Beiträge von SheltiePower

    Na ja,

    wenn Du "gefahrdrohend anspringen" wortwörtlich meinst, würde ich ja eher in die Richtung definieren, daß der Hund tatsächlich mit Beschädigungsabsicht jemanden angreift.


    Ansonsten ist "Belästigung" eher individuell definiert.
    Jemand, der richtige Angst vor Hunden hat, wird sich sicherlich schon belästigt fühlen, wenn der Hund einen auch nur anschaut, quasi mit dem Blick folgt. :ka:

    Auch wenn der Hund dann echt nichts tut.

    Das andere Extrem ist ja der total nette, freundliche Hund, der "nur mal eben Hallo sagen" will. Sprich, dieser Hund springt die Menschen an, will nicht mehr damit aufhören, will "Küßchen" verteilen (Definition liegt ja beim Halter).
    Das kann (nach Haltersicht) auch noch so freundlich gemeint sein, das ist in meinen Augen schon eher in Richtung Belästigung :ka:


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Ich kapiere das mit dem Bogen laufen einfach nicht. Ist bestimmt gar nicht so schwer aber irgendwie will sich der Knoten im Kopf nicht lösen.

    Hast Du mein Trainingsvideo gesehen?
    Wenn Du mit dem Ausfallschritt nach hinten arbeitest, und den Hund somit "mitziehst" kommen automatisch die Bögen mit rein.

    Ja genau diese Methode. Also Spike steht in der Fußgrundstellung neben mir. Ich mache einen Schritt zur Seite und versuche den Hund mitzuziehen. Spike folgt mir dabei aber nur mit dem Vorderkörper und steht dann schräg zu mir. Wenn ich ihm auffordere sich auszurichten kommt er mit dem Hinterteil nach aber ich sehe da keinen Bogen und einen seitwärtsschritt hat er auch nicht gemacht.
    Wahrscheinlich denke ich nur mal wieder viel zu kompliziert.

    Mach nicht nur den Schritt zur Seite.

    Um es besser erklären zu können, schreibe ich es jetzt mal so:
    Mal angenommen, der Hund befindet sich links von Dir.
    Mit Deinem rechten Bein machst Du natürlich einen Schritt nach rechts.
    Jetzt ziehe aber nicht Dein linkes Bein einfach so nach, und stelle es neben Deinem rechten Bein.

    Bitte mache mit dem linken Bein einen Schlenker nach hinten!
    "Ziehe" den Hund mit Dir mit. Sein Oberkörper darf dabei gerne schief, sein, hauptsache, seine Schulter befindet sich neben Deinem Bein.
    Dann "schwebst" Du Deinen linken Bein wieder nach vorne und stellst es direkt neben Deinem rechten Bein ab.
    Hund sollte Dir weiterhin folgen.

    Nur so bekommst Du den Bogen beim Hund.
    Praktisch gesehen folgt Dir der Hund in Wellenlinien, wenn man so will. Also, bildlich gesehen.
    Es geht darum, daß der Hund auf diese Weise verstehen lernt, daß er sich gerade neben Dir wieder aufstellen soll.

    Das mag am Anfang umständlich aussehen, aber das ist der erste Schritt zum Ziel.
    Mit der Zeit, wenn man merkt, daß der Hund langsam versteht, was der Halter von ihm will, wird dieser Ausfallschritt mit dem linken Bein nach hinten immer kleiner, weniger.
    Der Hund läuft auf diese Weise immer gerader neben seinem Halter mit.
    Und bitte beim Bestätigen auch darauf achten, daß die Hinterpfoten beklickert werden!

    Ich hoffe, es ist jetzt so etwas verständlicher ausgedrückt?


    Soo, Erkenntnis des Tages für Beagledame Nr. 1 ist seitswärts laufen nebenher zu einfach. Das kennt sie tatsächlich noch in etwa aus der BH-Vorbereitung. Mit ihr möchte ich gerne das gegenüber laufen probieren, habe aber so gar keine Ahnung wie ich das möglichst "gerade" aufbauen soll. Der Stab wäre vielleicht ne Idee.

    Im Prinzip wird es ähnlich aufgebaut, wie ich es oben schon mit seitwärts laufen, direkt neben dem Halter, beschrieben habe.
    Eine Änderung, der Ausfallschritt beim Halter entfällt!

    Mal ein Beispiel, damit ich es leichter erklären kann.
    Halter steht, und der Hund befindet sich direkt vorm Halter, Schnauze Richtung Halter.
    Ideal hierbei, ein Nasentarget. Kann die eigene Hand sein, oder was anderes.

    Der Halter geht mit seinem rechten Bein einen Schritt nach rechts (Achtung, dies wird auch ein wenig der Hundegröße angepaßt!).
    Die Hand, das Target folgt zwar der Beinbewegung nach rechts, geht aber in Richtung Hund.
    Der Hund, der gelernt hat, dem Nasentarget zu folgen, folgt der Bewegung.

    Optisch sieht es so aus, daß der Hund sich nach rechts, vom Halter wegdreht, man sieht den Hund in seiner ganzen Länge gerade vor einem.
    Dann wird das Target wieder zum Halter hin gezogen, und zwar so, wo es vorher auch schon war.
    Hund folgt immer noch dem Target, richtet sich aber wieder gerade vor dem Halter aus.

    Auch hierbei ist es ideal, wenn der Halter erst mit dem Clicker bestätigt, wenn der Hund seine Hinterhand gerade zum Körper ausgerichtet hat.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Aus bisheriger Erfahrung liegen viele Fehler eher beim Menschen.

    Mal ein simples Beispiel:
    Hund soll mit der Nase was berühren.
    Mensch klickert zwar brav und auch viel.
    Aber meist einen Ticken zu spät, wenn der Hund sich schon wieder vom Target gelöst hat.

    Dann ist es logisch, daß der Hund den Klick mit dem "ich entferne meinem Kopf vom Target" in Verbindung gebracht hat.
    Oft hat dies dann zur Folge, daß der Hund mit der Nase nicht mehr zum Target geht.
    Wozu auch? Immerhin wird das Entfernen der Nase vom Target bestätigt :D


    Beobachte mal Dich selbst.
    WANN kommt Dein Klick?
    Kommt immer zur gleichen Zeit, bei gleicher Haltung vom Hund, der Klick?
    Oder bist Du einen Ticken zu spät, und hast praktsich das Falsche bestätigt?

    Und beobachte auch Deine eigene Körperhaltung.
    Wenn Du zum Beispiel willst, daß Dein Hund mit der Nase, oder Pfote (je nach Veranlagerung) ein Target berühren soll, was machst Du dabei?
    Starrst Du den Hund an?
    Wenn das zutreffen sollte, unterlasse dies dann mal bitte. Viele Hunde mögen das nicht.

    Eine aktive Hilfe vom Halter wäre es dann, wenn Du statt dessen das Target anschaust.
    Um (weiter) Klicken zu können, wirst Du den Hund natürlich im Augenwinkel beobachten müssen, aber starre den Hund nicht direkt an.


    Einfachste Übung für den Anfang, damit der Knoten beim Hund platzt, sind meist solche Targetsspielchen, die entweder mit der Pfote oder Nase vom Hund berührt werden sollten.
    Halte das Target anfangs auch nicht zu weit weg vom Hund.
    Somit werden mögliche "Fehlerquellen" ganz ausgeschlossen.


    Viel Erfolg!


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Viele Hunde kommen nicht damit klar, wenn eine Hand unter dem Bauch ist.
    Ich persönlich würde auch mit diesem "Trick" beim Trainingsaufbau nicht arbeiten wollen.
    Ganz besonders nicht bei Hunden, die da eh schon Streßsymptome zeigen.

    Ich würde in dieser Hinsicht viel kleinschrittiger mit einem sogenannten Nasentarget arbeiten wollen.
    Immer nur die Kopf-, bzw. Oberkörperarbeit nach unten bestätigen. Mit vielen Wiederholungen.
    Dann klappt es auch sehr gut mit dem Verbeugen.


    Kleiner Hinweis noch: viele Hunde legen sich auch deshalb hin, weil ihre Halter sie mit der eigenen Körperhaltung "drücken".
    Wenn man sich zu sehr über den Hund beugt, legen sie sich ins Platz ;)


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

    Na ja, gibt halt Tricks, die lernt sie schnell und bei anderen dauerts ne Weile! Ihre Konzentration ist eh beachtlich... gering..

    Für mich ist das meist ein Anzeichen, daß ich dann bei einem bestimmten Trick es noch zu schwer für den eigenen Hund mache, oder die einzelne Zwischenschritte viel zu groß gewählt habe.
    Wenn man da noch was ändert, und auch die Belohnungsrate erhöht, kommt man wieder besser voran.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower