Hallo!
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hallo ihr lieben,
ich brauche euren rat: mein kleiner DSH (mein erster Hund)
hat nun auch das welpen-typische beißen für sich entdeckt, sehr zum
leiden meiner Arme. er ist 3 1/2 Monate.
er beißt sich regelrecht fest und ich weiß nicht wie ich richtig reagieren soll..
Bis zu einem gewissen Grad ist dies auch normal.
Hundewelpen entdecken die "neue" Welt schon mal gerne mit ihrem Maul.
Eine andere Möglichkeit ist auch leichte Überforderung von Seiten des Hundes mit der Übersprungshandlung "Schnappen".
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zu folgendem
wurde mir schon geraten:
_qietschen wenn es zu dolle wird und weggehen
_pfui sagen und wegschubsen
_schnauze zuhalten und pfui sagen
_zurückkneiffen
_drohend anschauen und pfui sagen
_ignorieren
jetzt habe ich auch schon gelesen dass man den Hund in solchen Momenten komplett festhalten soll
oder auf den rücken drehen soll. ?
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Man kann eigentlich nur raten, bei einer Methode zu bleiben.
Man kann auch kurz "testen" und schauen, ob nicht doch eine andere Methode bei diesem Hund besser wäre.
Aber man sollte schon schauen, daß nicht alles an Methoden durchprobiert wird, und schon gar nicht in so kurzer Zeit!
Das ist das eine.
Das andere wäre, was möchte man als Halter erreichen?
Soll der Hund was dabei lernen?
Ist der Hund gerade im Übersprungsmodus, dann befindet er sich im Streßzustand und kann eh nichts lernen.
Mit Ignoranz kommt man dann auch nicht weiter. Hund beißt sich quasi fest, und der Halter ignoriert das. Was "lernt" der Hund in so einem Moment? Das dies erwünscht und alles okay ist?
Da genau das ja nicht der Fall ist, wird man als Mensch dem Hund "erklären" müssen, daß dies nicht so toll ist.
Quietschen oder Aua sagen ist eine Möglichkeit.
Aber es gibt auch Hunde, die dies eher als eine Art "Aufforderung" verstehen, die drehen also erst recht auf.
Bei anderen Hunden funktioniert dies.
Bei Deinem wohl nicht.
PFUI oder NEIN sagen, wäre auch eine gute Möglichkeit!
Was man dabei aber nicht vergessen sollte, ist, daß die gesprochene Sprache des Menschens für den Hund eine "Fremdsprache" ist. Will man zukünftig diese Wörter nutzen, so muß man es auch erst einmal dem Hund "erklären", was für eine Bedeutung diese beiden Begriffe haben.
Da bringt es nicht, den Hund dabei drohend anzuschauen, lauter zu werden, oder zu kneifen.
Eher sollte man in einer ruhigen, streßfreien Phase dem Hund "erklären", was ein NEIN, oder ein PFUI, bedeutet.
Wenn dies dann verstanden wurde, kann man das auch in der entsprechende Situation einsetzen.
Wegschubsen ist oft kontraproduktiv.
Viele Hunde halten dies für "Spielen".
Wenn man Pech hat, bringt man seinem Hund sogar unbewußt bei, daß diese körperliche Rempler zum normalen Leben gehört. Sprich, nicht nur der Halter wendet dies als "Strafe" an, sondern der Hund könnte auch beim "Spielen" gebenüber des Halters etwas grober werden.
Und dann wäre noch diese sogenannte "Alpharolle".
Auch hierbei wieder die Frage: Was soll der Hund dabei lernen?
Wenn Du Pech hast, wird der Hund sein Vertrauen in Dich verlieren, immer schön auf Abstand zu Dir bleiben.
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welche Methode könnt ihr mir empfehlen, so dass er es auch ernst nimmt / wie kriege ich das mit der beißhemmung wohl am besten antrainiert?
Es kommt darauf an:
Du könntest in einer ruhigen Phase das NEIN einüben. Klappt dies gut, dann in der entsprechenden Situation anwenden.
Schaden tuts nicht, da Du sicherlich das NEIN auch noch öfters in anderen Situationen brauchen wirst.
Für den aktuellen Fall könntest Du Deinem Hund etwas zum Kauen geben. Kauseil, oder auch Rinderkopfhaut, oder ähnliches. Der Hund kann sich dann mit der Kauerei selbst wieder runterfahren.
Und Du hast Deine Hände, Hosenbeine und Co geschützt.
Schöne Grüße noch
SheltiePower