sie in eine Tierklinik müssten - nicht mehr auf meine Arbeit konzentrieren könnte und es von daher eh "wertlos" wäre, wenn ich autauchen würde.


    Also, ich als Chefin versuche schon auch, eine Atmosphäre zu schaffen, in der zum einen die Arbeit in bestmöglicher Art und Weise erledigt wird und zum anderen aber auch, dass sich meine Mitarbeiterinnen "wohlühlen". Allerdings bin ich auch fest davon überzeugt, dass zufriedene MItarbeiter_innen auch besser arbeiten.
    Von daher: ich bin der Meinung, das man für alles eine Lösung findet!

    aber Mensch, der Hund soll einfach nur mit zur Arbeit kommen, rumliegen, sich vielleicht mal wenn er Bock hat Streicheleinheiten abholen und fertig. Dafür muss man sich nun wirklich nicht mit tiergestützter Pädagogik auseinander setzen (zumindest habe ich den TE so verstanden, dass er nicht im pädagogischen Bereich arbeitet, es scheint also einfach "nur" ein Bürojob mit Kundenkontakt zu sein). Da wäre natürlich dennoch ein Hund angezeigt, der potentiell freundlich zu Fremden ist und sie nicht gleich angehen will, Labbi und Golden bieten sich da geradezu an.

    Tja,... und ich hab was anderes "rausgelesen" - TE ist im sozialen Bereich tätig und auch der der Meinung, dass Hund auch dem Klientel gut tun würde. Klientel soll selber entscheiden können, ob der Hund mit soll - wenn nicht, soll er im Nebenzimmer warten. Liest sich für mich anders als "Bürohund mit Kundenkontakt" (das sind meine beiden momentan leider)

    Joah... für mich ausreichend, um zu empfehlen, sich mit dem Bereich "tiergestützte Pädagogik" auseinander zusetzen. Denn das was ich in diesem Bereich oft erlebe, ist echt haarsträubend. Es gibt so viele Menschen, die versuchen, Qualität in die Arbeit mit Tieren zu bringen - und so viele, die das bewusst oder unbewusst "boykottieren".
    Hund im Nachbar Juz - von Welpenbeinen an jeden Tag dabei, auf meine Frage nach Ruhezeiten wurde lapidar gesagt, dass der Hund ja gehen könne, wenn es ihm zu viel werden würde. Mit 1,5 Jahren hat er nach nem Jugendlichen geschnappt, hatte 0 Bock mehr auf Kinder/JUgendliche, war nervös und hyperaktiv. Und er Träger hat weitere tiergestützte Angebote untersagt.
    In meiner Ausbildung als Fachkraft tiergestützte Interaktion hatten wir den Fall einer Ergotherapeutin, die ihren Hund an 5 Tagen die Woche 2-3 x einsetzt. Sie weiß, dass das eigentlich viel zu viel ist, aaaber: die NAchfrage ist so hoch und der Vermieter erlaubt nur einen Hund. Sie nimmt in Kauf, dass ihr Hund nach 2-3 Jahren "aufgearbeitet" ist.....

    Und das sind nur 2 Beispiele von vielen, wegen denen ich immer wieder auf INFORMIEREN - KONZEPTIONIEREN - dann erst HANDELN hinweise, sobald "Hund und sozialer Bereich" autauchen....