Nein,
das klingt wirklich nicht blöde.
Es ist so, daß der Streßhaushalt im Körper relativ schnell aufgebaut wird, wenn ein Reiz, ein Auslöser vorhanden ist.
Es dauert tatsächlich einige Tage, wenn nicht sogar einige Wochen, bis sich der Körper wieder davon "beruhigt" hat, und der Pegel auf Normalzustand ist.
Schwieriger wird es dann, wenn der Körper sich nicht wieder beruhigen "darf", sondern weiterhin in irgendeiner Art und Weise "geputscht" wird.
Solange der Körper sich im Streßzustand befindet, findet kein Lernen statt.
Auch das ist bekannt.
Ist auch irgendwo logisch. Solange man aufgedreht ist, hört man entweder nichts, oder nur die Hälfte, und auch das wird nicht so gut erfaßt werden können. Wie soll das dann auch (richtig) verstanden werden?
Aus diesem Grund wird auch gerne empfohlen, wenn man schon einen aufgedrehten Hund, oder einen aufgekratzten Welpen hat, diesem erst einmal ein paar Tage Ruhe zu gönnen, wo dann, außer dem Nötigsten (kurze Pinkelstrecke, Fressen), wirklich sonst nichts mehr mit dem Hund "getan" wird.
Auch keine körperliche oder geistige Auslastung. Denn diese putschen zusätzlich.
Hört sich im ersten Moment mal "falsch" an, da der Hund dann irgendwie nicht ausgelastet wird.
Oft wird man in der Meinung auch bestätigt, daß nach einem Marathonspaziergang der Hund erst "müde" ist und pennt. Was man ja sonst vorher nicht gehabt hatte.
Aber tatsächlich ist oft das Gegenteil der Fall.
Mehr Ruhe reinbringen, und dann beruhigt sich der Hund mit der Zeit auch.
Natürlich kann es am Anfang recht "schlimmer" werden. Vor allem dann, weil der Hund es auch nicht anders kennt, und "Probleme" mit hat, sich auf die Veränderung einzustellen.
Aber, wenn diese "Hürde" geknackt ist, dann sollte es weiter gehen.
Schöne Grüße noch
SheltiePower