Beiträge von SheltiePower

    Hallo,

    die Bellerei kann verschiedene Ursachen haben.
    Diese wirst Du erst einmal für Deinen Hund herausfinden müssen.


    Dein Hund ist gut ein halbes Jahr alt.
    Meist um diese Zeit herum fängt diese sogenannte "Unsicherheitsphase" an.
    Da wird alles an Gegenstände, was schon bekannt war, "plötzlich" zu unheimliche "Monstern".
    Ein Auto vor der Tür? Da hat noch NIE eins gestanden! Unheimlich!
    Mülltonne im Hof? Oh je, wie schrecklich!
    Laternenpfahl? Nimm es bitte weg.
    So was wird schon mal gerne mit Bellen kommentiert.

    Dann kann es auch rassebedingt sein. Es gibt halt Rassen, die viel schneller losbellen,
    und dies auch gerne immer wieder, bei jeder sich bietende Gelegenheit tut.

    Viele Hunde bellen auch gern, wenn sie etwas nicht zuordnen (Geräusche, Gerüche) können, oder weil sie halt nicht wissen, wie sie mit der aktuell aufgetretene Situation umgehen sollen.


    Egal, was nun auch die Ursache ist, bei allen Situationen hat die Bellerei einen "Nachteil" (aus Menschensicht).
    Das Bellen beruhigt einen Hund, und ist auch selbstbelohnend.

    Ich schätze mal, so ganz abschalten, wirst Du die Bellerei nicht können.
    Aber Du kannst Deinem Hund alles zeigen, was okay ist, wo nicht gebellt werden mußt. In Eurem Fall, daß es okay ist, wenn sich der Mitbewohner in der Wohnung bewegt oder Radio einschaltet.
    Und in anderen Situationen könntest Du ein Alternativverhalten zeigen. Zum Beispiel bei Hundebegegnung: bring dem eigenen Hund bei, sich hinter Dich zu stellen, damit Du die "unheimliche Situation" klären kannst. Das gibt Deinem Hund die Sicherheit und er braucht nicht zu bellen.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    In der Regel ist es so, daß es eine Weile dauert, bis ein eventuell vorhandener Streßpegel gesunken ist.
    Gerade bei weiteren "Input", in welcher Form auch immer, kann dies etwas dauern.


    Was Du machen könntest:
    Wenn Du ihm etwas zum Kauen geben willst, dann versuch mal mit größeren Stücken.
    Mit selbstgemachten Leckerchen kann man dies gut machen.


    Beim Aufdrehen, wenn Du mal was von ihm willst:
    Was "machst" Du da?
    Damit meine ich auch den Anfang der Übung, bevor er aufdreht.
    Und was machst Du, wenn er schon aufgedreht ist?


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Rein theoretisch könnte die Hibbeligkeit schon vom Futter herkommen, muß aber nicht unbedingt.


    Willst Du Dich einlesen, dann empfehle ich Dir Dich mal hier https://www.dogforum.de/linksammlung-z…er-t154835.html .


    Mein erster Welpe hatte auch RC bekommen, schon beim Züchter.
    Hatte ich dann auch hier gehabt, damit die Kleine nicht schon am Anfang so viele Änderungen durchmachen mußte.
    Als ich die Rückseite von der Packung mal in aller Ruhe durchgelesen habe, bin ich fast vom Stuhl gefallen :lol:
    Da habe ich mich ein bißchen mehr mit der Ernährung auseinander gesetzt.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Zitat

    Kann ich meinem Hund jetzt noch diese Ruhe und Impulskontrolle "beibringen"? Wenn ja, wie?
    Ich habe schon das Gefühl, dass er fast immer sofort aufsteht, sobald sich etwas tut oder ich auch aufstehe.

    Können schon. Schließlich lernt man nie aus ;)
    Könnte nur etwas länger dauern.
    Mit Rückschritten würde ich rechnen.

    Ich kenne zum Beispiel eine Übung, Hund ist nur zur Absicherung an der Leine, er macht ein Sitz oder Platz, man wirft ein Spielzeug und der Hund soll dabei auf der Stelle bleiben.
    Diese Übung wird kleinschrittig aufgebaut. Alles, was unter "richtig" fällt, wird anfangs belohnt.
    Kann sein, daß gerade am Anfang das Spielzeug noch nicht geworfen werden kann, denn durch die Handbewegung alleine wird der Hund sicherlich schon zucken, oder sogar aufspringen.
    Also ruhig wieder in Position bringen, und eben die komplette Übung kleinschrittig aufbauen.


    Wegen dem Aufspringen, sobald man selbst immer wieder aufsteht.
    Was passiert, wenn Du mehrmals am Tag einfach nur die Räume wechselt? Immer wieder hin und her, rein und raus, mal hierhin und wieder dorthin.
    Folgt er Dir ständig?
    Oder bleibt er irgendwann mal auf seinem Platz liegen, ohne das Du da was sagen mußt und ignoriert Dein Verhalten?
    Wenn er dabei sogar weiter schlafen kann, obwohl Du gerade den Raum verläßt, erst dann hat er Ruhe.


    Ich komme nicht aus Deiner Gegend, kann also auch keine Trainer empfehlen.
    Vielleicht melden sich deswegen auch noch andere und können Dir zu was raten.


    Wenn Du Dir unsicher bist, wie Du weiter vorgehen sollst und Deinem Hund was beibringen kannst, dann wirst Du ohne Hilfe in Form eines Trainers eventuell nicht auskommen.


    Viel Erfolg!

    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Zitat

    Ihn auf den Platz zu schicken ist kein Problem. Auch wenn er nervös ist und bellt. Er hört sehr gut und lässt sich da dann auch "kommandieren". Das einzige was dann passiert, ist dass er immer wieder aufsteht und weiter bellt.

    Ist ja schon mal gut, daß es in diesem Moment "funktioniert".
    Aber er steht doch immer wieder auf und bellt.


    Zitat


    Was verstehst du unter "Ruhe und Impulskontrolle"? Also ich kenne von einer Freundin, die Ihren Borders Ruhephasen beigebracht hat und ihnen quasi gelernt hat um eine bestimmte Uhrzeit einfach abzuschalten und zu schlafen. Meinst du das? Das hat meiner leider nicht gelernt. Habe ich damals nicht gewusst.

    Ja, so in etwa.
    Man muß dies nicht unbedingt auf Kommando tun, oder nach festen Uhrzeiten.
    Aber es bringt dem Hund wirklich sehr viel, wenn er sich entspannen kann. Denn nur so kommt die Ruhe rein.
    Ein Hund, der bei jeder kleinen Bewegung aufspringt, kann ja vorher nicht entspannt gelegen haben. Der war dann auf "Hab-Acht-Modus".

    Es gibt so Hunde, die bei jeder Bewegung, bei jeder Action, bei jeden "Du darfst jetzt nicht xxxx" sich so extrem hochputschen, bellen, jaulen, springen, was weiß ich sonst noch. Die haben nicht gelernt, daß man nicht immer hinter einem (als Beispiel) wegrollendem Ball herlaufen muß. Sie kommen nicht mit Frust klar, können ihre Impulse, etwas "tun zu müssen", nicht kontrollieren.
    Die scheinen irgendwie nicht gelernt zu haben, daß es auch anders gehen kann.


    Zitat

    Ausgelastet ist er am Wochenende natürlich mehr als unter der Woche. Aber ich habe es auch schon ausprobiert ihn über einen Zeitraum bewusst körperlich und geistig auszulasten und zu schauen, ob es dann besser wird. Leider gab es hier keine Verbesserung.

    Das Problem bei solchen, nennen wir es mal hyperaktiven Hunden ist,
    daß die Anzeichen von Überlastung ähnlich sind, wie bei Unterforderung.
    Ich habe meist das Gefühl, daß die Hunde eher überfordert, als unterfordert sind.
    Der Nachteil, also aus Hundesicht, ist, daß die Halter dann meinen, noch mehr mit ihren Hunden tun zu müssen, damit sie endlich müde werden. Da tritt sehr oft das Gegenteil auf!
    Wer zu sehr hochgeputscht, aufgedreht ist, kann nicht sofort abschalten und schlafen!

    Meist hilft man solchen Hunden, wenn man das ganze Programm etwas runter fährt.
    Dabei darf man nicht vergessen, daß diese Änderung im Programm eben auch dafür sorgen kann, daß der Hund etwas gestreßt ist, da eben sein "Normal-Modus" nicht eingehaltet wurde. Das muß er auch erst einmal "verkraften".

    Zitat

    Ich würde auch gerne die genaue Ursache kennen, dann könnte ich sicher auch besser etwas dagegen unternehmen. Bin aber ratlos wie ich die Ursachen herausfinden kann.

    Über Netz kann man Dir da nicht so gut helfen.
    Schließlich muß man Dich und Deinen Hund sehen können.
    Da könnte Dir tatsächlich ein Trainer vor Ort viel besser helfen. Oder wenn man Freunde hat, die Hundeerfahren sind, die mal eben bittet, ein Auge drauf zu haben.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Wenn er erst einmal hochgeputscht ist, wird es schwierig werden, ihn auf den Platz zu schicken.
    Vor allem dann, wenn diese Aktion für ihn ungewohnt und neu in der Situation ist, weil er es vorher nicht so machen mußte.
    Im Streßmodus lernt es sich etwas schwer.


    Die Hektik muß ja von irgendwoher kommen.

    Es können so Kleinigkeiten sein:
    - nicht wirklich richtig von Anfang an Ruhe und Impulskontrolle gelernt
    - Halter macht selbst (unbewußt) hektische Bewegungen
    - Hund ist nicht (richtig) ausgelastet
    - Hund macht viel zu viel, bekommt viel zu viel Input und weiß nicht, wohin mit dem Input
    - Hund ist mit der Situation an sich überfordert


    Da mußt Du erst die Ursache finden.
    Dann kannst Du daran gezielter arbeiten.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Hallo,

    ein bißchen liest es sich so, als ob der Hund arg unter Anspannung steht.
    Er scheint nicht wirklich gelernt zu haben, auch mal in "ungewöhnlichen Situationen", oder auch "Streßsituationen", wie zum Beispiel Besuch zu bekommen, runter zu kommen.

    Bellen hilft dem dann, seine innere Anspannung zu "lockern".
    Das ist dann irgendwo auch "selbstbelohnend", da es ihm im Augenblick gut tut.
    Logisch dann auch, daß er dieses Verhalten öfters zeigen wird.

    Hinzu kommt ja noch die Belohnung / Bestätigung durch Euch in Form von Streicheleinheiten.


    Auch alles andere, was Du da sonst noch so beschreibst, klingt nach einem hibbeligen Hund, der schwer zu Ruhe kommt.


    Vielleicht würde es Euch und ihm helfen, wenn Ihr ihm Alternativverhalten zeigt.
    Also, statt am Besuch hochzuspringen, was putscht, ist es viel schöner, wenn er zum Körbchen geht - mal so als Beispiel.
    Aber das müßt Ihr ihm erst einmal "erklären", also zeigen, was Ihr haben wollt.
    Bei einem derartig festgefahrenem Verhalten könnte dies eine Weile dauern.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Zitat


    Vor kurzem hat mir jemand gesagt ich sollte sie kastrieren lassen. Das sei für Hündinnen enormer Stress. Und damit eben die Blutungen aufhören.Ist das so????

    Wenn eine Hündin kastriert wird, kann sie nicht mehr läufig werden. Also hört es dann tatsächlich mit den Blutungen auf.


    Ob es für eine Hündin tatsächlich stressig ist, muß man von Hündin zu Hündin sehen. Da reagiert jede wieder anders.
    Bei manchen trifft es wohl tatsächlich zu,
    man manch anderen ist es nur das, was der Mensch als "Streß" empfindet, für die Hündin aber ein ganz normaler Vorgang ist,
    und viele andere reagieren gar nicht, machen aber die normalen Hormonschwankungen durch.


    Zitat

    Ich hatte das eigentlich nicht vor. Ich will zwar keinen Nachwuchs und deshalb passe ich in der Zeit schön auf sie auf.

    Das ist doch okay!
    Oft reicht es auch aus, wenn man in der "heißen Phase" auf die eigene Hündin aufpaßt.
    Zum Glück gibt es nicht die "Pflicht", eine Hündin kastrieren zu lassen, solange keine gesundheitlichen Probleme vorliegen sollte.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    :???:

    Scheint so, als ob geschriebene Worte das große Problem bei der ganzen Sache ist.
    - zu kompliziert
    - zu lang
    - muß man ja erst mal in Ruhe zu Ende lesen, bevor man die Pferde füttern kann


    Da kommt man schon in Versuchung, Schilder mit "Erklärungen" in Bildform aufzuhängen.
    Also stehendes Pferd auf der Weide, durchgestrichene Essen(sreste), sonst Anwaltskosten.


    Flyer für die Gäste aus der Pension ist auch eine gute Idee.
    Da hätte ich nur die starke Vermutung, das diese genauso "gern" gelesen werden, wie die Schilder an der Koppel.


    Ich drücke Dir die Daumen,
    daß Du Erfolg hast.
    Einfach nur zum Wohl Deiner Pferde!


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower