Hm,
für mich liest es sich ein wenig so, als ob Du noch etwas zuviel mit dem Hund "gehst", also Gassi.
Daß die Kleinen raus müssen, zum Lösen, ist klar.
Aber das sollte dann wirklich reine Löseplätze sein, ohne viel zu gehen.
Einmal am Tag kannst Du dann "eine Runde" gehen.
Da Deine noch etwas zu sehr aufdreht, wäre es bei Euch vielleicht nicht so verkehrt, sich an diese sogenannte "Fünf Minuten Regeln" zu halten.
Das bedeutet: pro Lebensmonat darf die Kleine fünf Minuten "Gassi gehen".
Auf Deiner Arbeitsstelle scheint es zu funktionieren.
Da ist sie noch ruhig.
Wenn sie allerdings sofort aufdreht, kaum daß Ihr Zuhause seid, dann kann es zweierlei bedeuten:
- sie hatte tagsüber auf der Arbeit doch so viel zu verarbeiten gehabt
- sie ist es gewohnt, daß Ihr sofort Aktion macht, sobald Ihr Zuhause seid
Eventuell sogar eine Kombination vom Beiden?
Ich an Deiner Stelle würde zur Bürozeit die Kleine nur zum Lösen raus bringen. Noch keine größere Runden laufen.
Wegen dem Spielen, müßtest Du mal selbst schauen, ob es vielleicht zuviel ist? Was würde passieren, wenn Ihr weniger, bis gar nicht spielt? Oder das Spielen erst auf Abend verlegt, wenn Ihr wieder Zuhause seid?
Weil, das hier:
Zitat
Aber sobald wir nach Hause kommen ist die Hölle los. Sie schläft nicht und rennt nur rum und beißt und knabbert alles an. Auch uns beißt sie. Ich kann nicht den Raum verlassen ohne das sie jault und mir hinterher rennt. Ich bin nur damit beschäftigt mit "NEIN", "AUS", "PFUI". Manchmal gebe ich ihr dann einen Pansen oder Knochen damit ich wenigstens ein paar Minuten Ruhe habe.
Abends geht es dann richtig los. Sie will absolut nicht ins Bett und ist nicht zu bändigen.
Was kann ich tun bzw. nicht tun?
liest sich schon nach Streß.
Hunde, die unter Anspannung (Streß) stehen, würden gerne diese wieder loswerden. Weil es halt kein schönes Gefühl ist, ständig so "hochgepuscht" zu sein. Schließlich will man ja auch zur Ruhe kommen.
Kauen hilft denen dann, zur Ruhe zu kommen.
Manche Hunde fangen an zu Jaulen, oder zu Bellen.
Andere "machen" in die Wohnung.
Was auch immer, das verschafft ihnen gerade Erleichterung.
Ich würde dann wirklich etwas mehr Ruhe reinbringen und weniger mit dem Hund "Gassi gehen".
Eventuell auch das mit dem Spielen erst einmal sein lassen, zumdindest vermindern.
Das Problem, warum NEIN, PFUI und AUS nicht funktionieren, ist folgendes:
Der Hund kennt diese Wörter nicht. Für ihn ist es eine fremde Sprache.
Bevor Du diese Begriffe benutzen kannst, wirst Du es ihr erst einmal in Ruhe "erklären" müssen, was diese Wörter in ihrem zukünftigen Hundeleben bedeuten.
Wenn sie grad sowieso schon hochgedreht ist, bringt es nichts, ihr diese "komischen Wörter" an den Kopf zu knallen. Der Lerneffekt ist dann auch gleich Null, und sowohl Mensch als auch Hund sind dann frustriert, daß nichts mehr klappt.
Wie man einem Hund am Besten ein NEIN beibringt, steht hier im Forum irgendwo sehr schön beschrieben.
Das kannst Du mal in einem ruhigen (!) Moment üben.
Wenn sie sowieso schon aufgepuscht ist, hilft Dir wirklich nur noch, Alternativen anzubieten, an denen sie knabbern darf. Das beruhigt den Hund, und auch Deine Nerven, und schont auch deine Möbeln.
Schöne Grüße noch
SheltiePower