Beiträge von Tucker

    Naja, genaugenommen ist fast jeder ne tickende Zeitbombe- das würde ich wirklich bei beinahe jedem Hund unterschreiben- wenn er in unpassenden bis sehr unpassenden Händen landet.
    Hier kommt halt eine Mischung zusammen, die sich nicht grad durch "will to please" auszeichnet, eine alles andere als optimale Geschichte hat und dazu eine erhebliche Größe/Gewicht/Kraft aber keine wirkliche Erziehung.
    Ich hoffe für den Hund, dass er ein passendes zu Hause findet und wirklich drauf geachtet wird, dass die Leute damit klarkommen- ansonsten sehe ich viele traurige Jahre im TH auf den Hund zukommen und das ist für mich keine Alternative in Sinne des "Auslandstierschutz" (wobei dieser Importiererei ohnehin sehr kritisch gegenüberstehe).

    Und wenn ich hier im Forum lese, ja, dann denke ich mir oft, dass wohl der denkbar unpassendste Hund eingezogen ist (manchmal auch, dass besser gar kein Hund eingezogen wäre).

    lg susanne

    Tja Björn, ich würde das so sehen wie du. Ich kenne beide Rassen sehr gut, und bin ziemlich sicher, dass ein Hund aus dieser Verbindung bestimmt kein leichtführiger und unproblematischer Familienbegleithund wird.
    Und einen 4 jährigen Hund würde ich nie als Rohdiamant bezeichnen- dieser Diamant hat mit Sicherheit schon einige Kratzer und Brüche...

    lg Susanne

    Micki, sonst wärst du eben erst nach dem ersten Beitrag geflogen...
    Und ja, ich habe von dieser Plattform bereits gehört und auch mal reingeguckt, allerdings fällt mir da echt nix zu ein außer :zensur: .

    Und die Würde des Dobermanns :roll: ... vielleicht sollten die Leute besser die Finger weg von Hunden lassen und sich nen Porsche kaufen.
    Treff der Profilneurosen (...die leider sehr oft im Hunde- und auch im Pferdebereich zu finden sind).

    lg susanne (die Dobis einfach toll findet)

    Edit: hab jetzt grad mal geguckt, ob es das ist, was ich dachte...und ja, das ist es. Nachdem meine Erinnerungen aufgefrischt sind und ich nun ein bissl geguckt hae- naja, es kiegt wirklich nahe, dass da nicht besonders viele Leute posten, sondern einige wenige unter div. Nicks... insbesondere, der eindeutige schriftl. Akzent spricht Bände :lol: .

    Druckte die "der Hund" vom letzten Monat noch einen Bericht ab, in dem einem das kochen von Knochen :schockiert: nahegelegt wurde, so ist diesmal ein positiver Artikel drin, worin die Autorin von ihren guten Erfahrungen mit Rohfütterung bei ihrem allergischen Schäferhund berichtet.
    Immerhin, so kommt bei "der Hund" auch ne andere Perspektive raus :gut: .

    lg susanne

    Zitat

    Susanne, gehst du ins Hasengatter oder ins Rehgehege mit den Hunden für die "Realsituation"? Ist das nicht tierschutzrelevant? ich habe auch das Problem, dass man die Ablenkung "Wild" nicht schrittweise steigern kann.

    Nach Absprache tue ich das, wenn ich denke, dass der Hund soweit ist. Allerdings spreche ich mich dann mit den zuständigen Leuten ab und trage dafür Sorge, dass eben keine Hetzerei stattfindet etc. die, die Tiere in Aufruhr versetzt. Zunächst ist auch der Hund gesichert, ich arbeite da relativ lange und gezielt drauf hin. Tierschutzrelevant wäre, wenn ich den Hund da einfach reinlaß. Hüten ist auch TS relevant wenn man seinen Hund einfach mal in die Herde sprengen läßt ;) . Aber das ist in meinen augen dann nicht hüten, ebensowenig wie es AJT wäre, wenn ich den Hund einfach in Gehege rasen lasse.
    Und was man sicher vergessen darf: nebenbei auch Antijagdtraining mit Impulskontrolle aber auch "Beuteerfolg" (also Trainingsbeute). Ich denke, ein Hund der diesbezügl. veranlagt ist, muss auch Gelegenheit haben, diesem Trieb kontrolliert folgen zu können, dann wird es auch leichter ihn zu kontrollieren wenn er nicht soll.
    Da macht sicher auch viel die Mischung von: jetzt darfst du und jetzt darfst du nicht.
    Es ist einfach die artgerechte Auslastung für einen Hund mit Jagdtrieb. Viele möchten Obi oder Agi etc. machen- Haltern von Hunden mit viel Jagdtrieb rate ich dazu, vorwiegend die Auslastung über AJT zu machen, mit allem worauf der Hund anspricht, da kann Suchtraining mit Anzeige oder Apport drunterfallen, ebenso wie Reizangeltraining, natürlich Impulskontrolle usw. alles wofür der Hund sich begeistern kann ist gut und sollte man sich aktiv zunutze machen statt zu unterbinde- versteht man noch was ich meine? :???: Ergänzend dann etwas UO mit Distanzkontrolle etc.

    Aber irgendwie driften wir total ins OT, gelle... :D

    lg Susanne

    Jetzt konnt ich nimmer editieren.
    Das was Ännchen schrieb, wollt ich grad anfügen. 60min. am Stück ist zuviel, es geht nie länger als 5min. am Stück, dann kurz lockern oder ruhen und weiter.
    Denn wie Ännchen schrieb, da kann man später die Folgen spüren.
    Aber nur spielen- nee, das kann nicht sein. Der Grat zwischen überdrehtem Knallkopf ranziehen, ausgeglichen leistungsstarken Hund ranziehen/ausgeglichenen Familienhund ist halt ein schmaler.

    lg susanne

    Hi,
    also in meinen Welpenstunden wird auch nicht nur gespielt...ich kenne das auch nicht, dass nur gespielt wird und wundere mich immer über diese Berichte.
    Eine Welpenstunde soll sozialisieren- richtig. Nur: die kleinen Hunde haben zu diesem Zeitpunkt bereits 8-12 Wochen intensive Sozialisierung mit ihren Geschwistern geübt, natürlich muss das weiterentwickelt werden aber eben auch die Sozialisierung auf viele andere Dinge.
    Denn der Welpenkurs ist schließlich auch die Basis für die Grunderziehung. Wenn ich nach der Welpenzeit mit dem Grundkurs starte, dann möchte ich, dass die Welpen schon möglichst gelassen mit allen möglichen dingen umgehen können- insbesondere mit dem Frust, genau JETZT nicht spielen zu dürfen, sie sollten sich am Führer orientieren, einige ruhige Übungen schon in vielen Reizlagen können (bspw. "sitz"), Ruhe gelernt haben und HH und Hund sollten auch bereits eine saubere Kommunikation beherrschen.
    Ganz ehrlich, ich finds ne Frechheit, wenn Leute dafür Geld bezahlen, dass ihre Welpen einfach rumtoben können- das kann ich an jedem Feldrand haben, da muss ich keinen Trainer für bezahlen.

    lg susanne

    Tabina, du wirst lachen, ich arbeite stets unter Realbedingungen und inszeniere - teils mit Helfern - Problemsituationen (und das nicht nur wenn es um Jagdverhalten geht, sondern in der gesamten Ausbildung).
    Genau deshalb ist es so aufwändig.
    Man sollte beim Training nie vom Hund überrascht werden. Das verlangt natürlich auch gewaltig Konzentration vom Hundeführer, er muss den Hund kontinuirlich lesen (und verstehen) um timingtechnisch nicht ins hintertreffen zu geraten- solange, bis sich das korrekte Verhalten etabliert hat.
    Wenn man sich jetzt dies durchliest, dann wird auch klar, warum es z.B. bei Björn so nicht funktionieren wird:
    Er geht mit insgesamt 4 Hunden, 2 davon sind älter und zeigen ein manifestiertes Jagdverhalten. Die Konzentration wird also schonmal durch 4 Hunde geteilt. Inszenierungen in der natürlichen Umgebung sind so auch kaum möglich, da mind. zwei Hunde gleichzeitig in unerwünschte Verhaltensmuster fallen, da ist es unmöglich, jeden Einzelnen optimal zu korrigieren.
    Um erfolgreich so zu arbeiten, sollte man jeden Hund einzeln arbeiten.
    (Björn, das ist jetzt aber nix gegen dich! Es hat sich nur als Beispiel angeboten. Soweit ich weiß, bis du ja auch Gassigeher und kein Trainer, oder? Insoweit wäre es eigentlich Aufgabe der Besitzer das Training zu gestalten).

    lg susanne

    :reib:

    Bei uns gibt es ein Tau, das hat er ganz am Anfang als Alternative zu meinem Bettbezug (der zuvor eine Ecke "verlor") zum drauf rum kauen bekommen...mittlerweile ist es irgendwo im Nirvana meiner Wohnung verschwunden (Nein, ich bin sicher, er hat es nicht gefressen, das hätte ich beim Kacke sammeln bemerkt ;) )
    Ansonsten gibt es nur "Arbeitsspielzeug", also Dinge die ich mit Sinn und Ziel einsetze. Da haben wir dann schon einiges, wenns um Wurfspiele geht, dann ist das meist mit Impulskontrolle verbunden usw. und alle anderen "Spiele" sind ebenso mit Aufgaben verbunden.
    Ich wurde schon einige Male angesprochen, dass es ja sehr schwieirg sein müsse, mit Spielzeug zu arbeiten, ich sehe das anders, denn bei uns ist Spielzeug Arbeitsmaterial, ganz einfach.
    Und natürlich erreiche ich auch eine ganz andere Motivation und Aufmerksamkeit, wenn das Zeug wirklich nur gezielt eigesetzt wird und nicht einfach überall zur freien Verfügung rumliegt.
    Abgesehen davon: ich will nicht, dass mein Hund in der Wohnung spielt, ich will nicht, dass er sich selber Bällchen wirft (nein, ICH hätte eher ein schlechtes Gewissen um ehrlich zu sein) und dabei den Wozitisch abräumt usw.
    Interessanterweise ist mein aktueller Hund ein Mix, wo schon mehrere gesagt "ohje, da wirst du Schwierigkeiten kriegen" oder "puh, brisante mischung, der wird dir die Bude auseinandernehmen" udgl. mehr.... nur ist das alles nicht eingetreten, mein Hund ist in der Wohnung angenehm ruhig, macht nix kaputt, eigentlich schläft er hauptsächlich. Ich führe das darauf zurück, dass nie unkontrolliert gespielt wird- und zwar nicht, weil der Hund dadurch aggressiver wird, sondern weil er dadurch hibbelig, nervös, gestresst und unkonzentriert wird (zumindest Hütehunde und auch div. Gebrauchshunderassen wie z.b. Malinois).

    lg susanne