Manchmal kann ich verstehen, dass 'Vermittlungsgespräche' schief gehen.
In unserem Fall wurden wir mal schäl angekuckt, weil wir einen Hund mit schlechten Hüften ablehnten, obwohl der Hund ansonsten zu uns und wir zu ihm passten.
Der Hund sei ja nicht weniger wert. Wir sollen uns überlegen, ob wir wirklich die richtigen Menschen für einen Hund wären.
Ich war zunächst entrüstet und machte die Dame darauf aufmerksam, dass es ja wohl besser wäre, sich vorher drüber klar zu werden und nicht den kranken Hund zurück zu bringen.
Das war nicht gerade geeignet, um mich der Dame sympatischer zu machen.
Ich erzählte ihr dann von meinem Hund - dem, der zwei Monate nach seiner Entsorgung bei mir mit schwerster HD zur Not-OP musste. Ich legte meine Rechnungen aus dieser Zeit vor und erzählte auch, wie ich die Kohle zusammenbekommen habe. Ich sagte ihr klipp und klar, dass ich mir das finanziell kein zweites Mal leisten könne.
Bis dahin war die Dame immernoch nicht überzeugt. Als ich ihr dann allerdings sagte, dass ich die Verantwortung für meinen schon im Bestand seienden Hund aber bereits übernommen habe und einfach nicht riskieren will im Krankheitsfall des zweiten für keinen mehr vernünftig sorgen zu können, löste sie trotzdem eine Vorkontrolle aus.
Emotional kann ich die Dame verstehen, aber ich würde trotzdem wieder mit dem Verstand gegen mein Herz anarbeiten, wenn ich mich in einen solchen Hund verkucken würde.
Als Pflegestelle für behandlungsbedürftige Hunde haben wir uns zur Verfügung gestellt, denn das Problem ist nicht die Betreuung - die kann ich leisten und würde es auch tun - nur hat kaum eine Orga das Geld dafür ...