Beiträge von Tucker

    Klingt so, als würde es deiner Hündin nicht ganz so ganz passen, dass sie jetzt nicht mehr die alleinige Nr.1 ist. Und sie merkt ja, dass es mit der Nachbarin bzw. jetzt Freundin zu tun hat.
    Dein Hund muss lernen mit der neuen Struktur umzugehen.
    Leckerchen wenn sie knurrt sind sicher suboptimal, logische Folge ist der Lerneffekt: ich knurre- es gibt was... das ist quasi ein angebotener "Trick" der dann bestärkt wird. Dadurch wird es auch schwierig festzustellen ob sie das mit der Zeit immer noch auf deine Freundin bezogen macht oder ob sie es, wie geschrieben anbietet um was zu bekommen.
    Deine Freundin sollte sie wegschicken wenn sie knurrt, auf ihren Platz. Genauso wenn sie sich dazwischendrängt. Verkrümelt sich dein Mädel dann kann man sie einige minuten später ranrufen, sie streicheln (falls die Hündin das zulässt) und ihr auch was geben.
    Aber einfach so anknurren oder auch dazwischendrängen wenn ihr kuschelt geht nicht.
    Da müssen die neuen Strukturen und Grenzen ganz klar, freundlich aber konsequent aufgezeigt werden.

    Bei Beinscheiben wär ich vorsichtig, da sitzt in der Mitte der Markknochen und den würde ich dem Hund nicht geben, zu hart, Risiko von Zahnschäden. Also nur Fleisch aussenrum und das Mark, dann weg, so mach ich das. Nem kleinen Hund würde ich, ehrlich gesagt gar keinen Markknochen (Beinscheibe) geben, da besteht bei "Schmalschnäuzern" noch die gefahr, dass sie sich den Knochen beim Mark rausholen über die Schnute ziehen und feststekcen.
    Schön als Beschäftigung sind neben Kalbsbrustbein und Gelenk auch Rinderkehlköpfe, kein Knochen sondern Knorpel aber wat zu kauen.

    Achja, ich habe keine Teppiche (mit 2 Kindern und Hund- nein Danke..hihi). Wir haben lackierten Holzboden, nach dem fressen drüberwischen und gut.
    Allerdings gibt das eh keine Sauerei, ich wisch eher aus hygienischen Gründen nach...Tucker frisst eigentlich ohne Rückstände :D .

    PS: nicht jeder Hund lässt einfach liegen womit er nicht gleich klarkommt...es gibt da sehr hartnäckige Exemplare und deshalb würde ich erstmal testen wie der Hund mit sowas umgeht bevor ich da evtl. schwierige Sachen gebe.

    Cazcarra hat es super zusammengefasst :gut: .

    Der Hype um Barf ist teilweise regelrecht peinlich. Man möchte manchmal schon gar nimmer sagen was man füttert um nicht in der Schublade "radikaler Spinner" zu landen :roll: .

    Was der Mensch dem Hund schon alles aufgetischt hat seit Mensch und Hund zusammenleben... In Zeiten wo Fleisch einfach sehr kostbar war, da gabs für den Hund nur Brot- und Getreidebrei und bestenfalls die Teile Fleisch die der Mensch nun gar nicht gebrauchen konnte (und die Menschen waren nicht immer so pingelig wie heute!!)...
    Dann Trockenfutter...Generationen von Hunden sind damit in der "Vor- auf Qualität achten" Zeit mehr oder weniger alt geworden...

    Nein, das soll nicht heißen, dass das gut ist, es lässt aber darauf schließen, dass Hunde so einiges vertragen und abkönnen.
    Wenn man nun im 21. Jahrhundert in mili- und nanogramm ausrechnen muss was in den Hund gehört, fragt man sich wie der Hund seine Vergangenheit an des Menschen Seite nur überlebt hat :???: .

    Allerdings waren Hunde früher auch nicht mit kiloweise Wohlstandsspeck ausgestattet, sie waren vorwiegend draussen und hatten Aufgaben.
    Wir füttern unsere Hunde "artgerecht"...klingt ja supi, ist bestimmt gesund, aber Gesundheit wird halt von mehr Faktoren bestimmt als nur Futter. Wenn ich Leute sehe die soooo artgerecht füttern und dann mit Hundchen 3x am Tag angeleint ne Runde um den Block drehen und über das verfettete, gelangweilte, unterbewegte Tier erzählen wie gesund es doch dank Barf ist wird mir übel!

    Nein, Barf ist sicher nicht der heilige Gral. Eine gesunde, hochwertige Ernährung hingegen kann ein wertvoller Baustein der Gesundheit (und Lebensqualität) sein, wenn er sich denn mit anderen Faktoren wie Bewegung, Beschäftigung, intakter Sozialverband etc. ergänzt.
    Aber das einzig Wahre und Gute ist es sicher nicht, glücklicherweise führen immer noch viele Wege nach Rom bzw. zu einem gesunden, fitten und glücklichen Hund!

    Mal ne ganz andere Frage:
    Ist der Züchter CoOwner?

    Ansonsten ist es ja toll wenn Hunde aus der eigenen Zucht gesund sind und die Zuchttauglichkeit erreichen bzw. angekört werden. ABER: verlangen kann der Züchter das nicht zwingend, es sei denn es liegt ne CoOwnerschaft seitens des Züchters vor oder da läuft sonst irgendwas privates im Hintergrund ab...
    Allgemein gilt: Wenn ich den Hund kaufe ist er meiner und was ich damit mache ist meine Angelegenheit (tierschutzrelevantes Verhalten und je nach Kaufvertrag Abgabe mal ausgenommen).
    Üblich ist es auch, gewisse (auch rassespezifische) Untersuchungen machen zu lassen (ggf. auch beim zugelassenen Spezialisten) und die Ergebnisse zugänglich zu machen. Das ist für Rasse und Verein/Club interessant und wichtig.
    Zu irgendwelchen Prüfungen kann der Züchter einen aber nicht "verdonnern", er kann allenfalls im Vorhinein (also bevor der Kaufvertrag unterzeichnet wird) sagen, dass er seine Hunde nur an Leute abgibt die xy mit ihnen machen.
    Aber selbst wenn es so ist und man ja und Amen gesagt hat, zweifle ich an der Durchsetzbarkeit solcher Vorgaben, selbst dann wenn es im Vertrag steht... es ist zweifelhaft ob so ne Klauseln rechtlichen Bestand haben.
    Genau deshalb gibt es die CoOwnerschaft, damit man als Züchter bei bestimmten erfolgsversprechenden Hunden nicht "raus" ist.

    Zitat

    Und die Leine sollte man als reines Hilfsmittel betrachten und nicht als etwas das man unbedingt braucht um Hund bei sich zu halten, das sollte man auch ohne Leine beherrschen koennen.

    Tanja, fühl dich im Bömmelregen :gut:
    Die Leine ist ein Hilfsmittel, sie ist kein Fixbestandteil des Hundes um ihn "irgendwie" zu kontrollieren!

    Und jemand der wirklich ein ordentliches Kaliber Hund hat und behauptet, dass er den immer rein kräftemäßig halten kann hat seinen Hund wohl einfach noch nie richtig in Action erlebt :D .
    Und ich krieg regelmäßig alle Zustände was da alles an den Hund gepackt wird um ihn halten zu können...Würgeketten, Anti-Zieh-Geschirre, Stachler... und meistens kümmert das alles den Hund im entscheidenden Moment gar nicht. Der ist dann so voll mit Adrenalin, dass er es akut gar nicht merkt...der Schmerz kommt mit Verspätung (kennt jeder dem mal was passiert ist, in dem Moment pumpt man soviel Hormone raus, dass man akuten Schmerz/Verletzungen gar nicht wahrnimmt).
    Bei Pferden genauso...wie kann man sich einbilden 600kg in Angst, Panik oder Stress mit einem Stück Metall kontrollieren zu können???

    Ich hab da mal nen genialen Spruch zu gehört:
    "Was nützen dir 20 000 Volt im Oberarm, wenn im Kopf doch kein Licht angeht."

    Nein, es geht nur mit Erziehung und damit mit Geduld und Selbstbeherrschung, rein körperlich steht man da immer doof da! Allerspätestens dann, wenn auch ein nicht ganz so großes Kaliber die eigenen Waffen zieht.

    Ich hatte meinen schon in Österreich über die Agila versichert, Haftpflicht und OP-Schutz.
    Als ich nach D umgezogen bin musste nur die Adresse geändert werden.

    Achja, ich hab das alles übers Internet abgeschlossen, damals.

    Zitat

    Die TS sucht übrigens bereits nen Trainer, in Haltung, Ausbildung und Erziehung ist ein Thread, ich meine es ist Postleitzahl 274** (oder wars 247**?...einfach nachgucken). Sieht also sehr danach aus, als wolle man das angehen.

    Ich zitier mich mal selber, die TS sucht einen Trainer/in in 274**!!! (ich hab grad extra nochmal nachgeguckt)

    Vielleicht kennt dort jemand nen guten Trainer/in?

    Das würde mehr helfen als ne Diskussion die auf der Stelle tritt ;) .

    Zitat

    Also unterm Strich ist doch schon so, dass Hund ins Leben passen muss und nicht, dass man sein Leben komplett umkrempelt, dem Hund zu LIebe?!!?

    Naja, wenn man es mit einem LEBEWESEN zu tun hat, hat dieses immer ein gewisses Eigenleben... das passt selten so einfach irgendwo rein wie ein Puzzleteil. Da muss man schon Spielräume im eigenen Leben schaffen und dran arbeiten damit es dann mal maßgeschneiderte Teamarbeit wird.
    Ein Hund kann nur dann ins Leben passen wenn man dazu bereit ist, sonst passt kein Hund der Welt. Was immer der Hund für ne Vorausbildung hat oder wie er sich gezeigt hat...es gibt keine Garantie, dass er das woanders und mit jemand anders genauso zeigt.
    Ich hab das auch schon genau umgekehrt erlebt, der Hund wir abgegeben weil er angeblich nen Stiefel voller Schwierigkeiten macht...Hund kommt ins neue Zuhause, Probleme? Welche Probleme??? Kann man genauso haben.

    Die TS sucht übrigens bereits nen Trainer, in Haltung, Ausbildung und Erziehung ist ein Thread, ich meine es ist Postleitzahl 274** (oder wars 247**?...einfach nachgucken). Sieht also sehr danach aus, als wolle man das angehen.

    Also Tucker darf anschlagen wenns klingelt oder klopft, ich halte das für ziemlich normal für nen Hund und soviel Hundsein ist drin.
    Allerdings spreche ich ausdrücklich von anschlagen, nicht von "sich hysterisch und unkontrolliert in Rage kläffen"!
    Das Ganze sieht bei uns so aus:

    "rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr" ... es klingelt.
    Tucker macht 1-2x "wuffwuff" und kommt zu mir.
    Ich sage 1x "okay" und wir bewegen uns zur Tür, dort setzt er sich hin und ich kümmere mich um denjenigen der geklingelt hat.

    Bei Geräuschen, Stimmen und co. aufm Gang ist aber Ruhe. Ich lass ihn ja gerne Hund sein und dass er wufft wenn es klingelt ist wirklich kein Problem solange er sich da gut kontrollieren lässt...ABER: er muss nu nicht jedes Geräusch, jede Stimme und Fliege aufm Sch***haus melden!
    Ich kenne es aber wohl so, wenn man umzieht kommt es die ersten Tage gerne mal vor, dass der Hund auch anschlägt wenn der Nachbar vorbeiläuft oder im Hausflur getratscht wird. Sobald sich der Hund eingewöhnt hat und zuordnen kann was draussen aufm Flur ist (und auch viele neue Stimmen und Schrittfolgen etc. erkennt) und was nicht, gibt sich auch das bellen wieder.