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Hallo Ihr,
wir haben seit drei Wochen einen kleinen Aussie, der jetzt 13 wochen alt ist. Er ist wirklich sehr brav und eigentlich gibt es keine Probleme. Eigentlich - zwei haben wir doch und wegen denen wollte ich hier mal nachfragen:
1. Zeus läuft wirklich brav an der Leine und Menschen, die an uns vorbei kommen sind kein Problem, aber sobald wir ander hunde sehen ist es vorbei. Dann bockt er auf, fiept und jault wie das Böse und das Jaulen geht auch irgendwann in Bellen über. Ich weiß, dass er nur spielen will. Der Schwanz geht die ganze Zeit hin und her und wenn er hin darf (NUR bei Hunden, die ich kenne), dann freut er sich und schnüffelt und dann darf er auch spielen. Ich habe es mit "Aus" versucht, was er zuhause schon beherrscht, mit Schnauze zuhalten, mit wegziehen (dann jault er dem Hund, obwohl er ihn nicht mehr sieht noch ewig hinterher), aber es klappt nichts - es wird nur schlimmer.
Klar wird es schlimmer. Du belohnst ja sein aufgeregtes Verhalten. Also macht er es immer massiver. Nebenbei bringst Du ihm mit dem Schnüffeln lassen noch bei an der Leine zu ziehen und nicht mehr auf Dich zu achten, wenn andere Hunde kommen. Du legst also schon die Grundsteine dafür, dass er auch im Freilauf ungebremst zu fremden Hunden rennen wird.
Mit der Rute wedeln bedeutet übrigens keine Freude, sondern schlicht Aufregung. Dazu passt auch das Quietschen und Bellen.
Er weiß nicht, wie er fremden Hunden begegnen soll und regt sich tierisch auf. Noch fällt er in Spielverhalten - weil er ein Welpe ist. Arbeitest Du jetzt nicht an ruhigem Verhalten, wird er Dich in der Pubertät beginnen zu anderen Hunden schleifen, um sie anzumachen.
Du solltest mit ihm üben, dass er lernt sich Dir zuzuwenden, wenn er was Spannendes sieht. Das heißt, du solltest ihm beibringen ansprechbar zu sein (Name oder anderes Kommando) - IMMER, wenn was da ist, was er gut findet oder er hinwill, weil er es nicht gut findet und kontrollieren will. Dafür darf er NIE den Erfolg haben sich selbst zu belohnen, indem er dort landet wo er hin will, solange er nicht auf Dich achtet und ansprechbar ist.
Das kann man auch ersteinmal mit Futter üben. Nimm ihn an die Leine, schmeiß Futter auf den Boden oder nimm den gefüllten Futternapf, halte so einen Abstand, dass er sein Ziel auf gar keinen Fall erreicht und warte - bis er die Idee bekommt sich rumzudrehen. Das kann sehr lange dauern, wenn man sowas noch nie geübt hat.
Konsequentes Handeln ist gefragt. Jede Ausnahme, die Du zulässt, weil er sich ja so "freut", ist für ihn eine super Belohnung und ein Zeichen dafür, dass er sein (nerviges) Verhalten nur ausreichen massiv durchhalten muss, um endlich zum Ziel zu kommen.
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2. Zeus mag keine Kinder. Allerdings kennen wir auch keine und deshalb kennt er auch keine. Wenn wir also welche auf der Straße oder in einem Geschäft sehen, dann bellt er sie an. Die richtige Lösung wäre, mit ihm hinzugehen und ihm zu zeigen, dass die ganz lieb sind, aber das kann ich ja wohl bei fremden Kindern schlecht machen. Und in einen Kindergarten zwecks Sozialisierung unseres hundes hineinmaschieren geht auch nicht. Vorschläge?
Bevor Du ihn durch hingehen belohnst, üb es lieber wie oben. Und belohn ihn vor allem, wenn er von Anfang an die Klappe hält, wenn Kinder irgendwo sind.
Viele Grüße
Corinna