wir haben einen bordercollie-labrador (mutter)-bernersennenmix (vater). sieht aus wie ein kurzhaarbordercollie 
zuerst einmal: sie ist sehr, sehr lieb und sehr, sehr sensibel. außerdem sehr, sehr impulsiv, aber auf eine liebe art- sieht sie etwas, was sie unbedingt möchte, sind augen und ohren zu- weist man sie dann zurecht, fragt sie mit hundeblick "mist... was hab ich denn jetzt falsch gemacht?" sie scheint einfach keine folgen absehen zu können, was aber erträglich ist, sie macht keine grundsätzlich schlechten dinge. dabei jagt sie weder, noch ist sie ein balljunkie- man kann sie problemlos überall laufen lassen und stundenlang ball spielen- sie überdreht nicht. ein phänomen bei ihr ist, dass sie an der leine einfach nicht bei fuß laufen kann- ohne leine problemlos, überall.
ja, und sonst: die bereits erwähnten augenprobleme haben wir- und es lässt sich nicht behandeln. sie lässt sich beim schmusen gern lange die augen jucken
apropos schmusen, sie ist unglaublich verschmust und braucht sehr viel liebe und bestätigung.
was ein wenig nervig ist- sie kommentiert ständig alles, das typische "sprechen", was collies anscheinend an den tag legen.
ich kann ebenfalls bestätigen, dass sie vor fremden menschen respekt hat- sie lässt kaum jemanden an sich heran, duckt sich dann schnell oder beschwichtigt.. sieht sie die betreffenden menschen jedoch öfter, können sie schnell ihr herz gewinnen.
auch "stört" sie nicht, man kann sie problemlos auch mal 10 stunden allein lassen, sie schläft dann einfach. kann aber auch daran liegen, dass es selten vorkommt- im schnitt ist sie täglich vielleicht 2 stunden allein, an manchen tagen gar nicht. in unbekannten situationen zeigt sie eine gewisse ungeduld, geht man mit ihr in irgendein café, liegt sie nicht, wie manch anderer hund, still unterm tisch und schläft- geht man aber öfter in dasselbe café, tut sie das durchaus. sie hat eine tendenz, sich an manche sachen erst gewöhnen zu müssen. auch als wir im urlaub waren, kam sie mir die ersten tage wie eine katze vor, der es wichtiger ist, in vertrauter umgebung als im rudel zu sein- so etwas legt sich aber relativ schnell, wenn sie das neue ein wenig erkundet hat.
zu auslastung: wir machen nichts besonderes, nur normales unterordnungstraining. sie schwimmt mehrmals pro woche- ein großes hobby von ihr, da kommt wohl der labrador durch
längere spaziergänge (2,3 stunden) nur 2-3mal pro woche- dabei überdreht sie nämlich leicht. ihr normales spaziergangspensum von 2x30 und 1x20minuten am tag ist für sie angebrachter- dabei ist sie ausgeglichen.
schwierig ist bei ihr, dass man aufgrund der impulsivität und gleichzeitig hohen sensibilität den schmalen grad zwischen milde und strenge erwischen muss.
sie hat bei den vorbesitzern übrigens mit einer katze zusammengelebt, das ging problemlos- seit sie bei uns ist, springt sie einer katze auch schonmal gerne hinterher- aber nie ernsthaft, das ist so ein spass-spiel von ihr. auch das scheint eine gewöhnungssache zu sein. unsere meerschweine liebt sie dafür heiß und innig- sie leben eben mit ihr zusammen. ich wette, würden wir uns jetzt eine katze anschaffen, würde sie die schnell akzeptieren.
lg 