Beiträge von flying-paws

    Ich habe an meiner Jacke, manchmal sogar an den Hosen oder Schuhen, Reflektorstreifen dran. Das eine ist eine Jack Wolfskin-Jacke für Kinder und das andere die Good Boy-Jacke. Die Good Boy-Hose hat auch Reflekorstreifen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Ich kann mal den härtesten Tag den ich in einer großen Schäferei mitgemacht habe beschreiben. Da haben wir morgens drei Stunden 900 Schafe im Wald "gehütet" - also wirklich hingetrieben, fressen lassen inkl. Aufpassen, dass sie nicht weglaufen (ab und zu den Hund schicken bzw. einen der drei Hunde, die ich dabei hatte) und dann wieder zurück zur Weide. Nachmittags ca. 2 Stunden Umtrieb mit vier Hunden (meine zwei von morgens waren wieder dabei) von diesen 900 Schafen.

    Und das alles war im Sommer bei 34 °C im Schatten... und eine Herde mit wenigen Wochen alten Lämmern, die es gar nicht gut finden zu laufen und deren Mütter sich leidenschaftlich gern mit den Hunden prügeln.

    An diesem einen Tag habe ich meine alte Hündin total ramponiert. Sie hat gearbeitet, als ob es kein Morgen gäbe und mit ihrer Arthrose war das mehr als schlecht. Obwohl ich sie die letzte halbe Stunde ins Auto gepackt habe, habe ich in dem ganzen Trubel nicht gesehen, dass sie eigentlich auf der Felge lief. Meine junge Hündin macht das besser - sie kann gut zwischendurch im "Standby" laufen und hat eine enorme Arbeitsausdauer bewiesen.

    Aber auch sie war mehrere Tage völlig fertig. Kann der Hund auch, weil man solche Megaumtriebe nicht jeden Tag macht und man danach Erholungszeiten macht.

    Die meiste Zeit beschäftigt man sich damit die Schafe umzustecken - sprich Netze stecken auf einem benachbarten Stück oder mal ein paar hundert Meter weg. Die meiste Zeit haben meine Hunde an solchen Tagen also rumgelegen während ich Netze gesteckt habe.

    Die Arbeiten in der Sortieranlage und dem Pferch sind für gut geübte Hunde auch nicht permanent 100% Aufmerksamkeit. Auch hier beobachte ich, dass meine Hunde zwischendurch auf Standby schalten.

    Es gibt immer Zeiten, in denen mehr gearbeitet wird und Zeiten, da gibt es so gut wie nichts für die Hunde zu tun. Ich hatte schon Tage dabei, da hätte ich gar keinen Hund gebraucht, weil die Schafe nur auf die Nachbarweide mussten und die wegen des frischen Grüns eh von allein da draufrennen...

    Es hat auch einen Grund, warum größere Schäfereien häufig mehr als zwei Hunde haben ;) Einen guten Arbeiter lässt man nicht permanent über seine Limits gehen, denn ein solcher Hund ist mehrere Arbeitskräfte in Menschen gerechnet wert!

    Ich erinnere mich noch daran, als ich meinen Pflegehund letztes Jahr zu einem Kuhbauern vermittelt habe. Seine BC-Hündin war zu alt geworden zum Arbeiten. Zweimal täglich mussten die Milchkühe in den Stall. Ohne Hund rückten vier Leute aus! Er sagte zu mir, dass er das mit einem Hund ganz allein kann. Das heißt, der Hund arbeitet morgens eine halbe Stunde und abends...und an manchen Tagen nochmal den ein oder anderen Job. Aber nicht immer.

    Viele Grüße
    Corinna

    Ich habe auch noch nichts Brauchbares gefunden. Meine Informationen zum Jagdverhalten habe ich jahrelang gesammelt... durch Fragen, Zuschauen, mit dem Hund arbeiten etc...

    Im Grunde ist es schon seltsam, dass es über den Instinkt, den man am meisten nutzt beim Hund, nix Umfassendes gibt.

    Ich glaub, ich schreib da mal was... kleiner Scherz.

    Viele Grüße
    Corinna