Zitat
Du siehst, was du sehen willst.
Ich sehe hier einen äußerst aggressiven Hund, der mehrmals versucht, Cesar Millan zu beißen. Der Hund hat wohl gelernt, dass er mit diesem Verhalten bekommt, was er will. Weil Cesar Millan das weiß, lässt er nicht locker. Der Hund würde so in seinem Verhalten bestärkt. Und um Gottes Willen, wie kommst du darauf, dass der Hund bei 1:12 beinahe "bewusstlos gewürgt" wurde? Man sieht eine deutliche Handbewegung, wie Cesar Millan dem Hund das Gleichgewicht nimmt und ihn zu Boden drückt (=Alphawurf, "Biss" im Genick mit der Hand). Der Hund zeigt danachh klar und deutlich eine unterwürfige Haltung. Und auch hier wieder nur ein 3-Minuten Ausschnitt. Viel wichtiger wäre doch: wie verhält sich der Hund danach? Das zeigt das Video leider nicht!
ich kenne Cesar Milan nicht weiter, lehne wie gesagt seine Methoden als generelle Maßnahme zum Nachmachen für jeden - meistens unqualifizierten - Laien ab.
ABER:
in diesem Video sehe auch ich einen Hund, der keine Beißhemmung einem Menschen gegenüber hat.
für mich ist wichtig, was DANACH geschieht: der Hund ist nicht unterwürfig, sondern ENSPANNT: seine Augen sind Schlitze.
Zu dem Alphawurf: Beobachtet mal Milan: der ist die Ruhe selbst dabei!! Da ist keinerlei Aggression von seiner Seite. Und DAS ist wichtig für den Hund!!
viele haben auch den englischen Kommentar augenscheinlich nicht verstanden:
Milan hat in dem Beitrag gesagt, die Aggression sei in DIESEM Falle dominant motiviert, es sei etwas GANZ ANDERES, wenn die Aggression territorial oder gar aus Angst passiere.
P.S.
Die Tritte, die im anderen Video gezeigt werden, sind ne schnelle und effiziente Maßregelung (wie gesagt: auf KEINEN FALL für nen Normalohundehalter geeignet und schon GAR NICHT als STANDARD, sondern als AUSNAHME in wirklich aufgewählten Fällen!!). Und das sollte auch nur jemand machen, der sich mit den Tieren wirklich auskennt.
Hunde kneifen stattdessen in den Oberschenkel (hab ich grad gestern bei meinen Hunden untereinander beobachtet). Milan hat ein unglaubliches Timing. Würde er sich runterbeugen um den Huind mit der Hand zu kneifen, wär das zu langsam: spätestens beim zweiten Mal würde der Hund das antizipieren und ausweichen, vll. noch Angst vor der Hand oder der Bewegung bekommen.
Außerdem hab ich erlebt, dass die Rasse auch noch einen Unterschied macht:
Ne Bekannte von mir hat nen Dogo Argentino, die Hündin merkt n Knuff kaum. Würde ich das gleiche mit meinen HUndis machen, hätte ich total verängstgte Tiere im Endergebnis!!! . Mir ist aufgefallen, dass in den Videos ausschließlich American Bulldogs oder ähnliche Hunde zu sehen waren, die wahrscheinlich nicht so zu den "Sensibelchen" gehören. Wohlgemerkt, bevor jemand aufschreit: ich halte es auch bei DIESEN Rassen nicht für eine zu propagierende Erziehungsmaßnachme, sondern für eine Möglichkeit der Maßregelung in AUSNAHMEFÄLLEN.
Wie gesagt, ich persönlich würde nicht so pauschalieren, sondern überlegen, ob bei dem konkreten Hund und dessen spezieller Problematik ein derartiges Vorgehen, wie Milan es zeigt, ggf. angebrach sein könnte.
Was mir allerdings eindeutig fehlt: Wie gehen die Halter mit dem Tier um, dass es überhaupt so geworden ist?
Wie geht es für das Tier danach weiter?
Hundehaltern, die es "schaffen", derartig gestörte Tiere zu produzieren, dass solche Methoden vll. noch grad die "Letzte Rettung" sind, gehört die Tierhalteerlaubnis entzogen!!!! :motz:
Wahrscheinlich haben die Halter sich nen Malamuten zugelegt, weil sie dachten "ach, so kuschelig" und nicht beachtet, dass so ein Tier ARBEITEN muss und BEWEGUNG braucht. Ich vermute, dass der Hund schlicht nicht artgerecht gehaltenen wird.