Hallo,
mein erster Vorschlag wäre auch erst einmal gewesen: warte lieber noch ein bißchen.
Aber Du hast ja schon betont, daß Du dies nicht hören willst.
Zu Deinen Fragen:
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An der Entscheidung an sich, einen Zweithund zu holen zweifle ich nicht. Ich habe es gut durchdacht und wenn sich zeigt das Anju bis dahin unverträglich werden sollte, es mit der Wohnung nicht klappt oder anderes, werde ich natürlich auf einen Zweithund verzichten.
Es ist schön zu lesen, daß Du auf Deinen Ersthund "hörst", bevor überhaupt ein zweiter einziehen wird.
Du kannst jetzt schon "testen" (was Du ja auch teilweise wohl schon so machst), wie es ist, anderer Hund generell, anderer Rüde, andere Hündin, Alter vom anderen Hund, Größe, Rasse, Inkakt oder Kastrat, Welpe und Adult.
Wie ist sie draußen?
Wie verhält sie sich in der Wohnung / im Haus, wenn ein Besuchshund da ist?
Und wie verhält sie sich, wenn der Besuchshund auch mal über Nacht, sogar für einige Tage bleibt?
Da sieht Du schon mal, ob und wie Dein Hund reagiert.
Bedenke bitte, daß sie mit ihren jetzigen 7 Monaten nicht so wirklich ausgereift ist. Das heißt, die Hormone fangen an zu "spinnen", ihr Wesen entwickelt sich so langsam, wird sicherlich im nächsten Jahr noch nicht komplett fertig sein, und so weiter.
Gerade Hündinnen können heute eine andere Hündin "doof" finden, und morgen ist schon alles wieder gut.
Was man auch bedenken sollte wäre der Altersunterschied der beiden Hunden, die später mal zusammen in einem Haushalt leben sollen. Besonders dann, wenn es sich dabei um das gleiche Geschlecht handelt.
Es muß nicht notgedrungen so sein, daß zwei Rüden, bzw. zwei Hündinnen "sich bis aufs Blut bekämpfen". Es gibt wirklich tolle Hundefreundschaften.
Aber die Möglichkeit, daß es zu "Kämfpen" kommen könnte, ist größer, wenn der Altersunterschied sehr gering ist. Da kommt eher die Konkurrenz-Geschichte auf.
Das muß man dann händeln können.
Wenn in einem Haushalt zwei Hunde unterschiedlicher Geschlechter leben sollen, sollte man sich überlegen, was man dann macht, wenn die Hündin läufig wird. Besonders dann, wenn beide Hunde intakt sind, und es auch bleiben sollen.
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Ich bin da eigentlich auch immer noch der Meinung. Mein Verdacht das sie mit Hündinnen unverträglich wird hat sich zwar (noch) nicht bestätigt und es ist sogar besser geworden mit Hündinnen, aber mit gefällt ihr allgemeiner Umgang mit Rüden einfach besser. Bei Rüden ist sie unterwürfiger und Respektvoller, Hündinnen tanzt sie gerne auf der Nase rum.
Wie bist Du auf die Idee gekommen, daß Anju eventuell mit anderen Hündinnen "unverträglich" werden könnte?
Zum anderen Rüden: verhält sie sich generell bei denen "unterwürfiger"? Egal, ob die Rüden groß oder klein sind? Oder trifft dies nur auf bestimmte Hunde zu?
Das würde ich einfach weiter und vermehrt beobachten wollen.
Und da Anju sich ja noch in der Pubertät befinden, auch mal beobachten, ob es so bleibt, oder ob sich das in nächster Zeit noch ändern wird.
Ob es eine weiter Hündin, oder doch ein Rüde werden soll, wird etwas sein, was Du ganz alleine mit Dir selbst ausmachen mußt.
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Lange Rede kurzer Sinn - Wodurch entsteht das gerammel? Wie habe ich das ausgelöst? Es waren immer pubertärende Rüden, ich bin vorsichtig mit Begriffen wie Rangordnung und Dominanz, aber könnte es damit zusammenhängen?
Ich frage deshalb, weil ich, wenn ich mich tatsächlich für einen Rüden entscheiden sollte, wissen möchte wie ich mit solchen Situationen umgehen muss beziehungsweise, wie ich sie verhindern kann.
Rammelei kann auch durch Streß ausgelöst werden.
Was für Ursachen das da war, kann man nicht sagen. Möglichkeiten wäre, zu lange und zu doll gespielt, zu lange draußen gewesen und was "gearbeitet", zuviel neue Infos aufgenommen, eine andere (läufige) Hündin in der Nähe, Frust - weil der Hund was wollte und nicht durfte, und so weiter.
Ich würde dem Hund verbieten, mein Bein rammeln zu "müssen".
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Bei dem Gedanken vielleicht eine Zweite Hündin zu nehmen fühl ich mich wohl und unwohl gleichzeitig. Einerseits möchte ich keinen Zickenkrieg, andererseits komme ich mit Hündinnen besser zurecht.
Zwei Hündinnen müssen sich nicht unbedingt bekriegen.
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Bei einem "Paar" müsste ich vielleicht auch früher oder später über eine Kastration einer der beiden nachdenken, je nachdem wie arg der Rüde reagiert, und ich bin kein Freund von Kastrationen.
Dann hört man aber auch oft das ein Paar besser harmoniert als Zwei Hunde des gleichen Geschlechts.
Dazu gibt es nicht unbedingt pauschale Aussagen.
Bei einem "Paar" wirst Du anfangs viel Energie reinstecken müssen, damit der Rüde versteht, daß er trotz läufiger Hündin nicht unbedingt "wirr im Kopf" sein muß. Kann anstrengend sein.
Kastration muß nicht zwangsläufig nötig sein.
Aber trotzdem sollte man dann ein Auge darauf haben, nicht daß am Ende doch unverhofft Nachwuchs ansteht.
Es gibt Haushalte mit zwei Rüden, wo es gut klappt.
Es gibt Haushalte mit zwei Hündinnen, wo es gut klappt.
Es gibt auch das komplette Gegenteil davon.
Ich persönlich bin auch eher ein "Hündinnenmensch".
Bei mir stand fest, daß auch mein zweiter Hund eine Hündin sein sollte.
Meine Große war zum Zeitpunkt es Einzugs vom Zweithund bereits 6 Jahre alt.
Mein "Glück" war, daß sie damals schon Welpen liebte und gerne mit ihnen gespielt hatte. Und auch so keine Probleme hatte, wenn ich mal einen Besuchshund, auch mal über Nacht, bei mir zu Hause hatte.
Deshalb gab es damals, und gibt es auch jetzt keine Probleme mit meinen beiden, intakten Hundedamen.
Schöne Grüße noch
SheltiePower