Sowohl Labrador Retriever-Mischlinge, als auch Border Collie-Mischlinge neigen (warum auch immer) dazu als Mischlinge häufig sehr aufgedrehte Hunde zu ergeben.
Wenn Du einen ruhigen Beleiter möchtest, der ab und zu mal was sportliches machen soll, dann ist das die falsche Mischung. Du wirst Dich zeitlebens damit beschäftigen müssen den Hund vor seinem eigenen Aktionismus zu schützen.
Jagdtrieb: In der Regel sind diese Hunde massive Sichtjäger. Oft zeigt sich diese Passion auch darin, dass sie sehr leicht zu Balljunkies zu machen sind und sich dadurch das ganze Problem noch massiver verschlimmert.
Ganz positiv wäre hierbei, dass beide Rassen in dieser Hinsicht recht führig sind. Negativ ist allerdings, dass Du kaum eine passende Auslastung finden wirst. Dummytraining wäre zwar für den Labrador Retriever sehr passend, es könnte aber sein, dass der Border Collie-Anteil dazu führt, dass der Hund dabei total überdreht.
Verhalten gegenüber Menschen: Hier dürfte es in eine Richtung gehen, weil beide Rassen kein Terretorialverhalten mitbringen und anderen Menschen gegenüber freundlich gesinnt sind.
Verhalten gegenüber Hunden: Tja, auch ein schwieriges Kapitel, weil der Labrador Retriever ein distanzloser Grobmotoriker ist in der Kommunikation mit Hunden und der Border Collie ein kleinkarierter Korinthenkacker... Wenn Du Pech hast, schwankt er immerzu hin und her und wird für andere Hunde unberechenbar. Nicht selten endet das in Aggressionsproblemen gegenüber Artgenossen.
Gesundheit: Da beide Rassen genetisch zu Augenkrankheiten neigen, ist das Risiko sehr hoch. Kommt natürlich auch drauf an, ob man bei den Eltern mal irgendwas untersucht hat und das Risiko abschätzbar ist.
HD und ED kommt hauptsächlich von der Labrador Retriever-Seite. Beim Border Collie gibt es da eigentlich keine nennenswerten Probleme.
Epilepsie ist allerdings bei beiden Rassen auch ein großes Thema.
Viele Grüße
Corinna