Beiträge von flying-paws

    Wenn ein Hund nach zwei Tagen "Normalprogramm" winselnd durch die Wohnung läuft, dann stimmt da was nicht.

    Wenn ein Hund nach zwei Wochen "Normalprogramm" mal anmerkt, dass jetzt mal wieder was passieren könnte, dann fänd ich das normal.

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    Sie liebt Apportieren und wenn ich es nicht regelmässig mit ihr mache (in Richtung Dummitraining), dann schleppt sie mir alles an, was ich werfen könnte - Stöcke, Plastikteile die sie findet, etwas größere Strohhalme, in der Wohnung gerne dann Socken, Becher, Spielzeug.

    Klassischer Fall von Suchtverhalten. Das ist hausgemacht ;) Und zeigt sich dann wohl auch hier:

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    Ich kann mir der auch tagelang nur spazieren gehen. Aber dann geht sie mir irgendwann jagen, weil ihr das einfach zu langweilig ist.

    Ich sehe das Ganze eben anders und ich habe beide Seiten schon durch. Die andere ist für mich und meine Hunde besser.

    Viele Grüße
    Corinna

    Mal abgesehen von Deiner Entscheidung: Dass man für einen elf Wochen alten Welpen kein neues Zuhause findet, kann ich nicht glauben. Außerdem ist da doch noch der Züchter, der seinen Schützling doch zurücknimmt.

    Die Alterskonstellation der beiden finde ich nicht so gelungen. Mehr Abstand wäre sicher besser, zumal Flats ja ziemliche Spätentwickler sind.

    Ich würde es nicht machen...

    Viele Grüße
    Corinna

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    Kommt ein wenig darauf an, was du in Zukunft haben möchtest.

    Ich selber bestätige auch ruhiges Schauen, denn der Hund soll mich nicht ständig anhimmeln, sondern seine Umwelt wahrnehmen :gut:
    Schaut er von sich aus hoch, ist es auch gut.

    Ich find das Hinterherschauen fast noch besser, weil der Hund so den Bewegungsreiz wirklich wahrnimmt.
    Der Hund sollte allerdings wirklich ruhig sein und nicht rumzappeln, und natürlich ansprechbar sein.

    Das ist aber vom Timing her nicht einfach - vor allem, wenn man es einfach nicht weiß, wann der "Jagdblick" beginnt und wann er aufhört. Daher ist man auf der sichereren Seite, wenn der Hund dort ersteinmal gar nicht hinschaut, denke ich. Es könnte nämlich sein, dass der Wauz doch Jagdgedanken hegte und dann belohnst Du die variabel - ein effektiveres Belohnungssystem gibt es eigentlich gar nicht ;)

    Viele Grüße
    Corinna

    Das Beispiel von Faesa zeigt, wie man seinen Hund zum Neurotiker macht - das sollte auch nicht das Ziel sein.

    Der Unterschied zwischen familientauglicheren und arbeitsintensiveren Rassen zeigt sich nicht dadurch, dass man den Hund total gaga macht, indem man ihn zu einem Junkie macht, sondern darin, dass man sich ein, allerhöchstens zwei, richtige Arbeiten für den Hund aussucht und diese etwas ausschweifender betreibt. Die Länge der Gassigänge ist bei einem Hütehund genauso wie bei jedem anderen Hund auch.

    Der Unterschied liegt eben darin, dass es Rassen gibt, denen man keine so regelmäßige Aufgabe geben muss. Beschäftigten sollte man sie alle irgendwie, aber bei dem einen Hund ist es eben etwas intensiver als beim anderen.

    Ich denke, Du solltest Dich tatsächlich mal im Tierschutz umschauen ;)

    Viele Grüße
    Corinna

    Für joggen gehen reicht ein "normaler" Hund aus. Das kann praktisch jeder Hund leisten. ;)

    Sowohl Labrador Retriever als auch Aussies haben ziemlich viel Power im Hintern. Sie sind allerdings vom Wesen her ganz unterschiedlich.

    Wie wäre es mit einem Golden Retriever? Einem Collie? Kromfohrländer? Sheltie? Mittel- oder Großspitz?

    Viele Grüße
    Corinna

    Ja, die hält. Der Schwachpunkt bei diesen Leinen ist wenn, dann der Karabiner. Daher kaufe ich nur noch die mit Messingkarabiner. Diese sind haltbarer. Oder ich tausche ihn aus gegen einen geprüften aus dem Wanderladen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Ich wollte einen aktiven Hund. Was Hütetrieb wirklich bedeutete - davon hatte ich absolut keine Ahnung. Warum mein Hund stundenlang vor dem Kaninchenstall stand und sich die Augen ausglotzte, hab ich nicht gepeilt. Auch nicht, warum mein Hund nach stundenlangem Bällchen schmeißen völlig aufgedreht durch die Wohnung rannte. Und, warum sie beim Agiltiy irgendwann total hohl drehte und nur noch in die Geräte biss, hab ich auch nicht gecheckt... Das kam erst Jahre später. Leider musste meine Teak dieses Szenario ganz drei Jahre durchstehen.

    Es tut mir wahnsinnig leid, aber ich war einfach doof. Damals.

    Die nächsten Border Collies kamen unter ganz anderen Voraussetzungen... Und jetzt weiß ich, womit ich es zu tun habe. Und liebe meine entspannten Border Collies =)

    Viele Grüße
    Corinna

    Es ist jetzt das klassische Alter, in dem der Jagdtrieb erwacht. Alle Rassen, die sehr auf das optische Jagen selektiert wurden, sind in dieser Zeit anfällig dafür ihren Jagdinstinkt an sich schnell bewegenden Objekten auszuprobieren. Gleichzeitig ist das Alter auch eine Prägephase für Jagdobjekte. Man hat jetzt also alle Möglichkeiten - sofern man sie nicht verschläft.

    Wenn ein Hütehund in seinem tatsächlichen Bereich eingesetzt werden würde, dann wäre das erste Jahr Grunderziehung. Das heißt, auch, dass er es verboten bekommt, wenn er etwas jagen möchte. Man würde den Hund höchstens alle paar Wochen mal um die Schafe laufen lassen. Alle anderen Jagdaktionen sind Tabu!

    Insofern musst Du Dir jetzt ganz akut noch keinen Kopf darüber machen, wie Du den Jagdinstinkt auslastest. Du hast dafür noch ein halbes Jahr Zeit. Jetzt steht ersteinmal Grunderziehung auf dem Plan.

    Agility wird ihm in dieser Hinsicht allerdings nichts bringen. Sportarten, die den Hund jagdliche auslasten sind: Spurensuche, Dummyarbeit, Rettungshundearbeit und eben Hüten.

    Achja, ich handhabe es übrigens so: Jagdversuche von Autos etc. werden strengstens verboten. Dafür sollte der Hund allerdings ein Abbruchssignal kennen. Aber vermutlich hast Du das schon geübt, weil man das ja häufig braucht.

    Viele Grüße
    Corinna

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    das stimmt auch wieder. jetzt bin ich schon fast umgestimmt. was haltet ihr von hobbyzucht? oder auch von unfallnachwuchs?

    Es gibt für mich nur zwei Wege zu einem Hund zu kommen: Von einem seriösen Züchter, der Ahnung hat von dem was er tut (also in einem seirösen Verband züchtet) oder vom Tierschutz. Alles andere ist Vermehrung ohne Hintergrundwissen. "Nur mal einen Wurf haben" ist in meinen Augen genau das große Problem, denn diese Welpen werden auch an Käufer abgegeben, die gar nicht geeignet sind. Ein seriöser Züchter wird Dich ehrlich beraten und Dir evtl. auch vom Kauf abraten oder Dir einen bestimmten Welpen aus dem Wurf vorschlagen, der am ehesten zu Dir passt.

    Außerdem gibt es bei einigen Rassen Erkrankungen, die man gut unter Kontrolle halten kann, wenn man sich denn mit der Genetik auskennt. Eine Bekannte von mir hat sich z.B. auch einen "netten Mischling" aus Retriever und Border Collie gekauft. Der Hund ist mittlerweile vollständig erblindet, weil er unter PRA leidet. Das wäre vermeidbar gewesen ;)

    Viele Grüße
    Corinna