Hallo!
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Das einzige was uns von Beginn an aufgefallen ist, dass er sehr ruppig im Umgang mit uns ist, sehr selbstbewusst, kein bisschen ängstlich. Eigentlich ist das für seine Rasse ja eher untypisch. Es kam am Anfang schon mal vor, dass er uns Hosenbeine zerfetzt hat und meine Hände waren fast die ganze Zeit blutig gebissen
Das von Dir beschriebene ist teilweise typisch für einen Welpen.
Er kennt Euch ja, bzw. lernt Euch im täglichen Umgang immer besser kennen.
Und Welpen "testen" die Umwelt nun einmal gerne mit den Zähnchen und im spielerischen Umgang.
Ist es allerdings einen Ticken zu heftig, kann dies ein Zeichen der Überforderung sein. Der Hund weiß nicht, wohin mit der überschüssigen Energie, weiß nicht, wie er "das Problem" lösen soll, und verfällt in Übersprungsaktionen.
Das scheint mir bei Euch der Fall zu sein.
Da hilft nur eines, in einer ruhigen Phase, wo er lernbereit ist, wichtige Begriffe wie NEIN und/oder AUS beibringen.
Wenn die Übersprungsaktionen etwas überhand nehmen, würde ich mal schauen, ob tagsüber nicht doch etwas zu viel war für den Hund, und gegebenfalls diese etwas kürzen.
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Nun zu meiner Frage: Seit ca. einer Woche prescht Paul nach vorne in die Leine und kläfft wenn wir andere Hunde treffen. Als er noch kleiner war hat er mal ein unsicheren Wuff in Richtung des anderen Hundes angegeben aber das hat sich schlagartig verändert. Er rennt wirklich nach vorne und hängt kläffend in der Leine. Ich frage mich wirklich ob das normal ist für einen Welpen 
Das mit der Unsicherheit kann hinkommen.
Jetzt ist die Frage, was habt Ihr gemacht, als er nur einmal unsicher gewufft hat?
Wenn Ihr es eventuell ignoriert habt, könnte dies eine Erklärung für diese "Steigerung" sein. Der Hund weiß nicht, was er tun soll, bekommt von Euch keine Hilfe, oder ein Alternativverhalten gezeigt, hatte mit dem ersten Wuff eventuell noch einen "Erfolg" gehabt, also hilft er sich jetzt selbst weiter, indem er sich in seinem Tun hineinsteigert.
Hinzu kommt noch, daß das Bellen eine Selbstbelohnung ist.
Und Shelties gehören schon zu den Hunden, die sich in Rage bellen können.
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Wenn wir weit genug weg sind schaff ich es ihn mit Leckerli abzulenken aber oft kommen Hunde unverhofft um die Ecke und dann ist es zu spät.
Ich persönlich halte von Ablenkung nichts.
Ich würde eher versuchen wollen, den Hund für das richtige Verhalten zu belohnen.
Der Unterschied dabei ist, daß da nicht mit einem Leckerchen vor der Nase "herumgewedelt" wird, und beim "erfolgreichen Vorbeigehen" dieses als Belohnung bekommt. Sondern der Hund bekommt ein positives Feedback vom Halter (es könnte zum Beispiel ein Clicker sein), daß das, was der Hund gerade tut, toll ist und dafür bekommt er eine Belohnung (was ein Leckerchen sein kann, oder eine Runde spielen).
Dabei würde der Hund lernen, daß es sich für ihn eher lohnt, bei Fremdhundesicht, still vorbei zu gehen, eventuell sogar seinen Halter dabei anzuschauen.
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Ich lass ihn an der Leine natürlich nicht zu anderen Hunden hin und ich mach ihn auch nicht los wenn er so verrückt in der Leine hängt.
Das ist gut so!
Es gibt auch Halter, die schon mal gerne ihren Hund beim Rabatz an der Leine losmachen, damit diese mit anderen Hunden spielen können. Der Nachteil dabei ist, daß sie somit, oft aus Versehen, das negative Verhalten ihres Hundes belohnt haben.
Ich persönlich würde eh nur, wenn überhaupt, Hundekontakt ohne Leine erlauben.
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In der Hundeschule hab ich die Trainerin darauf angesprochen und sie meinte dass es zu einem ernsten Problem werden könnte, wenn er in diesem Alter schon so heftig reagiert.
Kommt ein wenig darauf an, aus welchen Gründen der Hund bellt.
Wichtig ist aber eher, daß sie Dir gezeigt hat, wie Ihr in solchen Situationen mit Eurem Hund arbeiten sollt. Sie wird Dir sicherlich Lösungsansätze gezeigt haben.
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Ist das wirklich so? Entwickelt Paul in diesem Alter schon eine Leinenaggression? Und wie kann ich rechtzeitig Abhilfe schaffen? Bin wirklich etwas verzweifelt...
Es kann, ja.
Es kommt immer darauf an, aus welchen Gründen der Hund bellt.
Ursache gibt es so einige:
Hunde bellen, weil sie unsicher sind.
Hunde bellen, wenn sie Frust schieben, weil sie etwas wollen, aber nicht können, bzw. dürfen.
Hunde bellen, weil sie sich "stärker machen" wollen, als sie sich eigentlich fühlen.
Hunde bellen, weil sie "Erfolg" mit ihrer Methode hatten (Briefträger verschwindet wieder).
Der Nachteil dabei ist, Bellen ist selbstbelohnend!
Da gilt es, herauszufinden, was die Ursache ist, und dem Hund zu "erkären", daß dieses Verhalten nicht so gerne gesehen wird. Dafür sollte man diesem aber auch zeigen, was für ein Alternativverhalten in so einer Situation erwünscht ist.
Dieses kann man dann trainieren.
Mit der Zeit wird der Hund merken, daß es für ihn viel lohnenswerter ist, das Alternativverhalten zu zeigen.
Schöne Grüße noch
SheltiePower