Beiträge von cereza

    Das macht unsere Hündin auch so. Mir ist das recht, ich möchte keinen Hund auf meinem Sofa oder gar im Bett- mit ihr musste man darüber nie diskutieren. Sie kommt sich ab und zu mal streicheln lassen, dann legt sie sich wieder irgendwo hin. Ich nehme auch nicht an, dass es unnormal ist, das Rudel ist ja auch nicht immer "eng" zusammen- solange man in der Nähe des anderen ist, ist alles okay. Wenn wir draussen spazieren gehen, rennt unsere Hündin ja auch mal 50,60,70m weit weg- wechseln wir aber die Richtung, kommt sie schnell zurück.

    Ich würde es parallel zum Maulkorb mal mit Futter probieren. Ihr wohnt ja auf einem Dorf, da kommen einem ja nicht sooo viele Leute entgegen, da kannst du ja ein wunderbares Anfangstraining machen und ausweichen, wenn Gegenverkehr kommt. Also aus der Hand füttern- keine Morgens-und Abendfütterung mehr, sondern ihn das Futter erarbeiten lassen bzw. die tägliche Ration als Belohnung aufbrauchen. Wenn also Leute kommen, würde ich ihn mit ein paar Übungen, die er kann (vielleicht kannst du ihm auch ein paar Tricks beibringen? Darüber gibts gute Bücher, "Trickdogging") ablenken und direkt füttern. Irgendwann wird er hoffentlich fremde Menschen positiv verknüpfen.
    Unsere Hündin ist ein Bordercollie-Mix und hat "grundsätzlich" ein ähnliches Wesen. Sie schnappt nicht nach Fremden, aber sie ist unsicher, hat keine sehr hohe Reizschwelle wenn Fremde sie ansprechen und bedrängen, und mag nur, was sie kennt- das dann aber richtig und mit vollem Herzen. Sie muss sich an alles neue gewöhnen. Hat sie sich daran gewöhnt, ist sie sehr entspannt. Wir machen viel mit Unterordnung und Beschäftigung, halten Fremde für eine gewisse Zeit von ihr fern (bis sie sich an sie gewöhnt hat)- so ist sie wirklich ein liebes Tier.

    Wir hatten erst einen reinrassigen Berner und jetzt einen Berner-mix.

    Also:
    wachsam (und dabei die Ruhe selbst)
    sehr nett und geduldig
    sehr familienbezogen
    der Erste hat sehr gerne einen Kinderschlitten oder Bollerwagen gezogen (dafür wurden Berner auch gezüchtet- Milchwagenziehen), unser jetziger hat Angst vor Gefährten hinter ihm (ist ja aber auch nur ein Berner-mix)
    verträglich mit anderen Tieren jeglicher Art (auch Hühnern und Kleintieren)- klar, ein Bernersennenhund ist ein Hofhund,Vertäglichkeit ist ein Muss und er kann sie nicht alle jagen oder auffuttern :-D
    der Erste versuchte gerne auf ruhige Art, Kühe zusammenzutreiben
    sehr verfressen
    und einfach gelassen
    bei Kindern sind beide geduldig, "halten was aus", was man aber nicht überreizen sollte (beispielsweise ein GoldenRetriever ist da wohl gelassener)

    zum Schäferhund kann ich nichts sagen, in unserer Nachbarschaft wohnen aber einige, gehalten größtenteils als Hofhunde, sie sind alle sehr nett, kinderlieb,verträglich mit anderen Tieren und wachsam.

    man-o-man,lass dich nicht so bequatschen, eurem Hund gehts sicher gut... jetzt ist Frühling, da brauchst du ihm keine warme Stube bauen :-D Ich wette, dass ein Hofhund tausendmal glücklicher ist, als ein Stadt-Labrador.
    Einen wirklichen Tipp habe ich nicht...ich nehme auch an, dass eurem Hund einfach langweilig ist. Vielleicht reichts, wenn du ihm ein bisschen Spielzeug hinlegst, wie das auch die Stadthundebesitzer machen. Ein gefüllter Kong, ein leckerer Knochen, irgendsoetwas...

    Also,ja, unsere Hündin ist mit unserer 8jährigen Tochter öfter mal alleine im Haus. Ich glaube nicht, dass sie sie plötzlich anfällt, wenn sie an ihr vorbeiläuft :-D Unsere 2jährige lassen wir nichtmal mit ihr allein im Zimmer, unsere Hündin liebt sie genauso, aber in dem Alter bin ich noch vorsichtiger.
    Und andersherum bin ich früher täglich abends die 5-Minuten-Gassirunde gegangen, als mein Mann und ich noch eine Wochenendbeziehung hatten. Geht ja nicht anders, ich lasse meine Kinder nicht 2 Stunden länger wach, nur, weil der Hund abends nocheinmal raus muss- das wäre echt gemein :-p .

    Achso, es gibt auch das sogenannte Schmerzgedächtnis. Ich bin selbst Physiotherapeutin, aber mit Tieren kenne ich mich nicht aus- ich nehme an, dass wie beim Menschen einiges getestet und das behandelt wird, was gefunden wurde. Außerdem kann man sicher ein paar Sensibilitätssachen machen, nach Verkürzungen schauen, Krafttraining- der Tierphysio wird sicher einiges austesten.

    Mir würde da auch nichts anderes einfallen als das, was Trollmann gesagt hat. Ein Versuch ist es wert, oder? Parallel vielleicht Humpel-Tagebuch führen, vielleicht findest du damit einen Hinweis. Außerdem: nach langwierigen Entzündungen können (vorrübergehende) Gelenkschmerzen oder kleinere Gelenkentzündungen auftreten. Aber das scheint dein TA auszuschließen, deshalb würde ich mich darauf nicht sooo konzentrieren. Hmm...

    ganz einfache frage: kann sie genügend rennen? wir haben riesige wiesen vor der tür, wenn ich mit meiner hündin da drauf gehe (rennen, buddeln, schwimmen), ist sie nach 20min. total schlapp- gehen wir 1,2 stunden "so", mit leine, spazieren, ist sie körperlich längst nicht ausgelastet. vielleicht wäre das noch eine variante- weniger lang spazieren gehen (okay, eine stunde am tag ist prima, das ist auf keinen fall zu viel) und dafür mehr rennen, was sie selbst schafft und möchte.