Beiträge von flying-paws

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    Wir sind in einer Hundeschule, aber die ist eben nur einmal die Woche und ich kann die Trainerin nicht ständig anrufen - ich dachte ja nur, vielleicht kann mir im Forum auch jemand Tipps geben. In der Hundeschule zeigt er solche Verhaltensweisen nicht.

    Was macht ihr denn in der Hundeschule so?

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    Warum zeigt er da überhaupt solche Reaktionen - es sind doch auch Menschen und bei Erwachsenen ist gar nichts...

    Kinder verhalten sich anders. Sie sind nicht so "kontrolliert". Daher sollte ein Züchter das schon üben und für Kinderkontakt sorgen. Wie hat sich denn seine Mutter bei Kindern verhalten?

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    Heißt das, ich darf ihn überhaupt nie an Kinder heran lassen. Die Cousine meines Freundes hat ein 4-jähriges kind und das wird Weihnachten ja auch dabei sein.

    Ich würde üben, dass er lernt Kinder zu ignorieren. Er soll (ersteinmal) die Kinder in Ruhe lassen und sie ihn auch. Wenn er dann irgendwann von sich aus Kontakt aufnimmt, ist es doch okay. Aber ich finde es wichtig, dass man es nicht "fordert".

    Aussies "fremdeln" ja eh gern und ich kenne jede Menge, die nicht so auf fremde Menschen und schon gar nicht auf fremde Kinder stehen. In der Pubertät kommt das ja dann erst noch richtig. Ich würde daher dem Welpe jetzt schon beibringen, dass er sich zurückzieht, ruhig verhält und keinen Kontakt aufnehmen muss, wenn er nicht möchte.

    Viele Grüße
    Corinna

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    Hallo Ihr,

    wir haben seit drei Wochen einen kleinen Aussie, der jetzt 13 wochen alt ist. Er ist wirklich sehr brav und eigentlich gibt es keine Probleme. Eigentlich - zwei haben wir doch und wegen denen wollte ich hier mal nachfragen:
    1. Zeus läuft wirklich brav an der Leine und Menschen, die an uns vorbei kommen sind kein Problem, aber sobald wir ander hunde sehen ist es vorbei. Dann bockt er auf, fiept und jault wie das Böse und das Jaulen geht auch irgendwann in Bellen über. Ich weiß, dass er nur spielen will. Der Schwanz geht die ganze Zeit hin und her und wenn er hin darf (NUR bei Hunden, die ich kenne), dann freut er sich und schnüffelt und dann darf er auch spielen. Ich habe es mit "Aus" versucht, was er zuhause schon beherrscht, mit Schnauze zuhalten, mit wegziehen (dann jault er dem Hund, obwohl er ihn nicht mehr sieht noch ewig hinterher), aber es klappt nichts - es wird nur schlimmer.

    Klar wird es schlimmer. Du belohnst ja sein aufgeregtes Verhalten. Also macht er es immer massiver. Nebenbei bringst Du ihm mit dem Schnüffeln lassen noch bei an der Leine zu ziehen und nicht mehr auf Dich zu achten, wenn andere Hunde kommen. Du legst also schon die Grundsteine dafür, dass er auch im Freilauf ungebremst zu fremden Hunden rennen wird.

    Mit der Rute wedeln bedeutet übrigens keine Freude, sondern schlicht Aufregung. Dazu passt auch das Quietschen und Bellen.

    Er weiß nicht, wie er fremden Hunden begegnen soll und regt sich tierisch auf. Noch fällt er in Spielverhalten - weil er ein Welpe ist. Arbeitest Du jetzt nicht an ruhigem Verhalten, wird er Dich in der Pubertät beginnen zu anderen Hunden schleifen, um sie anzumachen.

    Du solltest mit ihm üben, dass er lernt sich Dir zuzuwenden, wenn er was Spannendes sieht. Das heißt, du solltest ihm beibringen ansprechbar zu sein (Name oder anderes Kommando) - IMMER, wenn was da ist, was er gut findet oder er hinwill, weil er es nicht gut findet und kontrollieren will. Dafür darf er NIE den Erfolg haben sich selbst zu belohnen, indem er dort landet wo er hin will, solange er nicht auf Dich achtet und ansprechbar ist.

    Das kann man auch ersteinmal mit Futter üben. Nimm ihn an die Leine, schmeiß Futter auf den Boden oder nimm den gefüllten Futternapf, halte so einen Abstand, dass er sein Ziel auf gar keinen Fall erreicht und warte - bis er die Idee bekommt sich rumzudrehen. Das kann sehr lange dauern, wenn man sowas noch nie geübt hat.

    Konsequentes Handeln ist gefragt. Jede Ausnahme, die Du zulässt, weil er sich ja so "freut", ist für ihn eine super Belohnung und ein Zeichen dafür, dass er sein (nerviges) Verhalten nur ausreichen massiv durchhalten muss, um endlich zum Ziel zu kommen.

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    2. Zeus mag keine Kinder. Allerdings kennen wir auch keine und deshalb kennt er auch keine. Wenn wir also welche auf der Straße oder in einem Geschäft sehen, dann bellt er sie an. Die richtige Lösung wäre, mit ihm hinzugehen und ihm zu zeigen, dass die ganz lieb sind, aber das kann ich ja wohl bei fremden Kindern schlecht machen. Und in einen Kindergarten zwecks Sozialisierung unseres hundes hineinmaschieren geht auch nicht. Vorschläge?

    Bevor Du ihn durch hingehen belohnst, üb es lieber wie oben. Und belohn ihn vor allem, wenn er von Anfang an die Klappe hält, wenn Kinder irgendwo sind.

    Viele Grüße
    Corinna

    Ich handhabe das so: Sage ich kein Fuss und der Hund ist an der Leine, erwarte ich immer Leinenführigkeit. Das Signal dafür ist die Leine selbst. Möchte ich Fussgehen, dann sage ich Fuss. Möchte ich es nicht mehr, löse ich es mit meinem allgemeinen "Beendigungssignal" (okay) auf.

    Viele Grüße
    Corinna

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    ich merke sehr deutlich, wenn ich nur gassi war und keine suchspiele o.ä gemacht habe. er hat power ohne ende, auch ist beim normalen gassi die nase generell am boden. ich denke nur mit bewegung kann man einem jagdhund nicht gerecht werden. es braucht irgendeine nasenarbeit, sei es fährtenarbeit oder dummyarbeit.
    LG

    Ja, Arbeit brauchen sie. Aber erst, wenn sie erwachsen sind.

    Arbeitshunde werden erst dann ausgebildet und eingesetzt, wenn sie körperlich und geistig dazu in der Lage sind. Und das ist ein siebenmontiger Hund ganz sicher nicht. In dem Alter sollte man sich auf Grunderziehung und Umweltgewöhnung konzentrieren. Und darauf dem Hund beizubringen, dass er sich nicht überlastet und Ruhe hält.

    Ich finde es immer sehr schwierig mit einem so hochgepuschten Hund wirklich mit der Arbeit zu beginnen. Meistens muss man die ersteinmal über mehrere Wochen herunterfahren, bevor man überhaupt richtig beginnen kann.

    Viele Grüße
    Corinna

    Ich habe in Deinem Profil gesehen, was für Rassen alle drin sein sollen - da wäre eine ordentliche Portion Wachinstinkt ja zu erwarten.

    Bleibt er auf Kommando auf seinem Platz, wenn kein Besuch da ist?

    Ich würde Dir mal raten einen Trainer nach Hause zu holen. Der kann Euch dann auch sagen aus welcher Motivation heraus das passiert und Euch bei der Hundesprache weiterhelfen. Oftmals zeigen Hunde schon ihr Unwohlsein lange bevor sie Knurren und Schnappen.

    Viele Grüße
    Corinna