Beiträge von Nocte

    Im Affekt rutschen einem solche Sätze raus und "bescheuert" ist unter den Jugendlichen, die ich täglich erlebe, an allen Schulformen eher eine nette "Anmache". Da fallen andere Begriffe. Wenn das Kind so klein war, wie Gammur vermutet, hat es vermutlich den Wortlaut ohnehin noch nicht begriffen und da sind wir wieder an dem Punkt - in einer solchen Ausnahmesituation neigt man nicht zu einer Begriffswahl, die man sonst an den Tag legt. Ich denke, man kann einem Teenager mit zarten 17 Jahren nicht ernsthaft dafür böse sich, wenn er ein Kleinkind, dass grad auf den Hund haut, mit "bist du bescheuert" anfährt.

    Den Erziehungsauftrag als Gemeinschaft, mögen wir alle haben, aber die Individuen in unserer Gesellschaft wird immer egozentrierter (und das auch messbar). Erdreistet man sich in unseren öffentlichen Verkehrsmitteln, ein Kind höflich darum zu bitten, den Müll aufzuheben, den es grad auf den Boden geworfen hat, springt einem hier entweder das Kind oder dessen Mutter an den Hals. So einfach ist es nicht, dem allgemeinen Erziehungsauftrag nahe zu kommen.

    Zitat

    Wenn Teenager sich schon nicht unter Kontrolle haben, wie kann man diese Kontrolle dann von einem Kleinkind verlangen? Und mit 17 ist man nunmal fast erwachsen und ich denke da kann man eine gewisse soziale Kompetenz durchaus an den Tag legen!!

    Lg
    Gammur

    Ich finde, das ist etwas zu viel verlangt in einer Situation, in der sie unter Druck steht und dann der geliebte Hund geschlagen wird - da haben sich schon Erwachsene nicht im Griff. Auch das Kleinkind wird es überleben und evtl. lernt ja die Mutter, demnächst auf ihr Kind aufzupassen.

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    Sorry, aber wenn das Kind noch im Kinderwagen sass, dann kann es hoechstens 3 Jahre alt gewesen sein, eher juenger. Ein so junges Kind, weiss nicht immer warum es etwas tut und kann sich auch nicht immer kontrollieren.
    Vielleicht wusste das Kind einfach nicht, wie man sich einem Hund gegenueber benimmt. Ganz ehrlich, ein Kleinkind so anzufahren wie du es getan hast, ist wirklich absolut nicht ok.

    Ja, die Mutter haette ihrem Kind klar machen muessen, dass man Hunde nicht schlaegt, aber ein 2-3 jaehriges Kind macht auch manchmal unerwartete Dinge, einfach so und Absicht steht da meist nicht dahinter, weil das Gehirn eines so jungen Kindes, Recht und Unrecht z.B. noch gar nicht verstehen kann.

    Und bitte, kein kleines Kind ist bescheuert, oder sollte so genannt werden.
    Und natuerlich ist es nicht ok, einen Hund zu schlagen, aber das muss, soll und kann man einem Kind in dem Alter anfangen zu erklaeren und ihm somit helfen etwas zu lernen.

    Toll, dass deine beiden Hunde so ihre Leistung abgerufen haben.

    LG
    Gammur

    Dass einem Teenager in der Situation sowas raus rutscht, ist aber auch absolut verständlich!

    Solche Threads versetzen mich immer wieder in Erstaunen. Wieso habt ihr mit einem solchen Verhalten nicht gerechnet? Hat euch die vermittelnde Orga nichts dazu gesagt? Habt ihr einen Ansprechpartner, der damit umgehen kann?

    Noch als zusätzlichen Ratschlag. Hunde aus der spanischen Tötung neigen nicht selten dazu, durchzubrennen, also sichert den Hund unbedingt doppelt (ausbruchssicheres Geschirr und Halsband) und falls ihr einen Garten habt, sollte der nicht nur auf 1,50m hoch eingezäunt sein.

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    Ich kenne "leider" nur diese Hunde. HAlte aber generell nix davon etwas kleiner züchten zu wollen. :)

    Ich finde "kleiner" in bestimmten Grenzen noch akzeptabel. Wenn jemandem die kleineren Vertreter der Rasse besser gefallen, dann wird er sicher auch Anpaarungen vornehmen, bei denen Hunde dieses Typs verpaart werden. Das wird nicht mal bewusst statt finden. Ein bewusstes Kleinzüchten finde ich dann in Ordnung, wenn vorher ein bewusstes Großzüchten voraus ging und man wieder zum vorher normalen Typus möchte oder auch, wenn die Größe selbst für gesundheitliche Nachteile sorgt.

    Das Exemplar Flugente ist mir ja schon fast sympatisch :-) Meinst du mit Flugente eine Warzenente? Ich frag, weil in unserer Region die Hochbrutflugenten als Flugenten bezeichnet werden, wo ich momentan lebe, aber die Warzenenten. Wir haben 2 Warzenenten beim Hüten mit laufen gehabt. Die sind schön gelaufen, aber langsam und entsprechend verlieren die schnell den Anschluss an die Truppe - nun haben sie Hüteverschonung, wenn es nicht ums bloße Eintreiben geht.

    Nochmal zu den Minis. Was ihr über eure Minis schreibt, ist das was ich meinte - die Minizucht ging eigentlich aus der Standardzucht mit kleineren Exemplaren hervor und dementsprechend sollte der Unterschied nicht groß sein. Shadows Geschwister sind zum Beispiel alle kleiner als er und mit 46,5 cm Rückenhöhe ist der Unterschied zum (eigentlichen) Mini marginal.

    Scheinbar geht es aber manchen Züchtern eher um das schnelle Kleinzüchten, als die "inneren Werte" und die typische Erscheinungsform der Rasse. Auch die Minis werden immer öfter mit Hunden verpaart, die mit absoluter Sicherheit nicht nur klein gezüchtete Aussies sind.

    Persönlich verstehe ich jedes Streben nach Extremen nicht. Ein Mini (also nicht der Toy) ist für mich noch kein Extrem, aber mir erschließt sich auch da nicht, warum eine Extra-Kategorie her musste. Ich kann auch mit kleinen Exemplaren meinem Zuchtziel folgen, wenn ich kleinere Hunde schöner oder praktischer finde. Gibt es eine Unterteilung, dann habe ich aber nicht das Problem, dass ich den Genpool auf weniger Tiere beschränke und kann auch andere - in meinen Augen wichtigere - Ziele mit verfolgen.

    Zitat

    Unabhängig von eurer Wattebauschkommunikation oder whatever...

    Süßes Tierchen!
    Gibt es in deiner Umgebung vielleicht sowas wie eine "Wühlmauskollonie"?
    Kann mir gut vorstellen das es auch für solche Tierchen die u.U. nicht ausgewildert werden können eine Art Auffangstation gibt... wenn ich wüsste wo du wohnst würde ich selber google bemühen :D

    Verfolge den Thread auf jeden Fall interessiert weiter! :)

    Liebe Grüße an Panama (und dich natürlich ;))

    Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wenn es eine Wühle ist, dann gehört Panama zu keiner bedrohten Art, keiner exotischen Art und keiner Art, die Menschen normalerweise gern zu sich ins Haus holen. Wozu sollte da jemand eine Auffangstation mit Wühlmausgehege betreiben?

    Im Regelfall werden die als Schädlinge bekämpft ... oder wenigstens ein Status Quo aufrecht erhalten. Ich schicke Panama gern noch "meine" Exemplare.

    Es gibt viele Gründe, aus denen man einen Hund abgeben will oder manchmal auch muss. Was der eine nachvollziehen kann, findet der andere ganz furchtbar. Ich würde z.B. einen Hund abgeben, wenn er sich nicht mit den anderen im Haushalt versteht und ernsthafte Gefahr bestünde, dass die sich angehen. Auch kann ich verstehen, dass man einen gefährlichen Hund nicht im Haus haben will oder einen, dem man körperlich nicht gewachsen ist. Daneben gibt es noch alle möglichen Konstellationen, die eine Abgabe nahe legen.

    Was mich aber stört, ist diese Einstellung:

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    Nein, da muss man sich nicht schämen. Hundehaltung ist bei manchen eine Passion, bei den meisten ein geliebtes Hobby. Und ein Hobby soll in erster Linie Spaß bringen. (...)


    Ich unterstelle mal, dass dieser Satz nicht so gemeint ist, wie er bei mir ankommt. Zumindest hoffe ich das.

    Einen Hund als Hobby zu bezeichnen, lässt mich schlucken. Die Haltung ja und alles, was man mit dem Hund machen will, aber das Tier selbst ist ein Lebewesen. Lebewesen haben Bedürfnisse und wenn ich mir ein Lebewesen ins Haus hole, das von mir abhängig ist, dann bin ich dafür verantwortlich, dass die Bedürfnisse des Tieres in einem gesunden Rahmen erfüllt werden.

    Da Lebewesen unberechenbar sind, muss ich ich vor der Aufnahme der Haltung mit dem Gedanken auseinander setzen, dass der Hund nicht so ist, wie ich mir das erträume und dass er dann vielleicht Arbeit macht, die ich mir nicht machen wollte.

    Es gibt natürlich bei allem eine Grenze und ab einem gewissen Punkt haben weder Hund, noch Halter was von der "Wohngemeinschaft", aber trotzdem stört mich der Vergleich, weil er klingt, als stünde immer der Mensch im Mittelpunkt und das müsse auch so sein. Das eigene Ego hat Vorrang und was im Leben nicht passt, wird ausgetauscht. Ich finde diese Einstellung sehr schwierig, wann immer man mit Lebewesen zu tun hat und bei einem Hund hat man die Wahl, ob man zu der Haltung mit Höhen und Tiefen ja sagen kann.

    Auch im Eingangspost klingt das für mich durch. Diesen Hund abzuschaffen, weil es mit einem anderen so viel einfacher sein könnte, finde ich eine schräge Idee, denn auch ein neuer Hund könnte völlig anders "funktionieren" als erwartet.


    Aber gut, solche Gedanken können auch davon zeugen, dass die Rasse falsch gewählt wurde, der Hund ohne sich über dessen Baustellen im Klaren zu sein, ins Haus kam oder man das Tier vorab schlicht falsch eingeschätzt hat.

    Um es nochmal klar zu sagen: ich kann verstehen, warum man einen Hund abgibt und es gibt viele gute Gründe dafür. Aber bei jeder Abgabe wünsche ich mir, dass sich die Leute ernsthaft damit auseinander setzen, warum das Tier geht und wo die eigenen Schwächen liegen - jedenfalls, wenn die Haltung eines Hundes auch in Zukunft erwogen wird.

    Zitat

    Die meisten Minis die ich kenne sind schreckhafte kleine Wesen mit glubsch Augen..

    Gesendet von meinem GT-I9300 mit Tapatalk 2

    Auch wenn bei dem Hund aus dem Link Mini-Aussie stand, sind die Minis ja eigentlich die kleinere Version des Standard-Aussie. Sie kommen klein und groß vor, da sie ja (theoretisch) die gesamte Bandbreite der Größe im Erbmaterial tragen. Die Version mit den Glubschaugen und ich wag mal zu behaupten, die, sie so aussehen, wie der in dem Link waren ja eigentlich die Toy-Aussies und obwohl die angeblich ja auch nie mit anderen Rassen gemischt wurden, ist doch recht klar, woher die ihre Größe und Optik haben. Leider werden nun auch schon Minis und Toys gemischt. Aber da bei den Minis schon selten drauf geachtet wird, ob die noch Hüteeigenschaften haben, macht es das Kraut vielleicht nicht mehr fett.

    Zu den Ouessantschafen: Meine machen mich :ugly:

    Zitat

    Das mit den Quessantschafen wollte ich auch gerade schon sagen.

    Aber ob die so eine Witzfigur ernst nehmen würden... Ich bezweifel das.

    Es ist wirklich schrecklich, was die angeblich schlausten Lebewesen auf Erden so mit ihren "Untertanen" anstellen... Hauptsache es ist "niedlich".... Ob das so ein Zeichen von Intelligenz ist... ich weiß es nicht.

    (nein. ich finde das alles andere als niedlich. Darum die "")

    Ich kann dir sagen, dass die kleinen Flitzpiepen auch einen großen Hund nur ernst nehmen, wenn der absolut den Plan hat. Die erkennen jede Lücke "in der Deckung" und sind ratteschnell, springen können sie auch und sie sind nicht unbedingt für ihre Kooperativität bekannt, wenn es um die Hütearbeit geht.

    Edit: die Schafe haben ja keine Vorstellung davon, dass das vor ihnen etwas anderes ist, als "nur" ein Hund. Wenn der Hund trotz der Mischung, arbeiten kann, dann nehmen die den ernst. Es gibt ja auch kleine, hütende Rassen. Ich hab schon Shelties an Rindern gesehen.