Beiträge von Nocte

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    Nocte:
    Wir reden hier mitunter von KINDERN. Kinder sind keine aufgeklärten Erwachsenen, sie sind neugierig, unbefangen und unbeholfen. Ich habe auch nicht gesagt, daß sich die Minderheit unterordnen muss. Aber man sollte nachdenken, bevor man über die Mehrheit schimpft ob man nicht selbst was hätte an der Situation besser machen können. Eben Rücksicht nehmen. Und sorry, bei Sprüchen wie "unerzogenen Kinder auf Weihnachtsmärkten" und "Ich mach keinen Platz, weich Du doch aus" sehe ich recht wenig Rücksicht und gar keine Intention zur Verbesserung der Rezeption von Hundehaltern bei Nicht Hunde Haltern.

    Ich habe oben geschrieben, dass da die Eltern in der Pflicht sind. Ich kann nicht nachvollziehen, was in den letzten 20 Jahren so schief gelaufen ist, dass es Eltern nicht mehr für nötig halten, die eigenen Kinder so zu erziehen, dass sie sich keiner Gefahr aussetzen oder eben auf sie aufzupassen, damit sie dies nicht tun.

    Mir fallen - völlig unabhängig von meinen Hunden - mitlerweile erzogene Kinder auf und das sagt mir, dass es seltener geworden ist. Das ist schade und sollte nicht so sein. Kinder sind klein, aber nicht blöd, die begreifen sehr wohl, was richtig und was falsch ist, wenn man sich die Mühe macht, sie zu erziehen.

    Der Spruch mit dem Platz machen ist aus dem Zusammenhang gerissen - die Ausgangssituation war ja ein HH, der Platz gemacht hat, sich dann aber jemandem gegenüber sieht, der auf die Hundeseite ausweicht und dadurch erst in die unmittelbare Nähe des Hundes gerät. Der Satz beinhaltete hier nicht, dass man dem Gegenüber übertrieben unhöflich entgegentritt, sondern war ein Tipp, seine eigene Körpersprache zu verändern.

    Ich hab mir vor einer Woche Flohstiche ganz ohne Kontakt zu Tieren eingefangen - bei mir war es ein Mensch, der als Fehlwirt die Biester eingeschleppt hatte. Ich war heilfroh, dass das nicht bei mir daheim, sondern auf der Arbeit passiert war. Trotzdem werde ich da neurotisch und ertappe mich bei dem nicht ganz ernst gemeinten Gedankengang ein SpotOn für mich zu kaufen ;-)

    Also ja, Du kannst das Vieh auch eingeschleppt haben.

    So eine Einstellung ist mir unverständlich. Dass man Rücksicht nimmt als Hundehalter ist selbstverständlich, aber es sollte genauso selbstverständlich sein, dass auf einen Menschen mit Hund Rücksicht genommen wird. Nur, weil man einer Minderheit angehört, hat man nicht automatisch weniger Anspruch auf gegenseitigen Respekt und Anstand. Genauso wenig, wie die Leute von mir und meinen Hunden belästigt werden wollen, will ich auch von Fremden belästigt werden.

    Viele der in solchen Threads genannten Situation zeugen schlicht von Unkenntnis oder Unerzogenheit. Nicht nur die HH sind in der Pflicht, sondern jeder einzelne Mensch für sich selbst. Bei Kindern bis zu einem gewissen Alter freilich die Eltern. Die Einstellung, dass Minderheiten sich so zu benehmen haben, dass sie am Besten gar nicht wahrgenommen werden, halte ich für ein Übel unserer rücksichtslosen Zeit. Letzlich führt genau diese Einstellung und vielleicht auch Angst dazu, dass andere Menschen sich nicht mehr die Zeit nehmen, sich mit anderen Lebewesen in ihrer Umwelt so weit auseinander zu setzen, dass es nicht unnötig zu Reibereien kommt.

    Die eingeforderte übertriebene einseitige Rücksichtnahme führt über kurz oder lang nur zur Eskalation, weil die eine Seite sich ungerecht behandelt fühlt und früher oder später an irgendeiner Stelle der Frust überkocht und die andere Seite es für ihr gutes Recht hält Hundehalter in ihrer Freiheit in einem Maße einzuschränken, dass übertrieben und bisweilen unhöflich ist.

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    Oh je, bei Euren Geschichten weiß ich manchmal nicht, ob ich weinen oder lachen soll :hust:

    Wir wohnen hier recht ländlich und in einem ruhigen Wohngebiet, trifft man sich auf der Straße, grüßt man sich und manchmal plaudert man auch ein bißchen.

    Gestern abend kamen uns 2 Mädels entgegen, schätze so um die 15 Jahre alt.
    Wir sagen freundlich "Hallo", ernteten erstmal entsetzte Blicke und dann ein zögerliches "Hallo"
    Nachdem die beiden an uns vorbei waren hörten wir nur "Kennst Du die???"

    :klugscheisser: Also bitte nur grüßen, wenn man sich auch kennt.

    Ähm, ich grüße auch keine Fremden und hätte vermutlich ähnlich reagiert, wie die Mädchen.

    Das erinnert mich an unsere erste Katze, namens Bommel. Als ich von der Schule heim kam, fehte jede Spur von dem Tier. Nirgends war sie zu finden. Geraume Zeit später sah man sie zwar nicht, doch hörte sie. Sie saß in meinem Kleiderschrank fest und musste am Morgen zwischen die Hemden gekrochen sein, als ich meine Sachen da raus nahm :-)

    Das ist viele Jahre her, aber sowas vergisst man nicht.

    Ich hatte mich darauf eingestellt, dass die Hühner "nur" etwa bis zum 4. Lebensjahr legen, aber unsere ältesten Legehennen sind schon 7 oder 8, so genau weiß es keiner mehr. Meine Hühner dürfen aber ihre natürliche Legeruhe einhalten, d.h. wenn es ihnen zu dunkel zum Legen ist, dann ist das eben so - sie werden nicht im Stall beleuchtet. Darüber hinaus haben sie natürlich den ganzen Tag zu tun und ein großes Grundstück zur Verfügung. Ich hoffe, sie fühlen sich wohl. Die Legehennen für die Industrie sind ja auf Hochleistung gezogen und dann wird mit Beleuchtung nachgeholfen. Dass die armen Viecher nach 3 Jahren nicht mehr legen, kann ich verstehen.

    Eine Bekannte hat Seidenhühner und irgendwann kam es dazu, dass ich Zwergdresdner bekam, in die sie sich verkuckt hatte. Die zogen bei ihr ein, einer der Hähne wanderte zu den Seidis ab und die fingen wieder an zu legen, obwohl sie das letzte Mal vor einem Jahr gelegt hatten :-)

    Der Stall hilft gegen Raubvögel gar nicht. Selbst wenn die Hühner clever genug sind, in Deckung zu bleiben, heißt das nicht, dass es da keinen Wildschaden geben kann. Ein Habicht ist bei mir mal in einen Trichter von einem Meter Durchmesser gestoßen, um an die Entenküken zu kommen. Der konnte problemlos maneuvrieren und wenn man bedenkt, dass diese Vögel auch im Unterholz jagen, ist das nicht verwunderlich.

    Mal zu den Folgen:

    Die Hühner scharren, die scharren besonders gern am Zaun und scharren sich trotz Sandbad auch ihre Kuhlen zum Baden selbst. Sie scharren auch im Garten und natürlich landen auch Häufchen in der Gegend, die aber beim nächsten Regen i.d.R. alle weg sind, es sei denn der Besatz ist zu groß. Meine Hühner gehen eigenständig in den Stall und beim ersten Licht kommen sie wieder raus. Je nachdem, woher die Hühner kommen, kann es sein, dass man mal Tiere hat, die in den Legenestern schlafen und nicht auf den Stangen. Auf der Fläche, auf der die Hühner gehalten werden, kann es kahle Stellen in der Grasnarbe geben, wenn sie klein ist oder wenn sie Lieblingsstellen zum Scharren haben. Bei 1200m² sehe ich das als recht unproblematisch an. Ab und an kann man eine Geilstelle ja auch mal ausbessern.

    Je nach Wohnlage könnten sich Nachbarn an den Hühnern stören - zum einen, weil es heißt, dass sie Ungeziefer anziehen würden und zum anderen am Lärm. Man sollte also vorher überlegen, ob ein Hahn mit einzieht und ggf. bei den Nachbarn mal vorfühlen, was sie von Hühnern halten. Hier freuen sich alle über die guten Eier:-)

    Je nach Stall kann man mehr oder weniger Probleme mit Milben haben. Meine Ställe sind sehr luftig, aber trocken und wir hatten nie Milben. Ich habe dennoch immer Kieselgur da und habe auch für den Fall des Falles Chemie im Haus. Ich hoffe, dass ich die nie brauche. Es gibt Anstriche, die Milben anziehen und an denen sie kleben bleiben, aber diese Anstriche halten kein Jahr, auch wenn es auf der Packung steht.

    Daneben sollte man im Kopf haben, dass die Hühner bei der TSK gemeldet werden müssen. Das sind minimale Beträge und man hat auch Vorteile davon, falls mal ein verendetes Tier entsorgt werden muss oder eine Seuche ausbricht und der Bestand getötet werden muss. Da müssen die eigenen Hühner gar nicht selbst betroffen sein.

    Sofern man Medikamente benötigt, muss man einen Tierarzt haben, der Nutztiere behandeln darf - der Arzt für den Hund darf das i.d.R. nicht. Von diesem bekommt man auch alle Zettel für sog. Medikamentenabgaben. Wurmkuren wie Vermin-Ex kann man im Internet bestellen.

    Bei eurer Gartengröße würde ich etwa 5 - 6 Hühner halten. Sie machen auf jeden Fall weniger Arbeit als Enten :-) Ber Bruttrieb bei meinen BRahma hält sich übrigens in Grenzen - die sind schon durch zweimaliges Aufscheuchen vom Gelege und Absammeln der Eier davon abzubringen. Die Marans und die Grünleger hätten mir dafür mit Mord gedroht und ihr Gelege nicht aufgegeben. Die Legepause bei meinen Brahma ist länger, als sie bei den Marans und Grünlegern war.

    Ach ja, wenn Du einen Kompost auf dem Gelände hast, dann verteilen sie das Innere gern mal drumrum beim Scharren :-)

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    hm, und wenn du eine große Rasse nimmst?
    also, Fleischhuhn- oder Zwiehuhnrassen?
    z.B. Deutsches Lachshuhn, Brahma, Jersey Giants, Cochin, Orpington, Sussex, Wyandotten...

    lg

    Meinst Du Amy und Jana oder mich?

    Ich habe doch schon die Brahma und Lachse. Alles kleinere ist bei der anderen Hühnertruppe.