Beiträge von flying-paws

    Bis dahin hat man mit Alltagserziehung genug zu tun und im Allgemeinen sind die meisten Hunde im Kopf soviel mit ihrer Entwicklung beschäftigt, dass sie gar keine Kapazitäten mehr für "Arbeit" haben. Viele Hunde, die früher in einem Bereich richtig ausgebildet werden, haben mit ca. 1,5 bis 2 Jahren einen massiven Leistungseinbruch. Das erlebt man eher nicht bei denen, die später ausgebildet werden. Außerdem beginnt ab einem dreiviertel bis einem Jahr der Jagdtrieb erst richtig und damit arbeitet man ja, wenn man den Hund "in seinem" Bereich ausbildet. Und fast alle Hunde arbeiten jagdlich motiviert. Das heißt, man müht sich vorher ordentlich einen ab und der Hund ist auch (über)fordert, während es, wenn man nur mal ein bisschen gewartet hätte, ab einem bestimmten Zeitpunkt fast wie von selbst da ist (weil der Instinkt dann erst ausgereift ist).

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    Hmmm nun bin ich irritiert, er hat von Anfang an Sachen zurückgebracht und wieso sollte ich das nicht mit ihm spielen, wieso erst ab 1Jahr? Überfordert das so einen Kleinen?

    Schlichtes Ballhetzen ist kein Spiel ;) Das ist für den Hund die Vorbereitung zum Jagen. Ich sprach von Apportiertraining. Das ist auch kein Spiel.

    Du kannst und sollst ja auch mal mit Deinem Welpen spielen, aber ich würde die Hetzsequenzen dazwischen weglassen und es auch nicht immer machen, wenn Du Heim kommst. Du gewöhnst Dein Hundekind sonst daran, dass immer ersteinmal Halligalli ist, wenn Du kommst... und vielleicht geht der Schuss nach hinten los und irgendwann findet schon Halligalli in der Wohnung statt, wenn Du noch gar nicht da bist oder Du noch andere Dinge zu erledigen hast. ;)

    Zitat

    Ich clicker sogar abends und lasse ihn einen Teil seiner Abendration dann so fressen, und dann Fressen und dann müsste die Maus müde sein, aber denkste.

    Das dürfte das Ganze ordentlich fördern, denn Klickern an sich ist nach einem langen Tag schon anstrengend und fördert die Tendenz zu überdrehen und dann übst Du damit auch noch, dass man "action" für sein Essen machen muss.

    Ich würd nicht so ein Theater drum machen. Essen geben, meinen Sachen nachgehen, Welpe toben lassen... Tobt er generell abends ewig lang herum, würde ich generell am Tagesablauf was ändern, weil dann irgendwas vermutlich zuviel ist.

    Viele Grüße
    Corinna

    Apportiertraining ist was anderes. Da beginnt man auch erst mit dem Hund, wenn er ca. ein Jahr alt ist und das hat mit Hinterherhetzen nichts zu tun.

    Wenn ich es richtig gelesen habe, dann ist es ein Hovawart, richtig? Ich weiß ja nicht aus welcher Zucht Du den Hund hast, aber durch die Zucht auf Gebrauchshund sind es in der Regel Hunde, die Sichtjäger sind und in der Pubertät wirst Du damit sowieso noch gut zu tun bekommen, wenn der Jagdtrieb erst richtig "anspringt". Da würde ich jetzt ganz und gar nicht fördern, dass der Hund diesen Instinkt jetzt schon wunderbar ausbaut...

    Lies mal hier:

    https://www.dogforum.de/fpost6811914.html#6811914

    Viele Grüße
    Corinna

    Ein Hund, der sich besonders auf Ballspielen bzw. Hetzspiele "freut", ist sehr anfällig dafür ein Balljunkie zu werden. Das tut dem Hund nicht gut... Dazu gibt es hier im Forum schon einige Beiträge.

    Außerdem bereitest Du damit wunderbar vor, dass Dein Hund später zum unkontrollierten Sichtjäger wird.

    Viele Grüße
    Corinna

    Ich würde das Ballspielen weglassen und weniger Gehorsamstraining im Einzelnen machen, sondern nur das üben, was eh anfällt im Alltag.

    Ich denke es ist zuviel und zeigt sich dann eben im Laufe des Tages - das "Hirn ist voll" und der Hund fängt an zu überdrehen.

    Meine Welpen haben nie derart überdreht, dass sie nicht heruntergekommen sind. Wenn es mal passiert ist, habe ich sofort die nächsten Tage weniger gemacht.

    Kontakt zu anderen Hunden und Umweltgewöhnung macht Ihr aber auch, oder?

    Viele Grüße
    Corinna