Beiträge von flying-paws

    Eigentlich ist es nicht untypisch - viele Labradormischlinge drehen ziemlich am Rad, weil der Labrador Retriever ja ein Hund ist, dem man Zurückhaltung beibringen muss. Das ist dem weniger gegeben als anderen Rassen. Allerdings mit einem stark zurückgedrängten Aggressionspotential. Daher sind die als Familienhunde ja eigentlich recht gut geeignet. Nun ist hier auch noch eine Rasse reingemischt, die durch ihren jagdlichen Gebrauch und die Zucht auf Wachinstinkt ein ordentliches Aggressionspotential mitbringt.

    Heißt im ungünstiges Fall, dass der Hund die mangelnde Zurückhaltung in Kombination mit dem Aggressionpotential an Euch auslebt.

    Ich würde Euch jetzt bereits zu einem kompetenten Trainer raten, der ein bisschen mehr drauf hat als den Tipp "Quietschen und weggehen.", denn das wird nicht funktionieren.

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    Morgens vor der Arbeit ca. 1 Std. laufen gehen in den Wald und dabei auch etwas spielen (apportieren)
    Mittags eine kurze Gassirunde
    Nachmittags/ Abends nach der Arbeit noch eine lange Runde (ca.1.5-2Std) spielen und laufen im Wald/Wiese, manchmal noch zum See ein bisschen schwimmen.
    Unter der Woche kann ich manchmal schon ab mittags zuhause sein und von dort aus arbeiten.

    Am Wochenende wär der Hund dann die ganze Zeit bei mir und natürlich gibts auch dann zusätzliche Ausflüge/Spielen usw. zum Standardprogramm.

    Wäre diese Auslastung für einen Flat genug, oder braucht er noch mehr?

    Ich würde sagen, das ist zuviel.

    Besonders, wenn Du Dir einen Welpen zulegst, solltest Du darauf achten Dir keinen Beschäftigungsjunkie heranzuziehen. Ja, Flats sind Arbeitshunde und wollen arbeiten. Aber das kannst Du anfangen, wenn der Hund ca. 3/4 bis ein Jahr alt ist und die Grunderziehung durch ist. Dann würde ich drei Mal die Woche "ernsthaft" Dummytraining machen. Das sollte als Beschäftigung neben normalen Gassigängen (insgesamt ca. 1,5 bis 2 Stunden täglich) ausreichen.

    Ich denke daher, Du wärest ein geeigneter Halter. ;)

    Viele Grüße
    Corinna

    Ich denke, dass das Wohnzimmer trotzdem nicht der passende Ort ist und er nicht wirklich ruht - denn dann wäre er ja nicht immer in Eurer Nähe. Meine älteste Hündin (Angsthund, kannte nichts, aus dem Tierheim) war früher auch eine, die früher immer da war, wo ich war... Ich habe ihr beigebracht, dass sie in einem Raum bleiben soll, wenn ich ihr das sage. Seit Jahren ist es nun so, dass sie häufig zum Schlafen in die andere Etage geht! Meine anderen beiden Mädels mit keiner schlechten Vergangenheit machen das auch. Besonders meine Chill, die fordert es ein, dass ich sie in die obere Etage - mein Schlafzimmer, wo nie "Trubel" ist - lasse, wenn ich Besuch habe oder es irgendwie turbulenter wird. Da reicht es schon, dass viele Leute beim Essen sitzen. Dann verkrümelt die sich.

    Am besten wäre also ein Raum, in dem nie Trubel ist und der Hund das weiß. Anfangs wird er es nicht gut finden, weil er seinen alten Mustern folgen möchte. Ich würde daher Auszeiten einführen, in denen er für eine Ruhepause immer in diesem Raum in einer gemütlichen Ecke (Höhle?) schlafen darf. Zunächst zu ruhigen Zeiten, wenn die Kinder nicht da sind und er eh entspannt ist.

    Wo schläft er eigentlich nachts?

    Zitat

    Hey Corinna,

    Das mit den Spaziergängen habe ich schon getestet, er ist eher unausgeglichener wenn wir weniger gehen.

    Für wie lange hast Du das durchgezogen?

    Zitat

    Nein er macht das auch bei meinem Mann ab und zu, aber selten. Meistens bei den Kindern, Aber auch da nur wenn wir alle da sind.

    Zuviele Menschen, mit denen er sich auseinandersetzen muss... Habt Ihr schonal überlegt ihm einen Ruheraum zu schaffen. Also nicht im Wohnzimmer - wo in einer Familie eher der Raum für turbulentes Miteinander ist.

    Viele Grüße
    Corinna