Beiträge von flying-paws

    Nöhli heißt eigentlich Nala. Da sie aber peeeermanent nöhlt, nennt sie niemand so. Will sagen, ich kenne die Thematik :hust:.

    Hatte eine Trainerin, die sich das angeschaut hat. Sie hat mir Ohropax empfohlen. Nöhli checkt in so Situationen nicht mal, dass sie Geräusche macht. Wenn ich sie versuche abzubrechen, dann hört sie mit der Tätigkeit auf die sie während dem Nöhlen macht (zB um mich rum laufen). Wenn es dann keine Belohnung oä gibt, dann schaut sie mich fiepend mit Fragezeichen überm Kopf an, frei nach dem Motto: "Was denn?! :omg: was willst du noch???".

    Wenn sie irgendwo ruhig liegt und vor sich hinfiept (passiert ihr gerne mal wenn sie aus'm Fenster schaut) und man sie dann stört ist sie wirklich jedes Mal sehr erschrocken und hat keeeeine Ahnung, was man will. Fiepst aber währenddessen weiter. Laut meiner Trainerin gibt es einfach gesprächige Hunde, machste nix. Außer die Nöhli nennen :pfeif::ka:.

    Es gibt einen Unterschied. Das Stressfiepen kann der Hund nicht steuern. Das ist so, als ob Du versuchst einem Hund, der aus Stress hechelt, das Hecheln verbieten zu wollen. Der wird die alles anbieten, aber sicher nicht aufzuhören zu hecheln, weil er das nicht als bewusste Handlung steuert.

    Also ich gestehe, ich bin skeptisch bei Aussagen wie "Keiner meiner 10 Hunde hat einen Mehrwert von Spaziergängen mit mir allein oder nur einem der anderen Hunde zusammen!" Vor allem wenn die Hunde es gar nicht groß anders kennen. Wie will man das als Mensch denn letzten Endes beurteilen? Und wenn von 10 Hunden 4 mit Einzelrunden glücklicher sind, kriegt man das dann auch dauerhaft so gewuppt...?

    An der Stelle muss ich sagen, dass es wohl davon abhängt welchen Hundetyp man hat und wofür man die Spaziergänge nutzt. Für meine Hunde ist es in der Tat egal, ob ich die Runden mit allen zusammen gehen oder einzeln. Das ist Zeitungslesen-Seelebaumel-Zeit. Und das machen die so oder so. Für mich ist es mit allen anstrengender, weil ich meine Augen überall haben muss. Vor allem jetzt im Dunkeln ist es manchmal echt anstrengend, wenn einer der Senioren falsch abbiegt oder meint mich verloren zu haben und dann plötzlich rumdreht und in die falsche Richtung davon rennt ... dann muss ich entscheiden, ob ich den anderen Senior da stehen lasse und hoffe, dass er nicht abhaut, während ich den anderen einfange oder drauf hoffe, dass der andere sich besinnt. Zweiteres ist allerdings im Dunkeln eigentlich keine Option mehr, weil die mich einfach nicht mehr finden.

    So etwas passiert aber auch im Hellen immer häufiger. Heute morgen hat sich mein Spitz plötzlich herumgedreht und ist im Stechschritt zurück gelaufen, weil er mich nicht mehr gesehen hat - wir reden hier von zehn Metern! - und meinte, ich sei bestimmt rumgedreht. (Was ich dort noch nie gemacht habe und auch immer in die gleiche Richtung gehe.) Zeitgleich war rennen eine doofe Option, weil ich meine Aina an der Leine hatte, deren Bein gerade wieder etwas zickt und sie deshalb nicht rennen sollte ...

    Was ich tatsächlich aufwändig finde, ist alle Hunde ausreichend zu bespaßen und zu pflegen. Da hätte ich gerne mehr Kapazitäten, vor allem für die Oldies. Gut, ich mache halt einfach gar nichts anderes mehr und stecke die Zeit in sie. Um mich selbst kümmere ich mich deshalb auch weniger als ich sollte. (Übungen für den Rücken mache ich schon ewig nicht mehr, weil ich in der Zeit lieber die Oldies zur Muskelkräftigung turnen lasse und dann muss ich auch irgendwann mal ins Bett.)

    Was ich wirklich bestaune bei Leuten die so viele oder noch mehr Hunde haben, sind die finanziellen Kapazitäten. Meine Hunde haben die letzten Jahre viel von meinem Erspartem aufgebraucht, weil jetzt im Alter so viel zusammengekommen ist. Gut, da könnte man auch weniger ausgeben, wenn man nicht immer zu Spezialisten rennt und alles noch behandeln und operieren lässt. Viele gehen dann einfach nur zum Haustierarzt und geben Medikamente. Da bin ich anders gestrickt.

    Das ist aber ein Grund, warum bei mir alle zukünftigen Hunde eine Krankenversicherung bekommen werden UND ich weniger Hunde anstrebe. (Eigentlich war mein mir selbst gesetzten Limit eh vier, da möchte ich auch wieder hin.)

    Das Thema ist ein ganz großes in meinen Hundeschulkursen. Wir üben so etwas auch mit den jungen Hunden. Das sieht dann meist so aus, dass alle mit ihren Hunden an Schleppleinen gesichert einen Weg entlang gehen und es verboten ist, dass irgendwer losballert. Jedes ruhige Anschauen wird belohnt. Kurzes Schnuppern ist erlaubt, dann wird der Hund sofort angesprochen, dass er nicht in eine Spielaufforderung kippt. Wer aufdringlich ist, wird weggeschickt (nicht an der Leine weggezogen, die dient nur zur Absicherung, dass einem die Hunde nicht davonlaufen können, wo man keinen Zugriff mehr hat) etc ...

    Noch aus dem letzten Jahr:

    Marco Ladermann mit Die Persönlichkeit unserer Hunde - war interessanter als ich dachte, dass es sein würde. Ich wusste gar nicht, dass es so viele Daten für Hunde zu dem Thema gibt. |)

    Ich habe hier im Forum schon ein paar Mal erwähnt, dass ich Gerd Leder nicht so gut finde. Das begründet sich darauf, dass ich vor ein paar Jahren mal bei einem Zweit-Tages-Seminar war, wo er wirklich sehr unstrukturiert geplaudert hat. Das war mir inhaltlich zu dünn und thematisch am Titel des Seminars vorbei.

    Ganz anders ging es mir beim Interview beim Kongress zum Thema Hunderassen - Rassehunde. Unterschiede und Gemeinsamkeien. Ich bin mir sehr viel einig mit ihm und fand seine Geschichten diesmal echt interessant. Hätte ich so nie gedacht. War ein wirklich tolles Interview!