Beiträge von Nocte

    Die Pfotenhilfe sollte Unterlagen haben oder deren Tierarzt. Irgendjemand wird den Hund gechippt haben und eine Eingangsuntersuchung gemacht. Das würde ich versuchen. Sie sollten schließlich auch am Verbleib der Hündin interessiert sein - schon wegen des eigenen guten Namens. Falls die Hündin zurück an Gesa ging, dann könnte der derzeit zuständige Amtsvet was wissen, aber ob die momentan einen Kopf oder gar Zeit für sowas haben :???:

    Tasso mag dir nicht die Besitzer nennen, aber den Wohnort nennen sie manchmal.

    Je nachdem, wie wichtig dir die Sache ist, kannst Du aber auch einen Schuss ins Blaue wagen und eine Anzeige mit dem Bild der Hündin in den kölner Lokalzeitungen veröffentlichen lassen. Vielleicht sehen es die Besitzer und lassen dich wenigstens wissen, dass es ihr gut geht.

    Hab mal das Foto weitergeleitet.

    Hast Du schon im Aussie-Forum oder Gesas Forum, dem Countrydog-Forum, geschaut? Dort stehen auch Kontaktdaten.

    Ich fürchte, dass Du dir nicht zu viel Hoffnung machen solltest - im Moment wird es schwer sein über einzelne Hunde was zu erfahren. Wenn Du die Chip-Nummer der Hündin hast, wende dich direkt an Tasso, so kannst Du zumindest den Wohnort erfahren. Gegebenenfalls bringt auch ein Anruf in den örtlichen Hundeschulen was (sind eine Menge, ich weiß und es gleicht einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen, aber ich weiß aus eigener bitterer Erfahrung, dass es glücken kann).

    Kannst Du den Namen der Hündin nennen?

    edit: kann man anhand des Links darauf schließen, dass die Hündin Gibsy heißt?

    Zitat

    Hi,
    nein Probe wurde nicht genommen. Wir sind jetzt ja schon in der zweiten Woche der Behandlung. In der ersten Woche hat sie noch Schmerzmittel bekommen. Mit Futter und Leckeries brauche ich gar nicht zu kommen!

    Irgendwie muss mal ihr doch helfen können?

    Cooli

    Ach ja, an Zeiten, zu denen meine mich noch nicht an sich ranließ erinnere ich mich auch noch.

    Wenn Du irgendwo Binden in der Hausapotheke hast (also das Zeug auf Rollen, nicht die für Frauen), dann kannst Du eine Maulschlaufe improvisieren. Im Internet gibt es dazu Anleitungen, das ist nicht schwer. Seid ihr zu zweit könnt ihr wenigstens ohne um die eigenen Finger zu fürchten vorgehen. So ein Retrieverlein ist ja nun nicht so winzig und kann Kräfte entwickeln... Einer hält den Kopf hoch, also Schnauze nach oben, und der zweite träufelt mit der Tropfflasche ein. Sofern noch irgendwie machbar, den Gehörgang massieren - er ist von außen normalerweise gut zu fühlen. Den Rest erledigt der Hund durchs rausschütteln.

    Hinterher nimmt sie vielleicht ein Leckerchen ... wenn sie nicht beleidigt ist ;)

    Nur Mut, das wird schon.


    (Falls du allein bist, dann den Hund absitzen lassen und mit dem Rücken zu dir zwischen deinen Beinen 'parken', Schauze nach oben und - auch wenn es fummelig ist - mit der zweiten Hand die 'Löffel' beiseite und das Medikament einträufeln. Keine Sorge, Du kannst nichts kaputt machen, liegt alles recht weit innen)

    Zitat

    mit Co-ownerschaft ist das nach deutschem recht so eine sache, sowas gibt es in der form eigentlich nicht.

    ergo nein du bist nicht verpflichtet deinen hund zum decken zu überlassen.

    das Recht ist natürlich die eine Sache, aber der Züchterin - so sie denn an einen Verband angeschlossen ist - nützt es ja nichts, wenn die Welpen keine Papiere erhalten, weil man sich nicht einig war

    Abartig, leider ist man in der Situation als HH oft so überfahren, dass man nicht direkt reagiert. Auch Du warst ja scheinbar so geschockt, dass Du nicht eingegriffen hast.

    Nie wieder dort hingehen, würde ich sagen und des Weiteren vielen HH davon erzählen. Vielleicht gerät die Dame mal an den 'richtigen' Hund - täte mir sicher nicht leid.

    Gammur: wenn Du jemals nach Amerika fliegst, um deinen Outcross abzuholen, dann will ich mit!

    Ich finde Outcross-Verpaarungen bei einer Rasse wie dem Aussie innerhalb Deutschlands wichtig und nötig, gerade weil in einigien Linien starke Linienzucht betrieben wurde und eben bestimmte Hunde unverhältnismäßig oft eingesetzt wurden/werden.

    Es sind kaum noch Linien da, bei denen es nie Epi-Fälle gab, es gibt andere Krankheiten (wie Zucker), die keiner auf dem Schirm hat, weil sie nur innerhalb der Szene und auch da nur unter der Hand, diskutiert werden. Es gibt die allgegenwärtige Tendenz zum Mini, die in der Abartigkeit - und ja ich meine das so hart - Toy-Aussie mündet. Im großen und ganzen bietet die Aussie-Zucht den gleichen Klüngel und Schwachsinn, wie alle anderen Zuchten auch.

    Ich stehe scheints mit der Meinung nahezu allein, aber ich möchte nochmal ganz deutlich darauf hinweisen, dass ich Mischlinien nur für bedingt sinnvoll halte. Sie haben alle den gleichen Ursprung und nur weil Conformation in der Linie steckt, heißt es nicht, dass der Hund kein Hüteverhalten zeigt. Das ist ein weit verbreiteter Trugschluss, dass die dann 'ja nicht hüten müssen'.

    Seien wir ehrlich: Hüten MUSS kein Hund - letztlich sind sie alle anders auszulasten. Wie sehr die Meinung des Halters und des Hundes über das Wie dann auseinandergehen ist eine andere Frage :hust: .

    Wenn man ehrlich ist, gibt es selten die Variante, Arbeitslinie + Showlinie = gemäßigtes Hüteverhalten.

    Rein persönlich stelle ich fest - und korrigiert mich bitte, falls der Eindruck täuscht - dass wesentlich mehr Aussies aus Showlinien oder Mischverpaarungen oder gar vom Hinterhofzüchter :hust: im Tierschutz auftauchen, als arbeitsliniengezogene Hunde. Ich kenne derzeit zwei, von denen der eine keinerlei problematisches Verhalten zeigt, 'nur' nicht allein sein kann.

    Dank der Entwicklung, die wir mit unserer Gesellschaft genommen haben, stehen wir HH heute an ihrem Rand und umso 'schwieriger' der Hund, umso kürzer der Weg vom Rand zum Abgrund.

    Da wir an allen Ecken gegängelt werden und sich parallel die gesellschaftliche Haltung ausgeprägt hat, dass es o.k. alle rauszuschmeißen, die einem nicht passen, sind wir HH heute schon fast fanatisch verbissend darum bemüht nur nie aufzufallen. Ich gebe zu, auch ich kann mich davon nicht frei machen. Dennoch ziehe ich den Aussie als Rasse MIT Ecken und Kanten, Trieb, Power und ja, auch Potential seinen Halter zur Verzweiflung zu treiben dem Aussie vor, der nur eine schöne Hülle seiner einstigen Rasse wird.

    Die einzelnen Hunde sind sicherlich lieb, nett, für ihre Besitzer DER Hund und einfach super, aber vom Standpunkt 'Wo steckt da noch der Aussie?' aus, für mich doch eher unspannend. Ich habe sogar manchmal den Eindruck, dass wir alle Rassen im Kern so weit verstümmeln, dass sie als ewige gut gelaunte, dauerfreundliche, kuschelnde Kindsköpfe durch ihr Leben gehen.

    Gammur: ich würde so einen Hund kaufen :D

    Zitat

    du springst jetzt aber von einem extrem ins andere ;)

    ein aussie wie er früher wertgeschätzt wurde kannst du in keiner deutschen stadt halten... das ist einfach so... schau dir mal die wenigen wirklichen arbeitszüchter an in dtl... ich wöllte dort keinen hund von, einfach weil das nicht meinen möglichkeiten entspricht.

    der mittelweg eines moderaten charakteres mit moderaten schutztrieb und ausgeprägtem Führerbezug...

    arbeitswillen zähl ich da nicht zu, den ein guter arbeitshund zeichnet sich mMn dannach aus, dass er 100% zur verfügung steht wenn man ihn brauch und sonst ruhe gibt.

    Kaum ein Arbeitshund, wie er früher wertgeschätzt wurde, könnte in unserer heutigen Umwelt Gebrauch finden. Die Eigenschaften hätten in unserer von Menschen, Egoismus, Lärm, Enge etc. geprägten Zivilisations-Welt einfach nur Katastrophenpotential.

    Doch wie wir Menschen nunmal so sind, helfen wir nach und passen das Zuchtziel an. Dabei, genau wie in der Sprache, gibt es immer Anhänger der 'älteren' und Anhänger der 'jüngeren' Sorte Hund. Auch am Aussie ja deutlich zu sehen.

    Ich persönlich hege den Verdacht, dass in den meisten von uns Zweibeinern der Wunsch nach einer bestimmten Rasse sich zuerst aus der Optik derselben ableitet und im Idealfall dann auch ein Verständnis, sowie Gefallen der Eigenschaften einställt, im schlimmeren Fall die Hoffnung bestehen muss, dass es geeignete Trainer gibt...


    Tja, das ist ja das Problem mit den Standarts. An irgendwas muss man sie fest machen. Wie soll man eine Rasse nach außen abgrenzen, wenn nicht durch die Optik. Die selbe Art zu arbeiten hat ja nunmahl nicht jeder Hund derselben Rasse (und das ist mitunter) gut so.

    Wo man den Strich ziehen soll, vermag ich nicht zu sagen, weil es leichter ist ein bestimmtes Kriterium zu kritisieren, als sie alle festzulegen und deren Sinn oder Unsinn.

    Der ASCA-Standart wurde festgelegt, noch bevor es die heutigen Möglichkeiten zur Untersuchung vieler Krankheiten gab. Schon allein daraus leitet sich ab, dass in erster Linie die Optik entscheiden musste.

    Dem einzelnen Farmer ist ja doch eher egal, ob sein Hund dem optischen Standart entspricht - er braucht den Hund mit der besten Arbeitsleistung. Doch haben unterschiedliche Viehhalter unterschiedliche Ansprüche an die Arbeitsleistung des Hundes, also macht ein reines Selektieren auf Arbeitsleistung auch wieder keinen Sinn. Was soll der Rinderzüchter mit einem weichen Hund, der nicht gut am Rind arbeitet und andersrum jemand mit Enten mit einem Hund, der zu viel Druck macht?

    Die Arbeitsleistung kann ich zudem beim Aussie ja erst nach Jaahhhhhhren überprüfen. Und in der Zwischenzeit? Aussie auf Probe? Kommen wir wieder bei der Optik raus.

    Eins fände ich aber schön, nämlich auch die nachträgliche Änderung des Standarts, wenn sich Annahmen als unsinnig erweisen - wie ja z.B. beim Kupieren. Die Stehohren sind für mich ohnehin immer etwas problematisch, weil man sie bei fast allen Stehorträgern kaschieren kann - durch Kleben. Dem Hund ist mitunter (und das nicht so selten) gar nicht mehr anzusehen, dass er Stehohren weitergibt. Da dieses spezielle optische Merkmal aber keinerlei Beeinträchtigung beim Arbeiten bedeutet, finde ich es reichlich sinnlos, es in der Zucht zu verankern.


    P.S. Ich halt Kaffee vor.