Beiträge von flying-paws

    In meinem Unterricht in der Hundeschule gibt es auch immer eine Theorie-Einheit. Diese wird immer wieder überarbeitet, ich hoffe dadurch auch verbessert... nunja, ich versuche immer die Themen so zu wählen, dass es viele Fragen der Hundehalter in dem entsprechenden Altersabschnitt des Hundes abdeckt.

    In der Junghundegruppe war daher in der letzten Stunde das Thema Entwicklungsphasen und Sexualverhalten dran.

    Ganz spannend war wie betretenes Schweigen eintrat als ich fragte, woran man denn erkennt, wann eine Hündin will und kann und wie das bei Hunden dann so weitergeht... :D Erinnerte mich stark an die Schulzeit damals. :lachtot:

    Andererseits grübele ich darüber, ob meine Schüler wirklich nicht wissen wie "sowas" abläuft oder ob sie schlichtweg nicht drüber reden wollten... :???:

    Wie auch immer - ich hab sie detailliert aufgeklärt...

    Viele Grüße
    Corinna

    Wenn man es wirklich nur positiv aufbauen wöllte, müsste man jedes nicht überschreiten belohnen. Also ein Formen in der Hinsicht, dass jede Tendenz zum Anhalten oder Zurücktreten an der Schwelle belohnt wird.

    Ist mit Sicherheit eine mühsame Arbeit. Viel Spaß dabei :D

    Aber es geht. Ich für meine Stücke möchte keinen Hund, der mit Strafe, Druck und Stress nicht umgehen kann. Den könnte ich dann gar nicht wirklich bei der Arbeit einsetzen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    Es gibt hier noch einige landwirtschaftliche Betriebe, in denen die Hunde nachts in der Scheune schlafen, aber normal ist auf solchen Höfen von morgens 6 Uhr bis abends häufig 10 Uhr oder später noch Action angesagt und der Hund ist überall dabei, sei es beim Melken oder auf dem Trecker. Warum solche Hunde ein schlechtes Leben haben sollen, das erschließt sich mir nicht.

    In solchen Bedingungen lebt jetzt mein Ex-Pflegling und ich habe gezielt nach genau diesen gesucht!

    Aber ich habe mich ehrlich gesagt kaum gewagt das tatsächlich so in die Vermittlungsanzeige zu schreiben... Das führte dann zum Teil zu interessanten Telefongesprächen, in denen mir Interessenten dann erst ganz am Ende ganz vorsichtig offenbarten, dass der Hund im Zwinger schlafen würde.

    Ich selbst könnte mir das für meine Hunde auch nicht vorstellen. Schon allein wegen Teaks Epilepsie. Aber ich finde es okay, wenn Hunde diesen Rückzucks- und Ruheort haben.

    Über Beschäftigung des Hundes generell müsste man da ja auch noch disutieren. Das ist aber ja kein alleiniges "Zwingerhundthema", denn es gibt ja nun auch haufenweise Wohnungs- oder Hofhunde, die in ihrem Leben nicht mehr als den Garten kennenlernen.

    Kaufen würde ich einen Welpen allerdings nicht aus Zwingerhaltung. Auch nicht, aus einer gut geführten.

    Viele Grüße
    Corinna

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    Jetzt werde ich erstmal die Füttermenge für ihr Idealgewicht geben und wenn sie soweit ist regelmäßig mit ihr joggen gehen und auch Agility machen - das wollte ich sowieso :D

    Ich würde es umgedreht machen: Hund abnehmen lassen, dann Sport anfangen, sonst hast Du ganz schnell andere Probleme... denn gerade Rottweiler haben sehr viele "Schwachstellen" am Bewegungsapparat. Bei Überlastung sind bei denen mal ganz schnell die Kreuzbänder durch.

    Agility sollte erst gemacht werden, wenn der Hund schlank, auf HD geröngt und gut durchtrainiert ist!

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat


    Emma sollte laut TH übrigens ein Labrador-Schäferhund-Mischling sein... :hust:

    [off topic] Jaja, die Labrador- und Schäferhund-Mischlinge gibt es ja zuhauf :D

    Bei uns hier in Hessen ist interessanterweise ein Anstieg der Sennen-Mischlinge zu verzeichnen, seitdem der Rottweiler auch auf der Liste steht :D

    Im Grunde hab ich ja nix dagegen. Das Blöde ist eben nur, dass - wie Du schon schreibst - die Leute an diesen willkürlichen Mischlings-Deklarationen den Charakter des Hundes festmachen (sofern sie sich überhaupt die Mühe machen) und das passt nicht immer wirklich... :hust:
    [off topic]

    Aber zurück zum Thema:
    Ich trainiere auch nix mehr, wenn ich dazu keinen Nerv habe.

    Bei Zeus zum Beispiel mache ich mir keine Mühe mehr ihn stadt- oder biergartentauglich zu bekommen. Das ist eine Nummer zu groß für ihn. Das ginge nur unter Stress für alle Beteiligten.
    Sein Leben ist auch ohne sowas schön. Er bewegt sich in seinem für ihn erträglichen Rahmen - in dem wir viele Dinge natürlich trotzdem trainieren müssen - und dabei bleibt es.

    Viele Grüße
    Corinna

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    Weil der aktive Balljunkie per Definition nix anderes mehr wahrnimmt als den Ball, weil er total darauf fixiert ist - was ist daran so schwierig verständlich? Man sehe sich so einen Balljunkie mal an unterwegs mit Herrchen....

    Natürlich, wenn ich dann ein Entzugsprogramm mache kann es sein, dass er Kaninchen als Ersatzbeute entdeckt - ich habe mich auf aktive Junkies bezogen, das war vielleicht unklar.

    Ja, die gibt es wohl auch. Aber ich denke, das ist zu pauschal dahergesagt, denn es gibt auch die Junkies, die beim Autftauchen von echter Beute doch noch umschwenken ;)

    Zitat

    Wenn dein Hund keine Frusttrationstoleranz besitzt, dann solltest du das Agi aber erst einmal besser lasse, auch, wenn es schwer ist!!!

    Sehe ich auch so.

    Das, was Du als "Freude" interpretierst, ist vermutlich das blanke Stressverhalten! Die Mimik eines total gestressten Hundes kommt dem "glücklichen" Gesicht eines Menschen sehr nah, daher wird massives Stressverhalten beim Hund gerne als Freude gesehen!
    Und die Überforderung äußert sich im Frustbeißen (der Kanal für den Stress) - wobei ich auch nicht verstehe, wie das im Agility mit Leine geht? Macht ihr das mit Leine?

    Wenn ja: Warum?

    Könnte es sein, dass Du zuviel verlangst? Wie ist der Aufbau? Es ist es Agility nach dem Motto "Alle Geräte machen, egal wie" oder ein langsamer ordentlicher Aufbau?

    Viele Grüße
    Corinna

    30 Anfälle am Tag finde ich auch ganz schön heftig. Normalerweise bin ich ja ein Fan von Homöopathischen Mitteln, aber in dem Fall hört sich das Problem ganz schön massiv an - zumal es ja schon seit Geburt vorhanden ist, wenn ich das richtig deute.

    Verändern sich denn die Anfälle oder läuft das immer genau gleich ab? Hat sich die Häufigkeit verändert?

    Ich denke, die Ärzte sind mit ihrem Latein am Ende und vermuten ein neurologisches Problem. Da probiert man ja auch gerne mal mit Epi-Medikamenten herum...

    Viele Grüße
    Corinna

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    Ich finde Ball- oder Wasauchimmerjunkies auch ätzend und möchte keinen solchen Hund - selbst wenn man zugeben muss, dass ein Balljunkie kein Problem mit unerwünschtem Jagdverhalten haben wird.

    Interessante Schlussfolgerung. Kannst Du mir erklären, wie Du darauf kommst?

    Viele Grüße
    Corinna