Den Aufruf, Leute zu beobachten und zu melden, die ihre Hundekacke nicht mitnehmen, finde ich sehr fragwürdig.
Einerseits fände ich es sehr positiv wenn es eine Meldestelle gäbe, bei der man absolut ignorante "Schei*eliegenlasser" melden kann. Andrerseits finde ich das Risiko eines Mißbrauchs viel zu hoch! Da muss der Nachbar nur den Hund nicht leiden können, schon ist man der Ar***. Und obendrauf dann noch Bares zur Belohnung... 
Das man die Hinterlassenschaften seines Hundes eingetütet mitnimmt, halte ich jedoch für selbstverständlich. Ich bin wirklich viel umgezogen, habe in vielen Städten in 3 Ländern Europas gelebt. Überall gab es Kottüten, bei uns hier in Innsbruck, gibt es unheimlich viele Tütchenspender, diese werden regelmäßig durch die Stadtgärtnerei aufgefüllt (da diese auch die entsprechenden Grünflächen pflegt).
In anderen Städten (vor allem in Deutschland) konnte man jederzeit beim Rathaus/Magistrat/Landratsamt, bei der für Hundesteuer zuständigen stelle, gratis entsprechende Tüten abholen.
Im übrigen gilt es bei uns als Feldfrevel, wenn der Hund auf eine landwirtschaftliche Fläche (Felder, Weidewiesen etc.) kackt und man es nicht entfernt. Kostenpunkt bei erwischt werden: zwischen 150€ und 2000€!!
Für Kühe ist der Hundekot giftig, landet ein zermatsches Häufchen im Heu- oder Silageballen, kann man den wegschmeißen.
Ich habe hier teils stark den Eindruck, dass viele null Ahnung von Landwirtschaft haben und welche Verluste ein zugekacktes Feld bedeutet! "da läuft ja eh nie einer lang"... Es geht nicht nur ums reintreten, da hängt auch im freien Feld ne ganze Branche dran!
Zu diesem leidigen "aber Katzen und Pferde und Füchse usw.usf., dürfen das ja auch...Menschen werfen achtlos Flaschen, Mäckes Papiere etc. ins Feld/auf den Weg"
Bei Pferden muss vorweg gesagt werden: Der Pflanzenfresserkot ist bei weitem nicht so aggressiv und hat -im freien Feld- sogar positive Auswirkungen auf die Bodenqualität. Fiaker allerdings, sind theoretisch sehr wohl verpflichtet, die straßen rein zu halten, es wird nur nicht streng genug durchgesetzt.
Grundsätzlich spielt das aber keine Rolle, die Frage ist vielmehr:
Will man sich mit jenen gleichmachen, die überall ihren Mist liegenlassen? Springt man von der Brücke, weil es die anderen auch tun?
frei nach dem Motto:
"Meine Damen und Herren! Heute sinkt für Sie das Niveau."
Eigentlich müßte man ja meinen, es ist effektiver und klüger, mit gutem Beispiel voran zu gehen, anstatt sich an jenen zu orientieren, die sich gleich oder schlimmer verhalten...
Ich finde das einen bedenklichen Gedankengang und bin froh, dass diese Meinungen hier nur vereinzelt vertreten wird.
lg susanne