Beiträge von flying-paws

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    aber ich möchte eher lernen, was ich machen muss, wenn der Hund an der Leine pöbelt, wie ich ihn dazu kriege, auch entspannt zu bleiben, wenn wir mit mehreren unterwegs sind...


    Dafür müsste er aber ersteinmal lernen entspannt zu sein, wenn Ihr allein unterwegs seid ;)

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    Kann jemand was zu Hüteseminaren in Norddeutschland, bevorzugt Schleswig-Holstein sagen? Habe schon ein wenig gesucht und bin aber leider nicht so recht fündig geworden.

    Welche Hütearbeit interessiert Dich denn?

    Für mich machte es eher den Anschein, als ob der Hund der Machtdemonstration Deiner Großeltern über Dich dient. Sie gehen ungefragt in Deine Wohnung - ach nein, noch massiver - sie gehen, obwohl Du Dich ausdrücklich dagegen ausgesprochen hast, in Deine Wohnung und machen genau das, was Du nicht möchtest.

    Wenn das mal nicht aussagekräftig ist. Ich bin ja Hundetrainierin und komme mir manchmal vor wie ein Familientherapeut. Es ist nicht gerade selten, dass Konflikte in der Familie über ein Tier ausgelebt werden.

    Ich würde hier eine deutliche Grenze ziehen. Schloss austauschen, Hund nicht mehr zu ihnen geben usw...

    Viele Grüße
    Corinna

    Ich habe über ein Jahr gebraucht bis ich bei meinen BC-Hündin einen sauberen, zusammenhängenden, zuverlässigen Apport hinbekommen habe. Sie hat auch nichts ins Maul genommen. Jeder Schritt wurde einzeln erarbeitet: Dummy tragen, Dummy hinter mir hertragen, mit Dummy zu mir laufen, schnell mit Dummy zu mir laufen, wieder ausgiebig das neben mir mit Dummy laufen, Dummy nicht fallen lassen beim neben mir laufen, wenn ich mit der Hand Richtung Maul gehe usw. usw... War mühsam, aber jetzt haben wir's und widmen uns den weiteren Schwierigkeiten des Dummy-Trainings - also Markierungen (fallen ihr am schwersten zu merken), Einweisen und Freiverlorensuche (macht sie am liebsten).

    Viel Erfolg
    Corinna

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    Und zur Auslatung: WAS soll ich denn noch tun???
    Wir gehen teilweise stundenlang an den Strand, in den Wald, spielen mit anderen, werfen Bälle GENAU damit er eben ausgelastet ist und Spass hat. Hab ich dazu keinen Bock, ist es NATÜRLICH mein Fehler und mein Problem, aber so?

    Eigentlich ist es der Klassiker: Du hast einen BC-Labbi-Mix, der total durchgedreht ist. Du machst einen Beschäftigungs-Junkie aus ihm und er fährt die ganze Zeit auf einem Niveau, dass er gar nicht ruhen kann.

    Das, was Du als Spaß bei Deinem Hund betrachtest, ist das pure Stressverhalten. Die leuchtenden Augen, das "nichts anders tun wollen" - das ist für einen solchen Mischling Gift.

    Wenn Du ihm was gutes tun willst, dann fahr Deine Spaziergänge auf ein normales Maß herunter, lass das Wegwerfen von Gegenständen für immer weg und spar das Geld zusammen für einen vernünftigen Trainer, der sich mit Stresshunden auskennt. Das Geld für den Wurf war ja auch da ;)

    Hier mal ein Thread zum Balljunkie: https://www.dogforum.de/viewtopic.php?…ight=balljunkie

    Hier mal was zur Ruhe - es geht zwar um einen jüngeren Hund, aber das Grundprinzip ist immer das selbe... https://www.dogforum.de/viewtopic.php?…tigung&&start=0

    Das Hüteverhalten kann man nicht schönfüttern. Das geht nur über stricktes Verbot. Es geht auch nicht weg, wenn man beginnt an Vieh zu arbeiten. Das ist selbst für Border Collie-Erfahrene Leute eine schwierige Aufgabe. Ganz ehrlich, ich denke nicht, dass Du das hinbekommst. Vor allem nicht, wenn der Hund schon älter ist und nicht gerade erst damit angefangen hat.

    Es bringt auch nichts, wenn Du mit ihm an eine Schafherde gehst, denn Du müsstest ersteinmal eingehend die Hütearbeit, den Umgang mit Schafen usw. lernen.

    Wie massiv die Epilepsie ist, wird Dir hier keiner voraussagen können. Wie alt ist er denn?

    Wenn er wirklich am Vieh tauglich und trainierbar ist, dann wäre es viel sinnvoller sich an die Nothilfe der ABCD zu wenden (Link von Sanny), damit er in eine Pflegestelle kommt, wo er entsprechend trainiert werden kann von einem Menschen, der nicht erst mühsam die Hütearbeit erlernen muss. Antrainierte Hunde können meist sehr gut vermittelt werden und sind immer gesucht.

    Viele Grüße
    Corinna

    Bei mir wohnt ja ab und an auch mal der ein oder andere Kandidat. Und dabei gibt es für mich zwei wichtige Punkte, die erfüllt sein müssen, damit ich einen Hund nehme:

    1. Der Hund muss in mein Rudel integrieren lassen. Meine eigenen Hunde sind für mich immer die wichtigsten und das werden sie auch bleiben.

    2. Ich selbst muss die Zeit, Nerven und Kapazitäten haben für einen Problemfall.

    Man sollte sich nicht die Verantwortung zuschieben lassen von anderen, was mit deren Hund passiert. Viele Hundebesitzer nutzen das ja als Druckmittel, damit man den Hund dann nimmt... Den Schuh würde ich mir nicht anziehen.

    Es gibt ja noch andere Tierschutzorganisationen, die Hunde aufnehmen. Hast Du mal nachgefragt?

    Viele Grüße
    Corinna