Naja, Lily, Du kannst keine Hunde vom Züchter, gut sozialisiert,
und ohne Angstproblem mit Hunden, die aus dem südlichen Ausland kommen
und schon so manches mitgemacht haben, vergleichen.
Absolut nicht. Das sind zwei verschiedene Welten.
Wir haben in unserer Agility Anfänger-Gruppe sowohl Welpen,
die an alles unvoreingenommen rangehen,
als auch erwachsene Angsthunde.
Und in beiden Gruppen wird das Training verschieden aufgebaut.
Ich finde es gut, einen Angsthund zu stimulieren und ihn dazu zu überreden,
sich mit seiner Angst auseinanderzusetzen, dabei Erfolgserlebnisse zu haben.
Aber er braucht mehr Zeit, Ruhe und Verständnis.
Einen Welpen und seinen Besitzer muss ich eigentlich immer bremsen,
da man den Welpen sonst schnell überfordert und das merkt der Besitzer nicht.
Einen Angsthund muss man lesen und wissen, wann er einen kleinen Schubs braucht,
oder wann man aufhören und Pause machen sollte.
Wir haben bei uns seit einem Jahr eine Hündin, die Panik vor fremden Menschen hatte.
Jetzt, nach einem Jahr, kann sie in die Anfängergruppe integriert werden
und richtig mit trainieren.
LG
Chrissi