Gleichzeitig ruft dann noch eine Stimme dazwischen, die Angst hat, dass der Hund niemals gut erzogen werden kann. Dass ich den Ansprüchen eines Hundes nicht gerecht werden kann. Manchmal sieht der Welpe mich an oder er möchte irgendwas, aber ich weiß nicht was. Dann verzweifle ich total. Oder wenn er nicht ruhig wird am Abend.
Genau das meinte ich mit dem Druck.
Dazu kann man nichts, dieser kommt von ganz alleine, verschwindet meist auch irgendwann wieder.
Was Du aber machen kannst, ist, versuche mal das Ganze zu vergessen.
Der Hund ist eh noch jung, wird also noch nicht alles so schnell lernen können, was er später mal im Hundeleben so alles können sollte.
Nimm Dir da schon mal den Druck raus.
Klar, üben wirst Du schon müssen, aber erwarte einfach noch nicht so viel.
Schließlich verlangt man ja von einem Kindergartenkind auch nicht, daß es morgen schon das Abitur machen soll. 
Ihr habt alle Zeit der Welt für die Erziehung.
Das andere gehört für mich zum "Lesen des Hundes".
Noch ist er ein Buch mit chinesischen Schriftzeichen
, aber mit der Zeit kommt ein Gefühl für den Hund. So, wie er Dich und Deine Körpersprache lesen lernt, so lernst Du die seine lesen und verstehen.
Aber das kann (noch) nicht sofort da sein.
Dafür kennt Ihr Euch ja noch gar nicht.
Das ist etwas, welches sie so langsam mit der Zeit entwickeln wird.
Und das kann nur kommen, wenn man sich da nicht zu dolle selbst unter Druck setzt.
Laß einfach alles langsam auf Dich zukommen.
So ein junger Hund wird noch nicht vieles "einfordern" wollen.
Fressen, Schlafen, bißchen Toben können, und natürlich Streicheleinheiten - das werden seine Hauptwünsche sein.
Hilf ihm einfach nur, die Welt kennen zu lernen. Sieh allles mit seinen Augen.
Mehr braucht er noch nicht.
Hunde haben abends schon mal gerne ihre dollen fünf Minuten. Gehört auch ein bißchen dazu.
Was Du machen könntest: schau mal, ob Du nicht ein bißchen "zu viel" mit ihm gemacht hast. Das ist jetzt nicht negativ gemeint! Meist neigt ein Mensch dazu, etwas mehr mit dem Hund zu machen, damit dieser dann "müde" wird. Ohne es zu wollen, war ja auch keine Absicht, ist oft dann das Gegenteil der Fall. Bei Kindern sagt man ja schon mal gerne, "nach müde kommt blöd". Das ist auch bei jungen Hunden der Fall.
Mit Zuviel könnte gemeint sein:
- etwas zu lange draußen "Gassi" gewesen,
- ein bißchen zu lange, oder zu dolle gespielt,
- viel zu viele Eindrücke (Kühe, andere Hunde, Schmetterlinge, Spuren von Mäuse, Pferde, und so weiter) gehabt.
Viel Erfolg mit dem jungen Hund!
Schöne Grüße noch
SheltiePower