Da klingt einiges im Argen 
In so einem Fall ist wirklich eher ein Trainer vor Ort, der sich das Ganze anschaut, eine bessere Hilfe. Da dieser zeitnah reagieren kann, und Euch auch alles erklären kann, was da gerade so passiert, und wie Ihr damit umgehen sollt.
Eventuell könnte man im Tierschutz nachfragen, ob die einen Trainer haben, oder jemand wissen, der Ahnung hat und auch gerne bereit ist, Euch so zu helfen?
Vielleicht weiß auch ein Tierarzt jemanden, der da hilft?
Wenn man so quer liest, hat man schon ein wenig das Gefühl, daß es um einen unausgeglichenen, überforderten und unsicheren Hund, gepaart mit einer ordentlichen Menge Frust, handeln könnte.
Da wäre die Frage, ob der Hund ein Hobby, eine Aufgabe hat, die er nachgehen kann?
Damit meine ich, was Ihr als Team gemeinsam macht. Zum Beispiel Zielobjektsuche, Schnüffelspiele, Tricks erarbeiten, Fährten, Trailen, Dummyarbeit, normale Unterordnung (Grundgehorsam), .......
Was würde passieren, wenn Du (falls es überhaupt bei Euch so geht) in einer bewußt gewählten Trainingssituation, sobald vorne "Feind Hund" sichtbar wird (dieser dann natürlich auch dort bleibt, also nicht auf Euch zukommt), Du Dich einfach mitsamt Hund umdrehst und erst einmal aus der Situation herausgehst?
Denn das wäre erst einmal mein Trainingsansatz. Dem Hund Sicherheit geben, indem ich den Abstand zum "Feind" vergrößere.
In dieser Distanz kann man dann mit dem Hund auf und ab gehen, und seine Aufmerksamkeit einfordern. Ist er ruhig und entspannt, und schaut auch den Halter an, kann dies belohnt werden.
Klappt dies gut, könnte man die Distanz zum "Feind" etwas verkürzen, und dort weiter trainieren. Ist er weiterhin entspannt und aufmerksam, geht es den nächsten Schritt näher zum "Feind".
Oft hilft es auch den Hunden, insofern genug Platz vorhanden ist, daß man nicht direkt auf den "Feind" zugeht, sondern leichte Bögen läuft. Also weg vom "Feind", und am besten noch mit dem Körper vom Halter zwischen den "Feind" und neben dem eigenen Hund.
Das wäre für mich der erste Schritt fürs Training.
Im Alltag, wenn die "Feinde" auf einem zukommen, weil sie ja ein Ziel vor Auge haben, ist es etwas schwieriger umzusetzen. Da sollten allerdings Bögen, wenn genug Platz vorhanden ist, gemacht werden.
Schöne Grüße noch
SheltiePower