Beiträge von SheltiePower

    Nein,

    das klingt wirklich nicht blöde.

    Es ist so, daß der Streßhaushalt im Körper relativ schnell aufgebaut wird, wenn ein Reiz, ein Auslöser vorhanden ist.
    Es dauert tatsächlich einige Tage, wenn nicht sogar einige Wochen, bis sich der Körper wieder davon "beruhigt" hat, und der Pegel auf Normalzustand ist.
    Schwieriger wird es dann, wenn der Körper sich nicht wieder beruhigen "darf", sondern weiterhin in irgendeiner Art und Weise "geputscht" wird.

    Solange der Körper sich im Streßzustand befindet, findet kein Lernen statt.
    Auch das ist bekannt.
    Ist auch irgendwo logisch. Solange man aufgedreht ist, hört man entweder nichts, oder nur die Hälfte, und auch das wird nicht so gut erfaßt werden können. Wie soll das dann auch (richtig) verstanden werden?

    Aus diesem Grund wird auch gerne empfohlen, wenn man schon einen aufgedrehten Hund, oder einen aufgekratzten Welpen hat, diesem erst einmal ein paar Tage Ruhe zu gönnen, wo dann, außer dem Nötigsten (kurze Pinkelstrecke, Fressen), wirklich sonst nichts mehr mit dem Hund "getan" wird.
    Auch keine körperliche oder geistige Auslastung. Denn diese putschen zusätzlich.

    Hört sich im ersten Moment mal "falsch" an, da der Hund dann irgendwie nicht ausgelastet wird.
    Oft wird man in der Meinung auch bestätigt, daß nach einem Marathonspaziergang der Hund erst "müde" ist und pennt. Was man ja sonst vorher nicht gehabt hatte.
    Aber tatsächlich ist oft das Gegenteil der Fall.

    Mehr Ruhe reinbringen, und dann beruhigt sich der Hund mit der Zeit auch.
    Natürlich kann es am Anfang recht "schlimmer" werden. Vor allem dann, weil der Hund es auch nicht anders kennt, und "Probleme" mit hat, sich auf die Veränderung einzustellen.
    Aber, wenn diese "Hürde" geknackt ist, dann sollte es weiter gehen.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Zitat

    Vany, ich habe dasselbe Problem :D
    "Mitte" haben wir jetzt relativ sicher drauf, aber sobald ich anfange, mit dem Fuß zu wackeln, "attackiert" Pina ihn sofort mit ausgefahrenen Krallen und Zähnen :???:
    Wenn ich dann aber meckere, macht sie gar nichts mehr.
    ... Naja, wir haben ja noch ein paar Tage :D


    Meckern ist da wirklich kontraproduktiv.

    Ist Dein Hund eher von der empfindlichen Sorte?
    Dann empfiehlt es sich tatsächlich mehrere Wiederholungen nur beim Pfotenaufstellen auf den Schuhen zu machen.
    Wenn es möglich ist, etwas weniger mit dem Fuß wackeln, vielleicht nur irgendwie in die Richtung "andeuten". Dann bewegt sich unter den Pfoten auch schon mal was.
    Und das ganz viel belohnen, am Besten mit Jackpot und viele direkt hintereinander.


    Zitat


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    :lol:

    :gut:

    Die Idee ist gut.
    Vielleicht wird es so was.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Ehrlich gesagt, wird man Dir so kaum richtig helfen können.

    Was genau suchst Du denn?
    Welche Rasse?
    Was für Besonderheiten soll der Hund haben?
    Welche Eigenschaften sind nicht so erwünscht?


    Und dann, wenn die Rasse erst einmal feststeht, geht die Züchtersuche los.
    Das dauert so seine Zeit.
    Steht dieser fest, muß gewartet werden, bis die Hündin läufig wird, damit sie belegt werden kann.
    Sollten aktuell Welpen vom letzten Wurf da sein, muß damit zu rechnen sein, daß die meist schon reserviert sind, wenn nicht, sogar schon ihre neue Besitzer feststehen.

    Es sei denn, Du holtst Dir einen kleinen Hund aus dem Tierheim.


    Wenn Du darauf hoffst, daß jemand hier über das DF seine Welpen vermitteln will, dann muß ich Dir sagen, daß Vermittlung von Tieren nicht erwünscht ist!


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Erst einmal muß Du lernen, daß Du kein Schlechtes Gewissen zu haben brauchst.
    Mit so jungen Hunden kannst Du eh noch nicht so viel machen.
    Sollte der Kleine noch recht viel schlafen, ist es gut!
    Freu Dich darüber.

    Und erwarte von dem Kleinen erst einmal nichts!
    Alles lernt er so langsam, mit der Zeit und vor allem mit Dir zusammen!
    Und das Ganze ohne ein Ultimatum ;)

    Wenn Du etwas zu viel machen würdest, wie zum Beispiel zu lange Gassigänge, oder Spielen, oder ihm gleich alles zu zeigen, was die große, weite Welt zu bieten hat, hättest Du einen überdrehten Hund, der sich irgendwie nicht mehr beruhigen lassen will.
    Dann fängt man oft an zu glauben, daß man immer noch viel zu wenig mit dem Kleinen gemacht hat.

    Zitat



    Wie lange "darf" denn dieser Blues andauern???

    Hängt ein bißchen von Dir selbst ab.
    Wirst Du ruhiger, und vor allem gelassener, dann könnte er recht schnell vorbei sein.
    Bist Du immer noch angespannt, oder suchst verzweifelt nach dem Haar in der Suppe, weil da eins drin sein muß, könnte es etwas länger dauern.

    Ansonsten, Hundeschule, oder Verein, oder gar Züchter ist keine schlechte Idee.
    Du hast da Ansprechpartner, die können Dir mit Rat und Tat zur Seite stehen.
    Reden hilft oft, grad bei Gleichgesinnten.


    Zitat

    Da ich sie wirklich liebe, habe ich schon überlegt, mit der Züchterin zu sprechen, ob diese einen besseren Platz mit "stabilerer" Bezugsperson für sie hätte, solange sie noch so jung ist (9 Wochen) und noch nicht allzu viel "verhaut" ist. Obwohl mich dieser Gedanke tottraurig stimmt, bin ich mir darüber im Klaren, dass ich meinem Welpen so ein deprimiertes "Frauchen" auf Dauer nicht zumuten kann. Noch dazu spürt sie sicher genau, dass etwas nicht stimmt.

    Traurige Grüße,
    Stephanie


    Du brauchst nicht traurig zu sein.
    Leg Dich doch einfach mal zum Hund auf den Boden und bleib ruhig liegen.
    Wenn er schläft, ist es gut.
    Wenn er sich an Dir kuschelt, ist es auch gut.
    Und tu einfach nix.
    Halte ihn im Arm, oder kraule ihn, und sonst nichts.

    Und erfreu Dich einfach an den Dingen, womit er Dich zum Lachen bringt.
    Tappst er komisch durch Deine Wohnung, durchs Haus?
    Wie entdeckt er seine Welt?
    Was findet er spannend?


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Hallo, erst einmal!

    Zitat

    Liebes Forum,
    Ich brauche bitte dringend Rat....
    Seit ca. 10 Tagen habe ich nun meinen Hundewelpen, auf den ich mich seit Sommer vorbereitet & eingestellt habe (war also keine spontane, überhastete Entscheidung) & natürlich sehr gefreut habe.

    Das könnte Dein "Hauptproblem" sein.
    Da hast Du etwas vorbereitet, Dich sicherlich viel eingelesen, alles genau geplant, wie es laufen soll, auch erziehungstechnisch, und nicht zu vergessen die Vorfreude auf so einen Welpen.


    Und jetzt ist er da.

    Jetzt läuft es eventuell nicht mehr so, wie Du es Dir vorgestellt hast.
    Die Vorfreude ist weg, da er nun da ist.
    Jetzt hat man das Gefühl, daß die Verantwortung etwas größer geworden ist, da man ja nun für so ein kleines Wesen mitentscheiden muß.
    Und man hat irgendwie das zwingende Gefühl, daß man da tief im Inneren etwas "spüren" muß. Denn schließlich wollte man doch einen Welpen haben. Sogar genau diesen Hund, der jetzt vor einem sitzt. Schließlich hat man sich ja genau DIESEN selbst ausgesucht!


    Zitat


    Mein Welpe ist jetzt 9 Wochen alt und absolut brav, lieb und einfach ein toller Hund. Ich komme mir wie "schizophren" vor, ich kenne mich so gar nicht. Was soll ich bloß tun????
    VIELEN Dank im Voraus!!!
    Stephanie

    Das ist der sogenannte "Welpenblues" :D
    Der geht auch wieder vorbei.

    Da man ja mit so einem jungen Hund sowieso nicht so viel machen kann,
    wie wäre es, wenn Du einfach das drum herum mal "vergißt", und nur versuchts, das Hier und Jetzt zu genießen?

    Er ist in Deinen Augen absolut brav, lieb und einfach ein toller Hund.
    Bau doch einfach darauf auf.
    Nimm ihn, so wie er ist.

    Und zwinge Dich nicht dazu, Gefühle haben zu müssen. Das kommt mit der Zeit von ganz alleine, und das wächst auch erst mit der Zeit, solange Dein Kleiner bei Dir ist.
    Wenn Du Dich selbst unter Druck setzt, ist das eher kontraproduktiv.
    Dann fängst Du ständig an zu analysieren.
    Versuch mal, das wegzulassen.

    Laß das doch einfach mal so laufen.


    Viel Spaß noch mit dem Welpen
    und alles Gute!
    SheltiePower

    Zitat

    und das tue ich wie?

    Indem Du ihn korrigierst ;)

    Ich denke mir mal, da Du bereits eine Trainerin vor Ort hast, wird sie Dir zeigen können, was Du in solchen Situationen tun kannst.


    Zitat

    hmmm..daran hab ich noch garnicht gedacht..das der einen an der waffel bekommen hat weil der sich immer so vielen Hunden aufeinma behaupten muss...und ich dachte immer es wäre förderlich auf solche Hundetreffen zu gehen damit die ein sozialverhalten lernen..aber ich glaub bei uns geht das nach hinten los...

    Kommt immer ein wenig darauf an.
    Zeigen alle Hunde ein beispielhaftes Verhalten in einer großen Gruppe, dann wäre es kein Problem.
    In der Praxis sieht es leider so aus, daß es eben nicht so ist!
    Viele Hunde scheinen gar nicht (mehr) zu wissen, wie man richtig untereinander kommuniziert.
    Und es gibt anscheinend immer einen, der gerne mobbt, und dann fallen die anderen gerne schnell mit ein.

    Wenn ein Hund, so wie Du es beschreibst, sich immer "behaupten" muß, kann er ja gar nicht lernen, wie es auch anders gehen könnte. Irgendwann wird der dann "zurückkloppen", und eventuell beim nächsten Neuling gleich "zeigen, wo der Hammer hängt", damit er keine Probleme hat.


    Sozialkontakte schön und gut, auch sicherlich nicht verkehrt.
    Eventuell müßte man dies nur etwas anders aufbauen?


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower