Puh,
das klingt echt heftig.
Beim Lesen habe ich so das Gefühl, Dein Hund steht im Dauerstreß!
Und zwar durchgehend.
Es klingt so, als ob er keine "Zeit" hat, um mal ein wenig herunter zu kommen.
Bevor ich da was falsch verstehe, mal eine kleine Nachfrage:
Du gehst fast täglich 1 - 2 h raus?
Plus Toben, Spielen, "Arbeiten" und so weiter.
Macht Ihr auch mal bewußt langweilige Spaziergänge, für kurze Strecken, wo der Hund mal die Gegend beschnüffeln darf, aber sonst nichts anders "machen" muß?
Ich persönlich stelle mir dies ständige Anspannung, stets in "Hab Acht Stellung" zu sein, doch sehr anstrengend, und für den Hund auch ganz besonders stressig vor.
Noch scheint er das normale Vorbeigehen an anderen Hunden nicht können, weil er es nicht gelernt hat.
Und ist er im Streßmodus, kann er auch nicht das lernen, was ein Mensch ihm beibringen will. Da schaltet sich sein Gehirn quasi "aus".
Ja, Kauen beruhigt.
Bewegung auch - wobei zuviel an Bewegung auch putschen kann.
Eigentlich sollte Hundeschule, oder sogar ein Verein, Dir helfen können.
Wenn der Trainer Euer Problem nicht erkennt und Euch auch nicht helfen kann, ist natürlich Deine Frage berechtigt. Im Augenblick kann er nichts lernen, die Hilfestellung dazu scheint ihm während den Stunden zu fehlen.
Die Frage wäre bei Dir auch, ob er deutlich ruhiger wird, wenn Du mal, sagen wir für 4 Wochen, nicht viel mit ihm machst. Du gehst zwar Gassi, aber nicht so viel und so weit. Eventuell sogar für den Anfang immer die gleiche Strecke.
Zu Hause kannst Du gerne mal zwischendurch SITZ und PLATZ üben, aber ich würde da nicht so viel machen.
Gib ihm was zum Kauen auf seinem Platz.
Fährt er dann runter? Wird er sichtlich ruhiger?
Wenn Du Dich fragen solltest, warum ich so eine lange Zeit vorschlage:
Es geht ziemlich schnell, einen Hund hochzuputschen, ins Streßmodus zu bekommen.
Aber es dauert eine Weile, meist mehrere Tage, bis der Hund davon wieder weg kommt.
Bei jedem neuen "Input" wird das Ganze noch angefacht.
Schöne Grüße noch
SheltiePower