Beiträge von Nocte

    den finde ich um einiges zu dünn auf dem Bild von oben

    Zitat

    Was mich an der Sendung wahnsinnig gestört hat, war das jede zweite Wort, das in den Dibo-Parts fiel, das Wort Kampfhund war. Gerade bei einer Sendung wie "der Hundeprofi" finde ich das mehr als unpassend. Das ging mir richtig auf den Zeiger.


    Was die "Prinzessin" anbelangt scheint sie direkt um die Ecke zu wohnen ist mir aber noch nie begegnet. :lol: Die haben aber auch alle Klischees bedient. Was ich nicht gerallt habe: Wenn der Hund doch nicht hört, warum läßt man ihn ohne Leine laufen? :???:

    So extrem ist mir das nicht aufgefallen, nur dass sie am Anfang gesagt haben, er müsse einen MK tragen, weil er noch keinen Wesenstest hat, dann aber nicht mehr erwähnt haben, ob er ihn jetzt hat, als er ohne MK laufen durfte.

    Die möglichen Antworten treffen es zwar nicht zu 100%, aber ich habe trotzdem das erste angekreuzt.

    Ich habe meine Luna nicht ausgesucht, bin ungeplant zu ihr gekommen und hatte am Anfang 'kaum' Ansprüche. Eigentlich gar keine - ich habe ihre Macken hingenommen und mich damit abgefunden, sie bis ans Ende unseres Weges irgendwie managen zu müssen, ohne dass jemand zu Schaden kommt. Wir haben aber dran gearbeitet und sie ist heute für mich der beste Hund der Erde. Wir haben Quantensprünge gemacht und können uns gemeinsam an Dingen erfreuen, die am Anfang unmöglich schienen. Sie ist toll und unbeschreiblich, auch wenn viele (selbst mein Mann) das anders sehen. Für mich jedoch ist sie perfekt. Ich würde jederzeit wieder einen Hund haben wollen, der ganz genauso ist.

    Eine andere Sache sind ihre gesundheitlichen Baustellen: HD, EPI, Allergien, schlechtes Sehvermögen ... - darauf könnte ich gern verzichten und würde nie einen Hund kaufen, bei dem nicht züchterisch darauf hingewirkt wurde, dass er gesund ist. Ein Tierschutzhund dürfte aber trotzdem kommen, sofern finanzierbar.


    Lena gehört zu einer Rasse, die ich persönlich nie wollte und mir sicherlich auch weiterhin nie geplant anschaffen würde. Wir haben sie 'mitgenommen' weil Luna sie wollte und das in der damaligen Situation das Beste war. Sie ist rassetypisch mit Jagdtrieb gesegnet, hat ein eher lautes Spielverhalten ... die ist einfach durch und durch Terrier. Trotzdem finde ich auch sie perfekt. Dem Wesen nach ist sie ein aufgeschlossener, pfiffiger, agiler und frecher Hund. Sie passt perfekt zu uns. Mit ihren Baustellen kann ich leben (auch daran arbeiten wir natürlich). Dennoch ist es einfach nicht 'meine Rasse'. Von daher würde ich wohl nie einen PRT beim Züchter kaufen, aber vom Tierschutz jederzeit wieder einen nehmen.

    Shadow ist einfach noch zu klein, als dass ich mich trauen würde zu sagen, er ist genau wie ich ihn wollte oder eben nicht. Momentan, nach 1,5 Monaten bei uns, kann ich sagen, dass er anders ist, als er sich vor seinem Einzug präsentiert hat. Er ist frech, super selbstbewusst, schlau und rundum toll, aber er steht mit seiner Entwicklung noch so weit am Anfang, dass ja noch so ziemlich alles kommen kann. Von daher warte ich es mal ab. Sicher sagen kann ich aber, er ist mein Seelenhund. Anders, aber nicht weniger als Luna und von daher schätze ich, dass ich ihn auch dann toll finden würde, wenn er eine wandelnde Katastrophe werden würde. Wird er aber nicht :D

    Zitat

    Ich sehe das so:

    Menschen die einen Knall haben haben den meistens weil in der Kindheit was schief gelaufen ist. Die Kindheit unserer Hunde haben aber widerum wir in der Hand. Also bin ich der Meinung dass ein Hund, der von Welpenalter an beim selben Halter ist keinen Knall haben sollte, bzw. wenn er einen hat der Halter schuld ist.

    Secondhandhunde nehme ich da ganz klar raus, da sind die Vorbesitzer schuld.


    Ich bin aber auch manchmal irritiert wenn ich lese dass manche User monatelang an einer bestimmten "Baustelle" arbeiten. Mein Hund muss einigermaßen "funktionieren". Größere Baustellen die sich über Monate hinziehen (z.B. nicht abrufebare Hunde, Leinenaggression etc.) fände ich nicht akzeptabel. Ich mach dann lieber mal ne Hardcorelösung und hab das Problemchen innerhalb von ein paar Tagen behoben.

    Das halte ich für eine gewagte These. Nicht jedes Hund-Halter-Gespann passt optimal zusammen und dass auch dann nicht, wenn der Halter keine größeren Fehler macht.

    Manchen Rassehunden wird nachgesagt, dass bestimmte charakterliche Mängel in der Linie liegen und tatsächlich habe ich auch schon solche Hunde getroffen. (Besonders schlimm, wenn der züchterische Misserfolg den ganzen Wurf betrifft). Deren Probleme waren zumeist nicht behebbar, nur handhabbar.

    Das mag mitunter nicht erkennbar sein, wenn der Hund mit 8 Wochen zum Halter kommt.

    Ganz zu schweigen von den Hunden, denen die eigene Abstammung im Weg steht, z.B. (Mischlinge von) Hütehundrassen, die u.U. durchaus Hüteverhalten an den Tag legen, aber nicht die Fähigkeit haben, es 'richtig' zu tun.

    Ebenso kann nicht jeder Halter dem Hund die Umwelt bieten, die er vielleicht braucht und kein Halter ist vor rücksichtlosen Mitmenschen gefasst. Unsere ältere Hündin hat einen Knall davongetragen, als wir von einer Horde Schulkinder mit Fahrrädern umringt wurden und diese klingelten und die Hunde anbellten. Die Lehrer entschuldigten sich zwar bei uns, aber der Minihund fand es nicht komisch, wurde auch angefahren und hat seither Probleme mit Fahrrädern. Wir arbeiten dagegen an, mal mit gutem Erfolg, mal mit geringerem.

    Daneben gibt es Hunde mit Behinderungen, die mitunter nicht einfach zu erkennen sind. Meine eine Hündin hat eine eingeschränkte Sehfähigkeit. Das fällt im Alltag nicht groß auf, aber in bestimmten Situationen führt es einfach zu merkwürdigem Verhalten.

    Und nicht zuletzt gibt es Hunde, deren geistige Möglichkeiten tatsächlich etwas begrenzter sind, als die anderer Hunde.


    Zur Frage, ob man mit Macken leben kann. Ich denke schon. Es ist eben die Frage, wie hoch der Leidensdruck ist. Ich kann durchaus mit der ein oder anderen Macke leben, wenn ich nicht in Situation komme, dass sie zu einem Problem für meine Umwelt, den Hund oder mich wird. Meine Hunde betteln, so kamen sie hier an und es stört mich nicht, ganz einfach, weil ich sie auf ihren Platz schicken kann und fertig. Dagegen brauche ich keine Brachiallösungen.

    Zumal ich die These kurz und schmerzlos ebenfalls für überholt halte. Die Lerntheorie zeigt es auch bei Hunden - kurzfristiger Erfolg, aber selten eine dauerhafte Lösung. Sonst würden Hunde auch durch den Leinenruck besserer Verhaltensweisen belehrt und trotzdem ziehen viele 'geruckte' Hunde wie blöd an der Leine, wollen Artgenossen an derselben schier zerlegen und und und

    Man sieht doch auch z.B., dass an einer unnormal hohen Aggression vieler Hunde nicht gearbeitet wird. Sie leben als Einzelhunde und sonst geht man ihnen aus dem Weg.


    Edit: das mag bei deinem Hund funktionieren, Biomais, aber ich kenne Kandidaten, die das bei bester Sozialisierung und guter Bindung ziemlich kalt lassen würde. - die es wahrscheinlich nicht mal bemerken würden in ihrer Rage.

    Inwiefern kein Vertrauen?

    Kannst du es evtl. aufbauen, indem Du Situationen, in denen Du ihm gerade noch vertraust, nutzt, um es bestätigt zu sehen und dann irgendwann in kleinen Schritten steigern.

    Nun gut, was legst Du dir auch neues Inventar während der Junghundzeit zu :p

    Luna war damals so gnädig, ihre Matratze und nicht meine fachgerecht zu filetieren.

    Shadow hat heute große Kreativität und noch größeres Geschick bei der Umdekoration unserer Wohnung bewiesen. Er hat höchst kunstfertig eine Rolle Klopapier ihres Papiers beraubt und selbiges in schönen Schnörkeln um, unter und auf unseren Möbeln verteilt. Die Rolle war frisch aufgehangen worden und es ist Shadow trozt einiger wegelagernder Möbelstücke gelungen, das Papier 'abzurollen'. Es hing also noch an der Rolle. :D

    Luna hat mir mal (allerdings nicht ob jugendlicher Zerstörungswut, sondern jugendlicher Paddeligkeit) einen Tisch zerschlagen. Sie hat ihren Pferdeschenkel (ein Trümmer von Knochen!) darauf fallen lassen. Seither gibt es kleinere Knochen in unserem Haushalt ... und stabilere Tische.

    schnauzermädel: sollten wir im selben Club sein?

    Sag mal Biomais, gibt es denn in deiner Nähe keine Ortsgruppe des PSK, bei der Du dir mal ein paar Pinscher anschauen könntest? Die, die ich kenne, sind keine so einfachen Hunde. Irgendwer meinte mal, die ersten Jahre sind die Hölle, danach hat man sich dran gewöhnt.

    Es gibt sicher viele Rassen, von denen ich persönlich eher sagen würde, dass sie anstrengend sind, aber als pillepalle hab ich noch keinen Pinscher erlebt und traue denen, die ich kenne, in Kombi mit einem Beagle durchaus Katastrophenpotential zu. Und das sagt jemand, der auch einen Solitärjäger daheim hat.

    Über Sinn und Unsinn mag ich hier diskutieren. Ich kann dazu nur sagen, dass mein Terrier, der auch einen gehörigen Jagdtrieb hat (und durchaus mit Erfolg), die Reizangel einen riesen Spaß macht. Wegen der Gelenke machen wir es bei weitem nicht täglich. Die Reizangel hat ihren Jagdtrieb nicht verschlimmert. Aufmerksamkeit meinerseits, gute Auslastung + Bindung, und der viel besungene Rundumblick und auch Alternativen, sind das, was sie vom Jagen abhalten kann. Ich nehm die Angel gern, weil sie so einen Spaß dabei hat und wirklich mitdenken kann.