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Zwischen den Übungen wenn die Trainerin was erklärt muss der Hund halt still sitzen oder liegen, immer wenn er sich nicht körperlich betätigt fängt dieses rupfen an ich wundere mich woher er die Energie nimmt den ganzen Tag so aufgeregt zu sein.
Das ist recht leicht zu erklären.
Es verhält sich so ähnlich, wie bei den Menschenkindern.
Eigentlich sind sie müde, und sollten schon längst schlafen.
Aber, sie können nicht!
Sie sind noch viel zu sehr von dem, was vorher war, aufgeputscht.
Da kann niemand so schnell wieder runter kommen!
Und, nicht zu vergessen, es dauert tatsächlich mehrere Tage, bis der Streßlevel im Körper abgebaut wird!
Kommt dann täglich Input hinzu, egal in welcher Form, sorgt dieser Input dafür, daß der Streßlevel erhalten bleibt, oder gar eine Steigerung eintritt.
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Wenn ich mich hinlege zB. auf den Boden und mich ruhig verhalte sozusagen entspanne attackiert er mich wie er es bei unserer großen auch tut, aber wenn ich dann wild mit den armen rumfuchtel und wieder aktiv werde freut er sich total.
Ähm,
ich glaube, da wird grad was falsch verstanden.
Ich kann Euch zwar nicht sehen, aber ich vermute mal, daß Dein Hund da Übersprungshandlung zeigt, was Du als "Freude" bezeichnest.
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Ich denke er verknüpft einfach sich entspannen oder ruhig sein mit Stress aber ob das wirklich sein kann oder ich das fehl interpretiere ? keine Ahnung-.
Ich glaube, daß er noch zu sehr aufgeputscht ist, um sich sofort ruhig hinzulegen.
Du kannst dies mit Quengeln von Kleinkindern vergleichen "Mama, ich kann nicht schlafen, machst du noch was mit mir?"
Wenn die Mutter darauf eingeht und dann noch eine Runde getobt wird, ist das Kind erst recht "überdreht".
So ist es auch ein wenig mit dem Hund.
Ich würde versuchen wollen, vorher schon viel weniger zu machen.
Wird der andere Hund belästigt, weil der Kleine "spielen will", dann würde ich das unterbinden.
Ich würde, falls das der Fall sein sollte, keine lange Spaziergänge machen. Lieber eine ganz kurze Runde, Rest nur zum Pinkeln raus.
Selbst wenn der Kleine die ganze Zeit über getragen wird, so hat er doch recht viel Input. Er kann ja gucken und hören, und Hunde nehmen sehr viele Infos alleine über die Nase auf. Diese Informationen müssen ja erst einmal verarbeitet werden. Und das geht nur in den Ruhephasen.
Ruhephase heißt dann aber auch: es wird nicht gelernt, auf einer Decke, in einer Box oder sonst wo zu gehen und das "Bleib", oder "Decke" zu lernen.
Ruhephase heißt, Hund legt sich hin und pennt.
Würde es Euch helfen, wenn Du Dich auf den Boden setzt, den Kleinen auf Dein Schoß nimmst, ihn einfach nur ruhig festhältst, sanft streichelst? Schläft er dann ein?
Eventuell kann er vorher noch auf irgendetwas kauen, Kauseil, Knochen, oder ähnliches? Denn Kauen beruhigt.
Verstehe mich jetzt bitte nicht falsch.
Auch ich finde es wichtig, wenn ein Welpe eher alltagsnützliche Dinge lernt, so wie Du diese beschreibst.
Aber, ja, jetzt kommt das große ABER, es muß alles altersgemäß dem Welpen angepaßt werden. Bzw. man sollte schon auf seinen Welpen etwas eingehen.
Zeigt er an, daß irgendetwas viel zu viel war (das kann man schön am "Überdrehen", "Aufdrehen" erkennen), dann sollte man schon etwas mit dem Programm runter fahren.
Ein junger Hund muß nicht bis zum Tag X alles gelernt haben.
Er hat sein ganze Leben Zeit, etwas Neues zu erlernen.
Und ich finde schon, daß man dem Hund eben diese Zeit, die er braucht, geben soll.
Schöne Grüße noch
SheltiePower