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Ja, wir finden uns langsam aber sicher. Was mich aber am meisten überrascht hat ist, das nicht der Hund anders ist als ich erwartet habe, sondern ich. Ich dachte immer, wenn ich mal einen Hund habe, dann mache ich dies und das. Jetzt wo ich ihn habe merke ich, das ich eigentlich gar keine Lust habe gross mit ihm zu spielen, Sachen zu verstecken etc. Mir reichen Spaziergänge und Hundeschule völlig aus. Da habe ich echt ab mir gestaunt... aber vielleicht kommt die Lust ja noch, denn mir ist klar das er alleine mit Spaziergängen nicht ausgelastet ist.
Das ist oft das "Hauptproblem", wenn ich es mal so ausdrücken darf.
Du bist da auch ein gutes Beispiel dafür
Du wolltest einen Hund,
hast Dich damit beschäftigt,
eventuell viel darüber gelesen,
genaue Vorstellungen vom Hund und späteren Alltag,
endlich die richtige Rasse gefunden,
den Züchter gefunden,
lange warten müssen,
und jetzt ist der Hund endlich da.....
..... und Du merkst, daß Du Dir selbst irgendwie einen Riesendruck aufgebaut hast.
Natürlich, ohne es zu wissen! Denn schließlich war das nicht von Dir beabsichtigt.
Aber genau dieser Druck sorgte dafür, daß Du Dich total überfordert gefühlt hast!
Erst Recht, als nichts so klappte, wie es in Deinen Augen so klappen sollte.
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Ich hätte aber noch eine Frage: Wieviel Beschäftigung braucht eigentlich so ein Welpe? Manchmal habe ich das Gefühl es ist ihm langweilig bei ihm. Aber ich habe mal gehört das Welpen viel Schlaf brauchen und es kontraproduktiv sein kann den Hund zu viel zu beschäftigen.
Weniger ist echt oft mehr.
Grad bei Hunden, die eh als "hibbelig" bekannt sind.
Da kann es gut helfen, wenn die tatsächlich viel Ruhe lernen.
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Was würdet ihr sagen, wieviel ist ok?
Da kannt Du ein wenig nach Bauchgefühl gehen.
Du wirst schon an Deinem Hund merken, ob etwas zuviel, genau richtig, oder gar zu wenig ist.
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Wenn ich frei habe gehe ich oft kurz raus zum Pippi machen, dann machen wir manchmal längere Spaziergänge (wovon er aber nur 15 Minuten läuft), manchmal gehen wir auch Einkaufen, irgendwo zu Besuch etc. Zu Hause spiele ich dann manchmal Bällchen mit ihm oder Futterbeutel aportieren, aber das nur während ein paar Minuten.
Klingt doch gar nicht mal so schlecht!
Ein Welpe ist eh erst einmal genug damit beschäftigt, die Welt "kennenzulernen".
Das ist Anfangs "Auslastung" genug für den Hund.
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3x die Woche gehen wir in die Welpenstunde. Und wenn ich Arbeite ist er in der HuTa wo er den ganzen Tag mit anderen Hunden zusammen ist, da gehe ich Abends meistens einen längeren Spaziergang machen. Ist das alles ok oder sollte ich ihn geistig mehr fordern?
Schwer zu sagen!
Wenn er damit klar kommt, ist doch alles gut.
So vom Lesen her, kommt es mir sogar etwas zuviel rüber, je nach dem, was er in der HuTa so alles mit den anderen Hunden "macht".
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Wir üben nachtürlich zwischendurch noch Sitz, Komm, Platz, aber vielleicht nur während 1-2 Minuten.
Klingt gut.
Wie gesagt, weniger ist oft mehr.
Und immer mit Erfolg aufhören.
Wenn es beim ersten Mal schon so gut geklappt hat, dann höre ruhig direkt danach auf.
Man braucht einfach eine große Portion Humor, viel Geduld und etwas Konsequenz beim Welpen / Junghund.
Schöne Grüße noch
SheltiePower