Beiträge von flying-paws

    Ja, als er es konnte, war er der sauberste an den Geräten in der Gruppe. Aber neue Sachen haben ihn sofort wieder zurückgeworfen. Das ist so, bei Angsthunden. Ich erinnere mich noch, dass - als er den Steg dann konnte - er bei einer Trainingseinheit mal mitten drauf eine Vollbremsung machte und sich platt auf den Steg krallte. Ich hab erstmal doof geschaut. Tja, in dieser Trainingseinheit hatten wir den Tunnel unter den Steg gelegt. Das gab es vorher nie!

    ...ich kenn das Elend. Mit meinem Zeus hab ich ja auch Agility gemacht. Der hat zwei Jahr gebraucht, um sich über den Steg zu trauen. Ich habe auch Augenrollen geerntet, wenn ich mit Klicker da stand und geübt habe, dass Zeusilein den Steg mal anschaut - und das Wochenlang :D

    Da hilft nur eins: Dickes Fell zulegen oder andere Gruppe suchen. Ich hab mir ein dickes Fell zugelegt...

    Zitat

    Nachdem Golden und Labrador schon genannt wurden - wie sieht es denn mit dem Flat coated Retriever aus?
    Die sind ja deutlich seltener, also wäre da evtl. die Züchterauswahl einfacher (nicht so viele unseriöse Züchter, nicht so viele kranke Hunde)?

    Keine gute Idee, denn den Flat gibt es nur in Arbeitslinienversion. Beim Golden und Labrador gibt es mittlerweile einige "Standard"hunde, die als Alltagsbegleiter gut geeignet sind. Aber das sind nicht die Arbeitslinien. Von den gesundheitlichen Problemen nimmt sich das nix... wenn man einen seriösen Golden- oder Labradorzüchter auswählt, sind die Hunde genauso krank oder gesund wie der Flat (der ja auch so seine Zipperlein hat...).

    Unter dem VDH gibt es die

    - BH/VT = Begleithundprüfung/Verhaltenstest -> das ist das, was die meisten machen, um in Sportarten wie Agiltiy, Obedience etc. starten zu dürfen
    - dann von diversen Rassezuchtvereinen ihre eigenen BHs, wie z.B. BHP für Retriever -> in diesen Begleithundeprüfungen wird meist neben dem klassischen Fuß-Sitz-Platz-Rufen-Teil noch etwas rassetypisches verlangt wie Apport von einem Dummy oder bei den Dackeln sogar Apport aus dem Wasser
    - Hundeführerschein des VDH -> Der ist erfunden worden für die armen Leute, die plötzlich alle einen Hundeführerschein ablegen mussten wegen ihrer Listenhunde.

    Die BHs sind "Dressurprüfungen". Mit Überprüfung des Alltagsgehorsam hat das wenig gemeinsam. Der Hundeführerschein des VDH ist schon etwas alltagsnäher, aber nicht so anspruchsvoll, weil man alles mit Leine macht und auch die Anforderungen nicht sooo hoch sind. Was ich auch gut finde, denn man bedenke mal, dass plötzlich Leute mit ihren unauffälligen Hunden sowas machen mussten, die mit sowas noch nie was am Hut hatten.

    Der Hundeführerschein des BHVs ist eine Alltagsüberprüfung. Der Prüfungsablauf unterscheidet sich ganz massiv von den BHs. Daher gibt es dort einen Teil auf einem Hundeplatz, in einem Hundeauslaufgebiet und in der Stadt.

    Viele Grüße
    Corinna