Beiträge von RedCocker

    Hallo staffy,


    Deine Antwort liest sich als hätte ich Dich verärgert? Das war nicht meine Absicht. Der Grund für das "Fehlverhalten" ist recht offenkundig, in meinem Fall bzw bei meinem Hund kommen mehrere Faktoren zusammen - ist ja häufig so dass es zwar vielleicht einen Auslöser aber nicht nur einen Grund gibt. In ihrem Fall kommen da Dinge wie schlechte Sozialisierung, also höchstwahrscheinlich schlechte Prägephase, negative Erfahrungen mit andere Hunden und mangelndes Vertrauen zusammen. Hinzu kommt noch der rassetypische Dickkopf und eine gewisse Geschwätzigkeit. Vertrauen kann man aufbauen, aber das braucht eben Zeit (und sie ist ja nun mal erst kurze Zeit bei uns) und wir wissen ja alle dass bei "vorbelasteten" Hunden eine schlechte Hundebegegnung reicht und man rollt den steinigen Weg des Erfolgs wieder ein Stück runter.


    Die Lösung ist also zunächst mal ganz naheliegend und gilt für alle Verhaltensauffälligkeiten: Üben, üben, üben, ruhig und konsequent bleiben und keine Fehler machen. Aber das ist - zumindest für mich - alles selbstverständlich und sonnenklar. Nur die tägliche Realität der Hundebegegnungen sieht anders aus, vieles was Du geschrieben hast, sind aus meiner Sicht Hundehalter-Extremfälle - so zahlreich sie auch sein mögen. Klar latsche ich nicht in direktem Kurs frontal auf andere Hunde zu oder schreie wild gestikulierend rum usw und mache den Hund noch verrückter als er sowieso schon ist ;)


    Platz-, Bleib-, Stehkommandos finde ich relativ einfach zu handhaben, man wiederholt so oft bis das Kommando sitzt selbst wenn man 30mal zu der Stelle zurück geht an der der Hund "Bleib"en soll, in diesen Fällen muss eben den konsequenteren und großeren Dickkopf haben.
    Bei der Leinenaggression finde ich es extrem schwer den Hund wieder rauszuholen weil er oder sie eben mal mehr mal weniger ausflippt, da helfen keine Leckerli, keine Bogen, keine Kehrtwendung, keine gelernten Abbruchkommados. Und nein, keine Angst, wir mischen diese ganzen Dinge oder Maßnahmen auch nicht wild durcheinander und verwirren den Hund, weil wir selbst jeden Tag anders auf diese Situationen reagieren.


    Ich wollte die Gelegenheit einfach nutzen um mir einfach ein paar Tipps oder Erfahrungen anderer Hundehalter zu holen, die mir bei meinem speziellen Fall vielleicht weiterhelfen. Manchmal fallen anderen ja Dinge ein an die man selbst nicht denkt. Oder haben mit bestimmten Maßnahmen Erfolg gehabt.

    Hallo zusammen,


    das Platinum Futter wurde ja schon in einem anderen Thread diskutiert. Ein gutes Futter, sehr gut verträglich und die Hunde lieben es (fast alle) usw. Leider ist auch mir schon verdorbenes Futter untergekommen und deshlab möchte ich gerne die Frage in die Runde werfen:


    KENNT JEMAND EIN ANDERES GUTES HALBFEUCHTES(!) TROCKENFUTTER DAS EINE ALTERNATIVE ZU PLATINUM IST?


    Bitte keine Tipps zu klassischen Trockenfuttersorten wie RC, Hills, Josera, Bestes, Bosch und wie sie alle heißen. Das frisst meine nun mal nicht. Und bitte auch keine Hinweise zu BARF oder ähnlichem. Ist nicht böse gemeint aber ich suche ein gleichwertiger Futter mit einer ähnlichen Konsistenz und würde mich freuen wenn mir jemand weiterhelfen kann.

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    mein 17 wochen altes boxerchen pepe ud ich würden uns auch gerne anschließen. nur leider kann ich zur zeit sonntags nicht, da ich da hundeschule habe.


    ich wohne erst seit juni in düsseldorf und kenne nicht allzuviele leute. vllt kann man hier ja eine gassigeh-freundschaft entwickeln.


    pepe würde sich riesig freuen, ein paar spielkameraden zu finden, die gerne mit ihm um die wette rennen und hüpfen


    hallo andy,
    wo wohnst Du denn? Können gerne auch Samstags mal eine Runde drehen. Lilly und ich sind oft am Rheinufer (Hafen, Oberkassel oder Lörick) und im Grafenberger Wald. Allzu verspielt mit anderen Hunden ist meine allerdings nicht.

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    Wenn ich ansonsten 5 mal vergeblich rufe und nix passiert, brauch ich meinen Hund am Radler gar nicht abrufen. Folgt bei nicht befolgen meines Kommandos aber immer eine Konsequenz, nimmt der Hund bereits mein erstes "Lass es" ernst.


    Hallo staffy,
    Deinen Beitrag finde ich prima, eine Frage ist für mich allerdings offen geblieben die ich mir schon häufiger gestellt habe: Was sind den "Konsequenzen" beim nicht befolgen des Kommandos? Das ist für mich nämlich eine der wichtigsten Fragen. Einfallen würde mir da nur: Kein Lob, kein Leckerli, oder zB umdrehen, weggehen wenns mit dem Abrufen nicht klappt (aber das funktioniert ja nicht bei allen Hunden). Ich übe zB manchmal die Abfolge Sitz, Platz (bei uns "Down"), Sitz, aber häufig kommt sie aus der liegenden Position nicht zurück in Sitz oder wirft sich bei Platz/Down beim Anblick des Leckerlis gleich auf den Rücken ;-)
    Mich würde interessieren: wie korrigierst du? oder wie korrigiert ihr? Über Kommando "Nein"?

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    hallo,
    was du geschrieben hast, könnte von mir sein :D wie lange hast du deinen hund denn schon?


    Hallo Marion,
    wir haben die Kleine jetzt seit etwa einem halben Jahr, einige Dinge haben wir schon gut in den Griff bekommen, die Bellerei (wenn ichs mal so allgemein formulieren darf) noch nicht. Auch was Du mit dem Strand geschrieben hast, kenn ich :) Sie war völlig aus dem Häuschen als wir an der Nordsee waren.
    Das mit dem Blick halten ist ein guter Tipp wird bestimmt ein ganz hartes Stück Arbeit!


    @ kittine.
    Ja positive Verstärker gibts, mal viel Lob und Streicheleinheiten, mal Leckerlies, auch bei ihr muss man aufpassen dass sie nciht anfängt Leckerlies zu schinden, deshalb bekommt sie Leckerlies oder Kauknochen usw nur wenn sie etwas macht (zu Hause zB Sitz, Platz, Sitz) oder ich verstecke sie (Sitz, Bleib, Such).

    vielen lieben dank für die antworten, ich hoffe es folgen noch ein paar mehr. schon komisch wenn man sieht wie viele klicks auf dem thema sind und wie wenig beiträge.


    die schildrüsenfrage hatten wir bereits abgeklärt. im haus bzw in der wohnung ist sie schon ganz gut, nur wenn's klingelt wird übereifrig gemeldet, aber das lässt sich ja recht gut in den griff bekommen. unser hauptproblem ist tatsächlich draußen, das verbellen anderer hunde war ganz zu anfang nicht so massiv - vielleicht habe ich das verhalten auch dadurch verstärkt dass ich nicht reagiert habe wenn sie andere hunde angepöbelt hat sondern "nur" mit ihr weitergegangen bin. was ich mich nach wie vor frage ist warum sie völlig ruhig bleibt wenn sie einen stock spazieren trägt oder zb neben mir am fahrrad an anderen vorbeitrabt.
    seit etwa zwei wochen unterbreche ich sie sofort im ansatz (also sobald sie sich versteift und den anderen hund fixiert) mit "Nein, lass das", wenn sie trotzdem anfängt zu bellen mache ich sofort kehrt, wechsle die straße oder ähnliches (mit kommando), wenn sie weiter bellt unterbreche ich aktiv den sichtkontakt also stelle mich in ihre blickrichtung und versuche die aufmerksamkeit auf mich zu lenken, notfalls auch in dem ich ihren Kopf festhalte und zu mir wende (natürlich nicht grob). ich sage dann nochmal "Nein", "Hör auf" gebe ein Abbruchhandzeichen und lasse sie sitzen. Wenn sie das ausführt und "zur besinnung kommt" lobe ich sie. Gut? Doof?

    Meine Hündin kommt aus dem Tierschutz, sie ist ein Fundtier (verm. ausgesetzt, 8 Jahre alt), vermutlich wurde mit ihr gezüchtet (war noch unkastriert, ausgeprägtes Gesäuge) und ihr körperlicher Zustand war nicht sehr gut (verfilzt, schlechte Zähne). Im Tierheim hat sie sehr gelitten, war dort aber nur einen Monat dann habe ich sie "nach Hause geholt".


    Wir haben das Mädel ja noch nicht so lange und ihre "Macken" kommen jetzt so langsam zum Vorschein. Auf Wurfspiele ist sie extrem fixiert und dreht total auf (rennt wie eine irre, bellt, springt auf und ab), wenn man sie ableint sucht sie ohne aufforderung stöcke (oder auch steine) und meldet bzw fordert zum spiel auf, reagiert man nicht, sagt "Nein" dann nimmt sie den stock manchmal auf und trägt ihn spazieren, legt ihn nach einer weile wieder ab. Da sie sich bei Wurfspielen völlig hochschaukelt, haben wir das auf ein Minimum reduziert. Ich versuche sie eher zu einer Art Fährten/Nasenarbeit zu bekommen ("Sitz", ich werfe ein Leckerli oder einen Dummy, "Such". Wenn sie den Dummy sucht u findet beginnt allerdings wieder eine tendezielle Überreaktion, sie ist sehr aufgedreht und flitzt über die Wiese auf der Suche nach dem Dummy, kommt (ohne Kommando) angewetzt, lässt es fallen und fängt an zu bellen, auch auf Kommando lässt sie sich nur sehr schwer beruhigen. Sie hat keinen Jagdtrieb und verteidigt ihr Spielzeug (oder was sie auch immer so spazieren trägt) nicht, sie gibt meist von alleine, auf Handzeichen und/oder auf Kommado "Aus". Sie hat ein paar Stofftiere, manche davon behandelt sie phasenweise noch wie Welpenersatz (wurde vor ein paar Monaten kastriert und war zuvor extrem scheinschwanger) aber auch diese gibt sie auf Aufforderung ohne zu murren ab und sucht sie auch nicht wenn man sie mal ein paar Tage wegschließt.


    Sie ist generell sehr rastlos auch in der Wohnung tigert sie häufig zwischen ihren Menschen hin und her, bleibt selten allein an ihrem Platz. Entspannt ist sie meistens nur wenn man sich zu ihr setzt oder legt oder sie auf ihrem Platz neben der Couch liegt und man selbst in unmittelbarer Nähe sitzt, dann schläft sie auch häufig. Das arme Ding scheint schon unter Strom zu stehen wenn man mit ihr die Wohnung verlässt. Sie ist nicht schreckhaft, kläfft aber oft aus Unsicherheit(?) auch mal andere Hunde oder Menschen an (s.o.). Zur Zeit versuche ich sie mit "Nein" abzurufen wenn sie fixiert bzw kurz bevor sie mit dem Gezeter loslegt. Bei Besuch in der Wohnung habe ich ein Handzeichen und stelle mich immer zwischen sie und die Tür, bleibt sie ruhig kann sie bleiben, wenn sie bellt schicke ich sie auf ihren Platz. Ziel ist ihr zu signalisieren dass ich mich um die Situation kümmere und sie das nicht tun muss. Bislang ist meine Theorie dass sie zum einen schlecht sozialisiert ist/wurde und dass sie noch einen ziemlichen Kontrollzwang hat, also mangelndes Vertrauen - oder sie ist schlichtweg hyperaktiv...


    Würde mich freuen über ein paar Tipps und Meinungen, was könnte ich tun, was sollte ich auf keinen Fall machen usw.


    P.S.: Hatte zuvor auch noch einen Beitrag bei Leinenaggres. geschrieben: Sie verbellt fremde Hunde, rennt lautstark bellend hin bzw. hängt in der Leine. Selten reagiert sie auch gar nicht und geht ganz ruhig ohne Reaktion an anderen Hunden vorbei - leider kann ich keine Regel feststellen, also dass sie auf einen bestimmten Typ reagiert. o. ähnl. Aber: wenn sie zB einen Stock spazieren trägt, dann nimmt sie andere Hunde war, reagiert aber nicht selbst wenn man direkt an ihnen vorbeiläuft. Oder wenn man mit anderen Hunden mitläuft, also sie sind vor uns und wir überholen quasi, dann ist zu 90% alles fein und das normale Ritual läuft ab, Kontakt aufnehmen, beschnüffeln, manchmal kurz schimpfen, weitergehen.
    Wenn man sich draußen mit ihr irgendwo hinsetzt (egal ob reizarme Umgebung oder nicht, zB Wald, Rheinufer, irgendeine Parkbank, Restaurant, Cafe,...) dann geht das nicht lange gut. Nach kurzer Zeit verbellt sie alles was vorbeikommt egal ob vier- oder zweibeinig. Wenn die Person dann aber stehen bleibt, in die Hocke geht und sie anspricht, dann zottelt sie mit gesenktem Blick, schwanzwedelnd an, sucht Körperkontakt und will gestreichelt werden. Sobald sich die Person aber wieder bewegt, geht das Bellen wieder los.

    Samstag und Sonntag ist bei mir fast immer gut. Unter der Woche könnte ich um 19 Uhr. Dann gehe ich aber meistens max. eine Stunde mit ihr.

    Auch meine Hündin bekommt seit mehreren Monaten Platinum, so ziemlich alle anderen TroFu-Sorten hat sie bislang verweigert (RC, HappyDog, Hills, Select Gold, Bosch, Josera). RC frisst sie als Leckerli ganz gerne aber nicht als Mahlzeit. Platinum liebt sie total und es bekommt ihr sehr gut ABER sie ist sehr verfressen geworden und scheint kein Sättigungsgefühl mehr zu kennen. Einer Freundin die von Bosch auf Plat. umgestellt hat geht es ähnlich. Jetzt bin ich am überlegen ob ich ihr noch ein paar aufgeweichte Flocken beimische (also Flockenfutter das man normalerweise zu Fleisch beimischt).
    Was meint ihr?