Die Pipimatten hatten wir schon als sie ein Welpe war.
Ich persönlich bin kein Fan von diesen Pipimatten.
Genau aus diesem
War ihr ziemlich egal und sie hat einfach immer daneben gepinkelt 
Grund 
Was man dem Hund, eher aus Versehen und so "nebenher" beibringt, ist nämlich, in die Bude zu machen ist schon in Ordnung so. Im Grunde genommen klingen doch diese Pippimatten nach einem Widerspruch zum Stubenreinheitstraining.

Entweder darf der Hund doch, wenn auch nur auf die Matten (Treffsicherheit vorrausgesetzt), oder eben niemals, nie, nicht in der Wohnung machen.
Aber, es gibt ja auch diese Leute, die mit diesem Weg Erfog hatten.
Aber das Problem ist, dass sie sich nicht immer bemerkbar macht.
Das Hauptproblem der Hunde ist oft, daß die Menschen ihre Art und Weise "sich bemerkbar zu machen" nicht so wirklich verstehen.
Als Mensch denkt man sich, der Hund muß sich melden, entweder in Form von Lautäußerungen wie Winseln oder gar Bellen, oder durch Kratzen an der Tür, oder zur Tür gehen. Also alles so offensichtlichere Hinweise, die für uns selbst logisch sind.
Tatsächlich hat jeder Hund seine ganz eigene Art, den - dann oft noch dezenten - Hinweis zu geben. Diesen gilt erst einmal herauszufinden und eben als solchen zu verstehen!
Meine Sinja, mal als Beispiel, hatte mich immer nur stumm angestarrt.
Sie ist aufgestanden, zu mir gekommen und hatte mich angestarrt.
Wenn ich gerade was gegessen hatte, hätte ich das als typisches Betteln interpretieren können, oder wenn ich gerade tief und fest im Bett geschlafen habe, hätte ich eh nicht sehen können, daß sie mich anstarrt, weil sie raus mußte.
Aber das war IHR Hinweis gewesen!
Als Mensch muß man halt seinen Hund erst einmal "Lesen lernen", um zu verstehen, was er gerade will. Das kann ein unruhigen Umherlaufen in der Wohnung sein, ein vermehrtes Schnüffeln, ein Verschwinden hinter der Couch, dem Sessel, oder Verlassen des Raumes sein,
Kommt vom Menschen gar keine Reaktion, tja, dann muß der Hund halt eben die Situation auf seine Art und Weise - im wahrsten Sinne des Wortes - lösen
Eine volle Blase ist nun einmal unangenehm!
Es gibt nicht DEN Hinweis, den man sich selbst am liebsten wünscht, bzw. der dem Menschen am logischten erscheint. Man muß also den Hund irgendwie verstehen lernen. Bei wirklich dezenten Hinweisen ist dies schon eine große Aufgabe, aber die kann man meistern!
Klingt ein bißchen nach einem Widerspruch zu dem, daß man seinen Hund nicht ständig im Auge behalten soll. Ist es aber nicht! Denn man soll den Hund nicht mit Argusaugen anstarren! Das ist auch nicht nötig!
Mit der Zeit lernt man einfach zu verstehen, wann es die normalüblichen Bewegungen immerhalb der Stube bei einem Platzwechsel, oder Trinken, und wann es ein "ich muß jetzt mal" ist. Das gehört zum Beziehungsaufbau in der Kennenlernphase zwischen Hund und Halter dazu.
Das ist ein Entwicklungsprozeß - auf diesen man sich auch erst einmal einlassen muß.
Sie ist einfach nur ins Wohnzimmer gegangen, hat gepinkelt und ist danach wieder zu mir gekommen, als wäre das das normalste der Welt.
Was es ja auch für sie gewesen war 
Wo lagen denn die Pads, die Du am Anfang ausgelegen hattest?
Wenn diese im Wohnzimmer gelegen hatten, wäre das zum Beispiel eine Antwort.
Hunde machen gerne auf weiche Unterlagen. Selbst, wenn die Pads woanders gelegen haben, und jetzt nirgendwo mehr liegen, aber im Wohnzimmer sich ein Teppich befindet, kann das auch eine Erklärung sein.
Dann würde ich einfach mal die Türen schließen, so daß der Hund nicht selbstständig irgendwo hin kann. Führt der Gang dann trotzdem zum Wohnzimmer, bis zur verschlossenen Tür, dann ist das Dein Hinweis. Auf, schnapp Dir den Hund und sofort geht es raus.
Und alle 3/4 Stunden rausgehen, habe ich ja jetzt bis zu ihrem 1. Geburtstag gemacht (Und selbst da, hat sie ja ab und an rein gemacht).
Dein Satz in Klammern zeigt, daß Dein Zeitfenster noch ein bißchen falsch gewesen war, also bei diesem Huind.
Jeder Unfall ist ein Zeichen dafür, daß da noch was "falsch" ist. Diesen Fehler (beim Menschen) gilt erst einmal zu finden und abzustellen. Wurde an der richtigen Stellschraube gedreht, setzt der Erfolg ein.
Man sagt ja immer, direkt nach dem Schlafen, nach dem Fressen und nach dem Spielen muß der Hund raus.
Daran sollte man sich ohnehin halten.
Dann gibt es noch die Phasen dazwischen. Schläft der Hund, greift das "nach dem Schlafen" - also wird der Hund wach, bewegt sich viel, wirkt unruhig, sofort raus.
Schläft der Hund nicht, ist beschäftigt, entweder mit Spielen, oder mit Beobachten, oder sogar mit Bewegungen innerhalb der Grenzen im Raum, würde ich tatsächlich alle zwei Stunden mit dem Hund raus wollen 
Passiert in diesem Zeitraum nichts an Unfall in der Wohnung, ist das Zeitfenster gut gewählt, und man kann langsam den Rahmen vergrößern.
Passiert doch noch was, war der Zeitraum noch viel zu kurz gewählt gewesen, oder der Rahmen wurde zu rasch zu sehr vergrößert.
Wie man den Zeitfenster definieren kann, ist immer vom Hund selbst abhängig. 
Man kann das nicht so pauschal sagen. Diese 2 Stunden ist ja nur ein Beispiel, ein Erfahrungswert, der oft bei vielen Hunden paßt. Aber es gibt auch diese, die schon direkt drei Stunden abkönnen, oder welche, die schon nach anderthalb Stunden wieder müssen.
Deshalb würde ich das immer vom jeweiligen Hund und seinen Bedürfnissen abhängig machen, und damit weiter arbeiten wollen!
Im Prinzip sollte kein Pinkelunfall mehr in der Wohnung sowas wie Dein Indikator sein, mit dem Du arbeiten kannst.
Ich weiß ehrlicherweise nicht wie.
Fang erst einmal wieder von vorne an. Wie mit einem Welpen.
Solange es erfolgreich ist, machst Du was richtig.
Passiert doch noch was, so hast Du noch was falsch gemacht, bzw. einen Hinweis vom Hund falsch interpretiert. Dann versuche zu entschlüsseln, wie der Hund Dir "Bescheid gesagt hat", daß der nun mal muß.
Und länger als 1 Stunde lasse ich sie auch selten alleine. Gleicher Grund: Sie macht mir dann mit Sicherheit in die Wohnung.
Das könnte auch damit zusammenhängen, daß sie halt bisher gelernt hatte, daß sie ja ständig in Deiner Nähe zu sein hatte, und Du ein Auge auf sie haben mußtest. Wenn Du weg gehst, und sie alleine sein muß, so plötzlich, so fehlt ihr auch diese Sicherheit. Das führt zum Streß, und das sorgt nun einmal dafür, daß die Blase entleert werden muß 
Als Mensch kennt man sowas übrigens auch 
Es gibt diese Situation, die einen selbst enorm unter Streß setzt. Sei es, ein wichtiges Spiel (Sport), oder ein Referat vor vielen Menschen, oder .......
Das macht einen nervös. Man versucht sich irgendwie Mut zuzusprechen, sich zu sammeln, sich irgendwie noch perfekt darauf vorzubereiten, und man muß ständig aufs Klo, und das, obwohl man vor einer Minute noch auf dem Pott gesessen hat.
Aufregenung kann dies bewirken.
Einem Hund ergeht es dann nicht anders, wie uns Menschen.