Beiträge von Nocte

    Zitat

    (...)Leider sieht man nicht nur den „Fiffi“ von nebenan, der etliche Kilo zuviel hat, sondern auch im Hundesport(Agility) werden Hunde die aussehen wie „Bockwürste“ über den Parcours gejagt. In unserer aktiven Zeit im Agility, habe ich nur einmal erlebt, dass sich ein Richter geweigert hat, einen wirklich fetten Hund zurichten, diesem Richter klatsche ich immer noch Beifall.

    Hat er sich nur geweigert, den Hund zu bewerten? Das finde ich dann ziemlich sonnlos, wenn nicht dreist. Hätte er sich geweigert, den zu dicken Hund auf den Parcours zu lassen, fände ich das sinnvoller.

    Ich hab das Video jetzt nicht gesehen, aber prinzipiell finde ich schon, dass Schadpotenzial besteht. Denn man vergleicht den Klon immer mit dem Original und unter Umständen behandelt man ihn dann auf eine Weise, die ihm nicht gerecht wird.

    Kommt drauf an. Vom Tierarzt erwarte ich es und den nerve ich auch oft genu mit der Frage, weil ich manchmal der Ansicht bin, mein Hund hätte zu viel auf den Rippen, während mein TA meint, dass sie eine schöne Figur hätte. Zugegebenermaßen fühle ich selbst öfter mal nach den Rippen, weil die große unglaublich viel und dichtes Fell hat.

    Wenn es jemand freundlich sagt, dann finde ich es gut. Schließlich könnte es ja sein, dass ich es wirklich nicht bemerkt habe und er will meinem Hund ja nichts böses.

    Sagt mir allerdings jemand, von dem ich weiß, dass sein eigenes Tier krank ist und derjenige dagegen nichts macht, weil es zu viel kostet, dass mein Hund zu fett sei, dann geb ich nichts drauf und ärgere mich tatsächlich ... obwohl es blöd ist.

    Vergleicht jemand meinen Hund mit einem Windhund, dann finde ich es auch idiotisch (von einem Barsoi-Besitzer bekam mein Hund mal zu hören: "Du wärst auch gern so schön schlank, nicht."). Außerdem hab ich es lieber, wenn man mich anspricht und nicht den Hund fragt, ob er zu viel genascht habe.

    Fazit: Prinzipiell finde ich es gut, aber nicht jeder darf es mir total unverblümt oder gar unfreundlich sagen.

    Kann man das belegen? Mit Zeugen?

    Denn wenn das so abgelaufen ist, dann hat der Große in meinen Augen einen Sockenschuss weg. Da war ja keine Jagdsituation oder Ähnliches im Gange.

    Der Große kann ja jederzeit wieder auf einen Zwerg treffen. Der braucht einen Maulkorb. Also wenigstens beim Ordnungsamt würde ich da vorstellig werden.

    Einen Vorschlag habe ich bereits gemacht:

    die Hundesteuer dazu nutzen erstmal Freilaufflächen zu schaffen, damit wir uns mit unseren 'Bestien' vom Rest der Bevölkerung fernhalten könne. Das wären einmalige Kosten und der Unterhalt sollte auch aus der Hundesteuer finanzierbar sein ohne dass die Städte hohe Gewinneinbußen hätten.

    Ein solcher Versuch des Viezebürgermeisters unseres Nachbarortes wurde übrigens durch Bürgerprotest niedergeschlagen. Man gestand den Hunden noch nichtmal eine einzige Fläche an einem riesigen See zu. Die wäre eingezäunt gewesen und dadurch hätten alle zufrieden sein können.

    Ob irgendwo Tütenspender stehen, interessiert mich herzlich wenig. Die kaufe ich - mir würde ein normaler Mülleimer reichen und das nicht nur wegen der Tretminen, denn mit Entsorgungssteuer hat die Hundesteuer nix gemein und der menschliche Müll ist mitunter gefährlicher.

    Wünschenswert wäre natürlich ein gesellschaftliches und politisches Umdenken in vielen Bereichen, aber das ist wohl in absehbarer Zukunft nicht zu erwarten. Der Masse als solches geht es noch nicht schlecht genug, um sich 'zu erheben'.

    Zitat

    (...)

    Man würde es sich aber zu einfach machen, das Problem nur beim Gesetzgeber zu sehen, auch wenn es für den Einzelnen manchmal ungerecht und nicht nachvollziehbar ist....

    Dafür ist der Gesetzgeber aber nunmal da und er regelt den Freilauf im Tierschutzgesetz. Wenn hier nun Verordnungen erlassen werden, die mit dem Gesetz kollidieren, dann sehe ich da schon die Verantwortung beim Erlasser.

    Zumal Kynologen nicht an diesen Verodnungen beteiligt sind. Es scheint eher so: Menschen fühlen sich gestört (vielleicht auch manchmal mit Grund) und wer muss drunter leiden, der Hund. Leinenzwang ist natürlich viel einfacher, als sich mit dem Problem auseinanderzusetzen. Der HH kann ja selbst sehen, wie er das Dilemma löst. Brauch sich den Luxus Hund ja nicht leisten.

    Dabei ist doch das Problem, dass es viel zu viele von uns Zweibeinern gibt. Wir drängen uns auf engstem Raum und dringen immer weiter in die noch verbliebene Natur vor. Die dann auch noch teilen? Gott bewahre.

    Außerdem gilt zu jeder Jahreszeit, dass Hunde nicht jagen dürfen. Wo ist der Beleg, dass durch den Leinenzwang weniger Tiere gerissen werden? Die Zahlen aus der Schweiz belegten das nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es hier anders ist.

    Ich halte mich gern an den Leinenzwang, wenn ich in erreichbarer Nähe annehmbare Hundewiesen habe. Stattdessen muss ich aber jeden Tag mit dem Auto in die Wälder fahren, weil nur dort außerhalb der Brut- und Setzzeit kein Leinenzwang herrscht und dies auch auf den Stadtseiten als Ausweich genannt wird. Eigentlich ja idiotisch - schon wegen der Abgase. In näherer Umgebung gäbe es durchaus ein kleines Wäldchen und auch Wiesen, aber dort sind wir nicht willkommen und wenn wir uns mit Leine dort blicken lassen, werden wir nur allzu oft zur Zielscheibe.

    Vor etwa 4 Wochen wurde einen HH im Wäldchen krankenhausreif geprügelt, Giftköder habe ich schon persönlich eingesammelt und auch Glasscherben und Fallen gab es nicht nur einmal. Von Fahrradfahrern wurden absichtlich meine Hunde angefahren und auch ich schon, ein Jogger provozierte meinen Hund indem er mir mit der Faust ins Gesicht schlug (nicht doll wenigstens).

    Solche Vorkommnisse hängen für mich indirekt auch mit Leinenzwang und Co. zusammen, denn die Städte und Gemeinden + Medien erklären uns immermehr zu einer Gruppe, die nicht erwünscht ist, gefährlich und asozial. Ggleichzeitig wird (auch in den Medien) vertreten, dass es o.k. ist alle rauszuwerfen, die uns in der Gesellschaft stören.

    Und an der Stelle komme ich wieder zum Gesetzgeber zurück. Die Gesetzgebung versagt seit Jahrzehnten und nun finden wir uns (vornehmlich in einer wirtschaftlichen) Situation wieder, die zunehmend Aggressionen und Verzweiflung erzeugt. Das bekommen dann wieder alle zu spüren. Dabei ist mir schon klar, dass auch HH zu den aggressiven und 'falsch handelnden' Menschen gehören. Ich wurde auch schon mittels eines Hundes zur Herausgabe meines Geldes bewegt.

    Wem das jetzt zu weit ausgeholt erscheint, möchte ich darauf hinweisen, dass das menschliche Zusammenleben in all seinen Facetten ein Spiegelbild unserer Gesellschaft ist und als solches Resultat unserer Situation.

    Zitat

    Ich entscheide doch aber auch, ob ich meinen Hund im Park ableine oder eben nicht.

    Den Vergleich mit dem Auto habe ich gemacht, um zu verdeutlichen, wie schnell man eine Ordnungswidrigkeit begehen kann...

    liebe Grüße

    Und welche Entscheidungsfreiheit habe ich da? Wohlgemerkt in Gebieten, in denen es keine oder viel zu wenige Freilaufflächen gibt.