Beiträge von Floydie+Duran

    Damals, in meiner Teeniezeit, da waren das auf den Hundeplätzen
    meist auch noch echte Machos, die Sonntagsmorgens zum Frühschoppen
    mit Hasso oder Anka auf den HuPla sind,
    während Muttchen zuhause wusch, putzte und kochte.

    Da kamen dann beim Bierchen nach dem 'Training' die Sprüche vor...

    Hundi lebte selbstredend im Zwinger, der hatte im Haus nix zu suchen,
    und kam meist nur zum Training da raus.

    Halleluja
    :gott:

    Ich sass damals immer nur gaaaanz still daneben und hoffte,
    dass diese Typen NIE rausfinden, dass meine Gina bei mir im Bett schläft
    und von meiner Mama Essensreste zugesteckt bekam...

    Später dann, haben sie über unsere neugegründete Agility-Gruppe gelächelt.
    Bis wir sie mal eingeladen haben, zum Probetraining.
    Einer hat sich getraut, die anderen meinten, das sei lächerlich und ihre
    Hunde zu schade für sowas.
    Der, der kam, der blieb dann auch, weil er sah, dass das ein anspruchsvoller
    Ausgleich zum SchH für seinen Hund sein könnte.

    Puh, damals waren die Fronten noch hart, das ist heute zum Glück
    vielerorts viel besser geworden, und Frauen dürfen nicht nur in Ausnahmen
    mitmachen, und nicht nur, wenn sie im Tarnanzug auflaufen.

    :D

    Marion und känguruh,
    Ihr habt Recht, es muss passen.
    Ich hatte auch schon Kunden, bei denen habe ich gemerkt,
    dass sie mich als Person nicht leiden können.
    Meistens klappt das mit den Stunden dann eher schlecht als recht.

    das hier:

    Zitat


    HT mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht und verschränkten Armen: "Na also ... er kanns ja doch nicht!"

    ist in meinen Augen ein dämlicher Trainer.
    Es ist doch auch seine Schuld, wenn ein 'Schüler' was nicht richtig kann.
    Dann hat er's halt falsch erklärt und sollte an seiner Didaktik arbeiten.

    Und Falbala, da Du ja schon Vorurteile ansprichst =)
    Passiert mir immer und immer wieder, dass ich nach erstem Kundenkontakt
    am Telefon einen bestimmten Eindruck habe (Vorurteil),
    den ich dann fast immer revidieren muss. :hust:

    Aber das geht sicher vielen berufstätigen so, die auch tel. Kontakt aufnehmen.

    Und um zum eigentlichen Thema zurückzukommen :ops:

    Als ich als Teenie auf diesem 'konventionellen' HuPla war,
    wo mir unser Trainer aber so gut gefiel, dass ich dort blieb,
    blieb ich eines Tages länger, um mir die UO der SchH anzusehen.

    Kam ein Typ, der dort auch als Trainer arbeitete (und es noch tut),
    mit seinem DSH im Auto an.
    Hund direkt aus Auto auf den Platz. Ich glaube, der war damals noch recht jung.
    Hundert Meter weiter waren sie mit dem Ärmel am arbeiten,
    daher war Hundi sehr unkonzentriert und alles Gebrülle und rumgezerre
    von diesem Typ konnten den Hund nicht dazu bringen, geistig bei ihm zu sein.

    Mir wurde bei dem Gebrüll schon anders.

    Da meinte er:
    'Dir werd ich zeigen, wo hier der Hammer hängt'
    und hängte sich den Hund mit der Leine am Kettenwürger über die Schulter,
    lief so mit ihm über den Platz. Hundi erstickte an dem Tag fast.

    Damals hab ich mir geschworen niemals im Leben meine Aggressionen
    an einem Hund auszulassen, ehre aufhören und ein Bierchen trinken.

    Hab ich auch fast immer geschafft.

    LG
    Chrissi

    Das ist richtig.

    Wenn jemand von Anfang an in 'schlechte Hände' gerät,
    dann kann man nur hoffen, dass er ein gutes Bauchgefühl hat
    und genug Rückgrat, um die Sache zu beenden.
    Das ist aber nicht immer so.

    Ich habe als Teengager auch in einem Verein angefangen,
    in dem hauptsächlich DSH und Rottweiler im Schutzdienst ausgebildet wurden.
    Da wurde unsere Mittwoch-Nachmittag Hausfrauen und Kinderrunde
    oft nur belächelt.
    Die Methoden waren oft brachial und meine Hündin ging da nicht gerne hin.
    Ich war fünfzehn und wollte nur einfach dazugehören und hab halt
    gegen den Willen meiner Hündin mitgemacht.

    Viel später bin ich dann durch Zufall mit einem anderen Hund in einer
    konventionellen HS bei einem sehr guten Trainer gelandet,
    der mir die Augen geöffnet hat und in mir den Wunsch geweckt hat,
    auch Trainer zu werden.

    Im Heimtraining muss ich Kompromisse finden für Hund und Halter,
    denn für die meisten ist eine in meinen Augen optimale Hundehaltung
    nicht ganz möglich.
    Ebenso darf ich nicht einfach ungefragt Kunden die Leine aus der Hand nehmen.
    Meistens habe ich meine Hunde dabei und versuche mit ihnen zu zeigen,
    was ich vom Kunden möchte.
    Erst wenn wir uns ein bisschen besser kennen und der Hund Vertrauen in mich hat,
    kann ich selber eventuell mal mit ihm arbeiten, sollte das nötig sein.

    Ich kann verstehen, dass viele HT versuchen sich in der ersten Stunde zu profilieren,
    oder eben 'gut' rüberzukommen, denn davon hängt oft ab, ob der Kunde bleibt oder geht.

    Ich denke nur, es ist falsch sich in der ersten Stunde über Taten zu profilieren,
    die den Kunden und den Hund eher erschrecken.

    Meine erste Stunde ist daher rein theoretisch.
    Ich sitze auf der Couch und höre dem Kunden zu, lerne ihn somit kennen,
    und der Hund lernt mich als inoffensives Wesen kennen.
    Danach gibt's von mir eine kleine Einführung in die Hundepsychologie,
    einfach Grundregeln, und damit habe ich die meisten Kunden überzeugt,
    weil ich eben nicht offensiv oder aggresiv bin.

    Ich verstehe nicht, wie ein HT in der ersten Stunde die Leine übernimmt
    und den Hund erschreckt. Damit kann man doch nicht weiterkommen.

    Leider sind viele HT, die ich kenne, recht grob und meinen, sich über
    Taten oder Sprüche profilieren zu müssen.
    Mangelndes Selbstwertgefühl ?
    Ich werde von solchen Leuten oft belächelt, weil ich nicht rumbrülle
    oder mein Hund eben keine perfekte Unterordnung läuft.

    Verkehrte Welt, manchmal.....

    Chrissi

    Zitat


    Aber mal was anderes. Ich frage mich immer öfter, ob hier nur die "guten" im Forum sind. Sind die Hundehalter und -Trainer usw., über die wir uns alle immer auf's neue beschweren, nicht hier im Forum vertreten? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen... Aber sind die so ängstlich, sich nicht zu outen? Wo sind die HT, die endlich posten: "die positiven Auswirkungen des Alphawurfs auf die Psyche des Hundehalters"? Zeigt euch, lest nicht nur heimlich mit und regt euch über uns beim "Treffen der radikal-dominanten Hundetrainer against the wischi-waschi Hundebesitzer" auf!!!
    Wo sind die Hundebesitzer, die immer noch auf Alphawurf, Schläge und Würger stehen? Kommt raus aus der Anonymität eures Daseins, hinein in die Pseudoanonymität eines Forums.

    :hust: hach, jetzt geht's mir wieder besser... ;)

    Ich denke nicht, dass es hier Trainer gibt,
    die absolut von ihren aversiven Methoden überzeugt sind.
    Diese Sorte Mensch treibt sich nicht in Foren rum,
    denn die brauchen ja eigentlich nichts mehr dazu zu lernen.

    Ich arbeite als HT und wir haben auch eine Hundeschule.

    Und man kann es wirklich nicht jedem recht machen,
    es gibt immer Leute, die mit unserer 'Methode' nicht glücklich sind.
    Ich freu mich dann immer, wenn die das sagen und man diese
    unglückliche Zusammenarbeit beenden kann.

    Andererseits muss ich aber auch sagen, dass es gute und schlimme Kunden gibt.
    Gute Kunden sind die, die was lernen wollen und das dann auch umsetzen,
    nicht verstandenes hinterfragen und die Dinge, die für sie nicht akzeptabel sind,
    auch zur Sprache bringen.

    Absolut Ätzende Kunden sind die, die eigentlich schon von vorneherein alles besser wissen,
    und Dich als Trainer in blöde Situationen rennen lassen,
    um dann laut zu lachen und 'siehste' zu brüllen.
    Die sehen mich genau einmal und nie wieder.

    Und ich hab irgendwie das gefühl, davon sind hier im Thread einige unterwegs.

    LG
    Chrissi

    Huhu !

    Wie spielst Du denn bisher mit ihm, dass er so hochfährt ?

    Du solltest ihn nicht 'unterwerfen' und auch nicht erschrecken.
    Ich wüsste nicht, zu was das gut sein sollte.
    Irgendwann dreht er den Spiess um und erschreckt Dich mal ein bisschen.

    Du solltest Dich dringendst über den Kaukasen als Rasse informieren
    und jemanden zu Rate ziehen, der sich mit HSH auskennt.

    LG
    Chrissi

    Zitat

    Mit Anlauf, Kriegsgebruell und mit viiiiel Schmackes.....iss doch alles nur eine Frage der richtigen Technik :smoker:

    Ein HT, mit dem ich hier mal im gleichen Unternehmen gearbeitet habe,
    hatte da so seine Technik:
    Er beugte sich seitlich vom Hund runter und zog ihm einfach die gegenüberliegenden
    Beine unter dem Körper weg.
    Da kommt sogar 80kg-Rotti aus dem Gleichgewicht, wenn man das schnell macht.

    Nachdem ich diesen 'HT' dann mit dem TT hab arbeiten sehen,
    bin ich gegangen und hab woanders angefangen.

    Gott, mir wird's grad ganz anders....

    Ich denke bei solchen Sprüchen immer daran,
    dass es ja auch weniger kritische Leute gibt,
    die sowas dann auch umsetzen.

    Hier haben wir unseren TV 'Hundeflüsterer',
    der zeigte im ersten Kapitel, wie er einen Akita umlegt.

    Und dann schaute er in die Kamera und sagte:
    'Das muss man mit jedem Hund dreimal täglich machen,
    damit er weiss, wer der Chef ist.'

    Kurze Zeit später sah ich im Park alle möglichen Hunde
    verängstigt auf der Seite liegen.
    Einmal hab ich mich eine halbe Stunde lang zu einem
    jungen Kerl auf den Boden gesetzt, der seinen zappelnden
    Yorkie versuchte auf den Rücken zu drehen.
    Hundi war völlig panisch.

    Ich konnte ihn überzeugen....

    Vor drei Monaten hatte ich einen Kunden mit einem Franz Bulldog,
    der (nachdem man ihn ein paar Tage lang täglich dreimal auf den
    Rücken gelegt hatte) auf die gesamte Familie losging, wenn man ihn
    nur anschaute.

    Es war ein langer Weg für den Hund und sehr frustrierend für die
    Besitzer, als ich ihnen erklärte, was sie ihrem Hund da angetan hatten.

    Aber heute kam eine email,
    er lässt sich mittlerweile fast immer ohne Probleme anfassen,
    auch vom Vater, vor dem hatte er die meiste Angst,
    und alle sind glücklich über das Ergebnis.

    LG
    Chrissi

    Puh, jetzt hab ich mir hier alle Seiten durchgelesen.

    Und ich möchte Euch ALLEN mal sagen, dass ich es absolut beeindruckend finde,
    wie Ihr Euer Leben mit so wenig Geld hinbekommt !
    Das können nicht alle Leute, und viele würden sicherlich depressiv werden,
    als Hartz4 Empfänger und nicht die Zahne zusammenbeissen und durch.

    Auch die, die trotz Arbeit nicht mehr Geld haben, bewundere ich,
    und ich kann verstehen, dass man sauer ist, wenn man schuftet und
    weniger Geld hat als Leute, die nicht Arbeiten (warum auch immer).

    Ich selbst war (zum Glück) noch nie arbeitslos, hab aber momentan auch
    nicht allzu viel, da ich nur für die Stunden bezahlt werde, die ich tatsächlich arbeite.
    Aber mein Freund hat einen geregelten Job, daher bin ich nur Zuverdiener.

    Ich stelle es mir schrecklich vor, nicht arbeiten gehen zu können.
    Sich nutzlos zu fühlen und zu viel Zeit zum Grübeln übrig zu haben.

    Ich würde wahrscheinlich versuchen, Hunde gassi zu führen,
    oder zu Haushaltsauflösungen gehen und dann die Sachen bei Ebay oder
    auf dem Flohmarkt verkaufen.
    Irgendwas müsste ich schon machen.

    Ist es denn wirklich so schwierig Arbeit zu finden in Deutschland ?
    Ich meine, irgendeine Arbeit, nicht etwas spezielles.

    Nochmal - meine Hochachtung an alle, die mit wenig Geld durch den Monat kommen !!

    LG
    Chrissi