Beiträge von cereza

    Wir machen nichts, außer Spazierengehen, ab und zu Stöckchen werfen, schwimmen und mit anderen Hunden spielen und nach Mäusen buddeln. Okay, ab und zu spielen wir "Spring über den Baumstamm- kriech unter dem Rohr durch"- aber nichts ernsthaftes. Sie hat sich noch nie beschwert oder unausgelastet gewirkt. Ich nehme an, dass so etwas auch eine Gewöhnungsfrage ist. Wenn wir im Sommer öfter mal 2 Stunden mit ihr Rad fahren, dauert es nicht lange, und sie ist so fit, dass sie sich schon freut, wenn sie das Fahrrad von weitem sieht. Sie ist ein Mischling aus Labrador, Bernersenne und Bordercollie. So etwas ist sicher auch eine Rassefrage.

    Ich habe in so einer Situation schonmal die Leine von meinem Hund abgemacht und den anderen angeleint. Haha- so hatte ich das super unter Kontrolle.

    Und sonst...blöd gelaufen :-/ Aber wenn der Hund nicht gerade menschenbissig ist, mach es so, wie ich- so hast du kein Problem mehr, wenn dein Hund halbwegs gehorsam ist. Bei den meißten Hunden ist der Besitzer ja nicht allzu weit weg, und dann kannst du vorbeugend gleich ein paar mahnende Worte loswerden, bist fein raus, und der andere wird in Zukunft sicher besser darüber nachdenken.

    Ich finde auch (ich habe übrigens selbst 2 Kinder) dass man eine Maßregelung zu einem anderen Hund nun wirklich nicht mit einem Kind gleichsetzen kann. Hunde senden gegenseitig feine Signale, die meißten Hunde sind ggü. ihren Artgenossen von Haus aus ruppiger als ggü. Menschen- da ist die Hemmschwelle doch viel größer, auch bei Kindern. Ich denke auch, dass ein Hund verstehen sollte, wenn ein anderer nicht mehr will, und ihm seine Ruhe lassen sollte. Ich sehe das bei unserer Hündin- sie mag nicht alle Hunde, findet sie einen nicht gut, macht sie das (sie läuft fast immer frei, so wie die meißten anderen Hunde hier auch) mit einem kurzen, aber deutlichem Knurren/Raunzen klar- und der andere dreht ab. So sollte das doch sein. Hunde können doch ganz wunderbar miteinander kommunizieren.

    Wir wollten unsere Hündin (Bordercollie-Mix) auch mal abgeben. Sie hat nach der Geburt unserer jüngeren Tochter nach beiden Kindern geschnappt und war superwütend- sie war, eh schon kein großer Kinderfreund durch Unsicherheit und erst 2 Jahre alt, damit überfordert- wir natürlich auch, die Sicherheit der Kinder geht immer vor, und wir hatten sie damals erst seit 1 1/2 Jahren. Wir wurden hier im Forum ebenso beleidigt, wie du- keine Sorge, das passiert immer, wenn man einen "Aufreger" schreibt- nimm es nicht persönlich.

    Sicher ist das eine Einzelfallentscheidung, schreibe dir doch mal eine Pro/Contra-Liste und überlege genau, ob das Hüten tatsächlich fehlt, und ob es eine Alternative gäbe. Immerhin ist sie gerade in einem aufregenden Alter und sicher ein wenig mehr Hansdampf, als 1,2 Jahre später.... :-) Manche Probleme lösen sich mit der Zeit von allein- unsere Hündin hat, während wir sie zur Abgabe freigegeben haben, einen dicken Reifungsprozess durchlaufen- als dann ein ernsthafter Interessent anrief, haben wir erst geschwankt, und dann mit etwas Risiko abgesagt. Zwischen ihr und unseren Kinder begann damals eine zarte Anbahnung von Beziehung. Und dann wurde sie immer gelassener. Und heute, 3 Jahre später, freut sie sich über beide sehr. Gottseidank.

    Soll heißen: Manche Sachen sind Hormon-und Pubertätsbedingt, und schwächen später wieder ein bisschen ab, vielleicht kannst und magst du noch eine Weile durchhalten, und schauen, wohin die Entwicklung läuft.

    Na, ich hab anfangs "feeeiiin" gesagt und gestreichelt, aber so gut wie ´n Leckerli war das sicher nicht :-D Mit Leckerli hab ich nur "Bleib" und "Fuß ohne Leine" und "Apportieren" geübt. (Die grundlegendsten Grunddinge wie Sitz, Platz und ansatzweises Fuß konnte sie schon, als sie mit 6 1/2 Mon. zu uns kam) Im Vergleich zu unserem früheren Hund habe ich geschlußfolgert, dass ihr Charakter einfach so ist, dass sie sehr auf ihre Menschen geprägt ist. Sie blieb von Anfang an und immer problemlos in meiner ungefähren Nähe, nichtmal in der Pubertät hat sie versucht, weiter als aus Sichtweise zu entschwinden.

    Danke euch, ich geb mir jetzt wieder ein bisschen mehr Mühe, Erfolgserlebnisse zu schaffen!

    Strafe? Nein. Ich hab gar nichts gemacht. Weder gelobt noch gestraft. Ich denke, dass es auch eher daran liegt- sie hat irgendwann gemerkt, dass sie nicht sofort kommen muss- weder gibts Leckerli, noch Bestrafung.

    Boni, wie meinst du das mit dem Ball? Also, sie mag Bälle und Stöckchen schon. Holt diese auch und bringt sie wieder. Es stimmt, wenn ich mit ihr spiele, kommt sie gleich. Wenn nicht, wenn sie buddelt, mit anderen spielt, etwas interessantes riecht, kommt sie "dann so irgendwann" :-/

    Gut, dann werd ich mir zumindest ab heute erstmal Leckerlis einpacken.

    Hallo Foris,

    unsere Hündin (4 1/2 jahre alt) hört eigentlich ganz gut. Sie läuft nie weg, wenn wir unterwegs sind, bleibt immer in unserer Nähe (radius 5-50m) und kommt immer hinter uns her. Sie läuft auch bei Fuß ohne Leine und das auch durch eine Stadt.
    Aber, wenn sie "Lauffreiheit" bekommen hat: sie kommt selten sofort, wenn wir sie rufen (in ihr unbekannter Umgebung klappt das ziemlich gut- in vertrauter fast gar nicht). Rufen wir sie heran, schaut sie, bewegt sich dann sehr entspannt und langsam in unsere Richtung, schnüffelt hier, schnüffelt da, pullert nochmal....
    Genauso, wenn sie mit einem Hund spielt, den sie noch nicht kennt. Wir rufen, sie schaut, kommt ein Stück in unsere Richtung, spielt weiter mit dem Hund, kommt wieder ein Stück zu uns, rennt dem nochmal hinterher, bis sie dann endgültig kommt. So auch, wenn sie sich mit dem oder er sich mit ihr eigentlich nicht versteht. In so einer Situation wäre es wirklich sinnvoll, wenn sie denn mal gleich hören würde...
    Das ist manchmal echt nervig.... Wie kann ich denn ein sofortiges Herkommen aufbauen?
    Ich bin höchstseltenseltenselten mit Leckerlis unterwegs...sollte ich mir öfter welche einpacken und direkt geben, wenn sie sofort bei mir ist, wenn ich rufe? Ist es sinnvoll, eine Hundepfeife zu besorgen und sie daran zu gewöhnen?(Kommt mir leiser vor, als: "komm SOFORT hierher!" :D )

    Weil ich finde, dass man einzig einen Hund (und eine Katze) als Kleinhaustier artgerecht halten kann. Er bindet sich an den Menschen und tut, was sein Rudel tut. Man kann etwas mit ihm anfangen, ihn nicht nur beobachten, er freut sich, wenn er gestreichelt wird, er spielt gerne, er ist einfach ein Tier, dass gerne beim Menschen ist.

    Habt ihrs schonmal ganz klassisch mit ordentlich Schimpfen, wenn sie ins Bett hüpft, so dass sie wieder raushüpft, dann "geh auf deinen Platz!", und sobald sie im Körbchen liegt, mit großem Lob und evtl. Leckerli probiert? Vielleicht könnt ihr euch die Box dann sparen... :-) Die Idee mit dem zweiten Schlafplatz finde ich auch gut, so dass das Körbchen grundsätzlich auf seinem Platz bleibt.

    Unser Hund hatte solche Probleme auch immer, als er klein war :) (so bis zum Alter von 2 Jahren) alle Abstriche und Untersuchungen beim Tierarzt brachten kein Ergebnis- keine Bindehautentzündung, aber total rote Augen, und ständiges Jucken!! Ich habe dann eine Weile homöopathische Tropfen aus der Apotheke geg. Bindehautentzündung gegeben (das hat schon ein bisschen geholfen), irgendwann hatte ich die Nase voll und hab einfach nichts mehr gemacht. Und dann war es irgendwann weg. Ich nehme mal an, dass die Sache vielleicht auch mit der trockenen Heizungsluft im Winter zusammenhing...?