Beiträge von Floydie+Duran

    Ulli.
    Danke.
    Du sprichst mir SO aus der Seele.

    Man kann es schon daran sehen, dass Silja einen Thread eröffnet,
    der hauptsächlich in der ersten Form Plural verfasst ist,
    und die meisten Leute in der ersten Form Singular antworten.
    Sie fühlen sich persönlich angesprochen.

    Heute morgen auf dem Spaziergang hatte ich (UPS :D) ein interessantes Gespräch.

    Früher haben wir als Kinder rumgeturnt und rumgealbert und Hunde geärgert.
    Und dabei sind wir ab und zu mal gebissen worden.
    Geschieht Euch recht - bekamen wir dann zu hören.

    Heute würde der entsprechende Hund direkt dem OA vorgeführt
    und u.U. um die Ecke gebracht.

    Auch wieder wahr.....

    LG
    Chrissi

    Guter Beitrag, Silja, wie immer :smile:

    Ich denke schon, dass es möglich ist, in wenigen Generationen
    den optimalen Gesellschafts- und Schmusehund zu züchten,
    der dann eventuell mit seinem Leben auch zufrieden ist.

    Vorher müssten sich aber die Menschen in ihren Ansprüchen
    an einen Hund einig werden.

    Da dürfte dann keiner mehr Jagd- oder Hütehunde wollen.
    Solange noch Arbeitslinien gezüchtet werden,
    wird es auch immer Menschen geben, die sich so einen Hund als
    Familientier zulegen, und dann mit der Arbeitslinie rumprollen.
    Hund ist dann halt sein Leben lang leicht neurotisch aufm Agi-Parcours unterwegs.

    Manchmal denke ich, es wäre besser, nur noch stumpfe und triebneutrale
    Familienhunde zu züchten, damit wären wir alle viel glücklicher.

    LG
    Chrissi

    Ich kann Deine Sichtweise gut verstehen.
    Für mich persönlich würde ich das vllt. auch so aufbauen.

    Für mich ist das Üben mit dem Futterdummy gut,
    da wir hier ziemlich unter Druck stehen mit unserer Arbeit.

    Unsere Kunden wollen in kurzer Zeit viel Fortschritt sehen,
    da sie viel bezahlen.
    Klingt bescheuert, ist aber so.

    Und wirklich arbeiten mit seinem Hund will eigentlich keiner.

    Über Spiele mit dem Futterdummy baue ich die Beziehung
    VOM Halter ZUM Hund auf, damit der erstmal merkt,
    dass ein Hund ein bisschen mehr ist als irgendwas,
    das ich dreimal am Tag um die Häuser führen muss.

    Ich zeige mir dem Dummy und mit anderen Dingen,
    dass ein Hund durchaus zur Zusammenarbeit bereit ist.

    Wenn ich das über langwieriges Shapen und backchainen aufbauen wollte,
    wäre ich in zwei Tagen raus bei dem Kunden.

    In Deutschland ist das sicherlich anders,
    da ist die Bereitschaft der HH schon von vorneherein gegeben.

    LG
    Chrissi

    Ich finde es für meine Kunden toll.

    Sie lernen dadurch erstmal, ihren Hund zur Zusammenarbeit zu überzeugen.
    Es ist toll zu sehen, wie sich eine Bindung aufbaut, die vorher nicht vorhanden war,
    weil die Leute nicht sinnvoll mit ihrem Hund gespielt haben.
    Meistens war da vorher nur stupides Ballwerfen und mit viel Glück
    hat Hundi den Ball dann auch wieder gebracht.

    Es beeindruckt die Leute doch sehr zu sehen, dass ihr Hund mit einer
    lecker riechenden Beute nicht einfach abhaut, sondern lernt,
    dass er sie abgeben muss, um dran zu kommen.
    Den Effekt hätte man mit einem 'normalen' Dummy nicht.

    Ich arbeite hier mit Schul-Schlamperlmäppchen, weil es in Spanien glaube ich noch keine Futterdummies gibt.

    LG
    Chrissi

    Viel schreiben kann ich eigentlich nicht,
    da ich ja hier wohne und auch nur ab und zu,
    unabhängig von der Organisation, ehrenamtlich helfe.

    Solltest Du aber irgendwann konkrete Pläne haben,
    dann helfe ich Dir sehr gerne eine Unterkunft zu suchen
    oder mit der betreffenden Organisation zu sprechen.

    Es gibt in Spanien Orgas, die Partner in Deutschland haben.
    Hier in Madrid sind das ANAA, Perrikus
    und Bei Barcelona gibt's das Tierheim Manresa, die haben Kontakt.

    Sicher gibt's mehr, von denen ich aber noch nicht weiss.

    Wende Dich an mich, wenn es konkret wird und Du nach Spanien willst.

    Vielleicht kommt aber ja auch noch der eine oder andere Beitrag
    von Leuten, die in anderen Ländern leben.

    LG
    Chrissi

    Zitat


    Im Ausland bin ich als Deutsche auch Ausländerin ... da heißt es dann im spanischen z.B. Extranjera ... keiner fühlt sich alleine durch diesen stinknormalen Begriff diskriminiert. Man kann in Dinge auch zuviel reininterpretieren.

    Ich bin erst auf Seite 4, kann also sein, dass ich hier was wiederhole,
    das schon andere geschrieben haben. Nachher lese ich den Rest =)

    Ich bin hier auch Extranjera, oder 'Guiri', wie man im Slang sagt.
    Jau, hier gibt's ein Slangwort für 'Ausländer', und das ist nicht negativ behaftet.

    Ich denke, das Wort Ausländer hat nur im Deutschen manchmal einen
    negativen Ton, weil eben viele Menschen in Deutschland den Ausländern
    gegenüber negativ eingestellt sind, und dieses Wort im Sinne eines Schimpfwortes benutzen.

    Daher kann ich auch die Sensibilisierung der in Deutschland lebenden Ausländer verstehen.

    Hier, und in anderen Ländern, geht man mit dem Thema und mit Ausländern generell
    viel lockerer, offener und neugieriger um.

    Es gibt wenig Vorurteile, meistens fragen die Leute erst, bevor sie sich eine Meinung bilden.

    Ich fühl mich als Ausländerin wohl.
    Und in Deutschland fühl ich mich eigentlich gar nicht mehr so zuhause.

    LG
    Chrissi

    EDIT:

    KREISCH !!!!
    PRUHUUUST :lachtot: :lachtot:

    Zitat

    Also ich finde ehrlich gesagt die Frage ob "Ausländer Angst vor Hunden haben" ebenso qualifiziert wie die Frage ob Deutsche "Angst vor Sandalen ohne Socken haben".

    Gerade eben hab ich eine Horde rotgesichtiger, Sonnenhuttragender,
    Rucksackschleppender, Scoken-und-Sandalentragender Deutsche auf der Strasse getroffen..........