Hallo,
oft scheint es so zu sein, als ob man sich irgendwie selbst im Wege steht.
Bis auf einigen Ausnahmen wird ein Hund ja oft selbst ausgesucht. Nach welchen Kriterien auch immer.
Dabei ist es egal, ob es nun ein Welpe von einem Züchter ist, ein junger oder erwachsener Tierheimhund, mit dem man unter Umständen sogar öfters Gassi gegangen ist, oder per Bild und die dazugehörige Beschreibung aus dem Internet.
Am Ende mußte es DIESER Hund sein.
Da ist die Vorfreude groß, man macht Pläne wegen Regeln und Erziehung, liest eventuell Bücher, und hat so seine Vorstellung, wie von nun an das Leben weiter gehen sollte.
Leider "funktionieren" die meisten Hunde nicht so, wie die Halter sich das so vorgestellt haben.
Viele Welpen sind anstrengend, oft noch "schlimmer" als gedacht. Jundhunde und Pubertät ist eine mittlere Katastrophe.
Tierheim- oder Tierschutzhunde entsprechen nicht wirklich der Beschreibung, oder, man hatte sich was anders darunter vorgestellt.
Da steckt oft viel "Arbeit" dahinter, damit der Hund nur ansatzweise so wird, wie man sich seinen Hausgenossen vorgestellt hat.
Hinzu kommt noch der "Zwang", genau für diesen Hund, den man sich schließlich selbst ausgesucht hatte, gewisse Gefühle zu empfinden. Wozu ist der Vierbeiner denn sonst da?
Und genau daran scheitert es meistens.
Gefühle kann man nicht erzwingen.
Gefühle wachsen langsam, ganz besonders beim gemeinsamen Zusammenleben.
Und das geht nur, wenn man sich in der Zeit langsam kennenlernt, und die jeweiligen "Macken" akzeptiert, bzw. lernt, damit umzugehen. Aber das dauert halt so seine Zeit!
Deshalb sollte man sich nicht zu sehr unter Druck setzen.
Das ist eher kontraproduktiv.
Dann sollte man lieber in sich gehen und noch mal genau überlegen, warum es genau DIESER Hund geworden ist.
Darauf sollte man alles aufbauen. Und zu Hause im Kleinen anfangen!
Man sollte auf die vielen kleinen Dinge achten, die einen erfreuen.
Man sollte einiges mit dem Hund gemeinsam machen, vor allem zusammen die Welt "neu" entdecken. Ja, auch der Mensch lernt vieles neu dazu, wenn er versucht, alles mit den Augen des Hundes zu betrachten.
Ist die Erwartungshaltung am Hund und vor allem an sich selbst nicht mehr arg zu groß, kann vieles positiver aufgenommen werden. Der Druck fällt weg.
Schöne Grüße noch
SheltiePower