Das Besteigen und juckeln ist nicht unbedingt ein Zeichen von "Hypersexualität". Mein alter Rüde z.B. macht das vermehrt, wenn er gestresst ist. Das Problem ist nicht sein Sexualtrieb, sondern immer in einem anderen Bereich zu suchen.
Aus dem, was man hier lesen kann, könnte man ableiten, dass Dein Unkas aufgrund aller Unklarheiten im Alltag ziemlichen Stress hat. Insofern wäre das Juckeln für mich ersteinmal schlicht ein Symptom. Symptome verlagern sich. Das eine ist für den Mensch nerviger als das andere. Und danch entscheiden die meisten Besitzer auch, ob ein Hund therapiebedürftig ist.
Ein Beispiel: Ich habe eine Hündin im Training, die bellt bei Überforderung, Stress usw... und das war sie im ersten Jahr eigentlich fast ständig. Es war einfach nur ätzend und nervig für alle beteiligten. Irgendwann entdeckte sie eine ganz ähnliche Handlung für diesen Stress, wenn es möglich war: Gras rupfen.
Für den Hund sind beide Verhaltensweisen fast identisch und zeigen die Überforderung. Aber für uns Menschen war das Gras fressen erheblich leichter erträglich, man hätte es fast übersehen können...
Was ich damit sagen will: Nur, weil den Mensch etwas nervt oder nicht nervt, ist es für den Hund nicht schlechter bzw. besser.
Das heißt, er wird vielleicht nach der Kastration tatsächlich nicht mehr den "sexuell orientierten Kanal" zum Rauslassen seines Stresses nutzen. Aber er wird sich auf etwas anderes verlagern. Vielleicht etwas, was Dich weniger nervt. Damit wäre Dir geholfen.
Viele Grüße
Corinna