Beiträge von flying-paws

    So ein Bock bleibt auch allein nicht in irgendeiner Umzäunung. Ziegen wollen Beschäftigung. Wenn dem Langweilig wird, geht der ... und dann muss Chris versuchen drei Ziegen wieder einzufangen. |)

    Ich hatte übrigens Mal meine Fühler ausgestreckt. Leider scheint auch in der BC-Blase keiner mit Ziegen in Deiner Nähe zu sein (der Lust auf so was hat).

    Ich meine damit nicht, dass der Welpe komplett zum Züchter zurückgeht, sondern, dass der Welpe erst Mal wieder in für ihn machbare Lebensbedingungen kommt und man dann eben einen Weg findet ihn anders auf ein neues Leben vorzubereiten. Vermutlich hat das, was gemacht wurde, für diesen Welpen nicht gepasst.

    Hinweis auf die anstrengende Nach-Welpen-Zeit

    Ich fand bislang bei keinem meiner Hunde die Junghundezeit anstrengend. Ja, Hundilein hat vllt zwischendurch mal interessante Ideen, man muss mal was diskutieren oder einen Lernschritt zurück gehen. Aber im großen und ganzen lebt und lernt man einfach zusammen.

    Nach meiner Beobachtung liegen viele anstrengende Hunde nicht am Hund, sondern am Menschen, der die falschen Erwartungen hat; teilweise auch an der falschen Rassewahl.

    Wobei vllt auch die Frage ist, was man als anstrengend empfindet. Wenn man das Trainieren und Erziehen als anstrengend empfindet, dann ist die Junghundezeit freilich immer anstrengend. Wenn aber genau das Trainieren und Erziehen einem Spaß macht, dann ist die Junghundezeit auch die meiste Zeit nicht anstrengend.

    Natürlich gibt's auch immer wieder Einzelfälle, die tatsächlich anstrengend sind. Diejenigen, die ich enger mitbekommen habe, hatten oft entweder einen schlechten Start ins Leben, weil TS-Hunde aus Vermehrerhaushalten etc. (waren dann aber auch bereits als Welpen "anders") oder gesundheitliche Probleme.

    Das ist ein guter Punkt. Ich finde diese Zeit toll. Wie sie sich entwickeln und Sachen dazu kommen. ABER: Ich will die so haben und kann es händeln bzw. weiß wo ich mit welchem Training rauskomme am Ende. Ja, das ist "anstrengend" in dem Sinne, dass der Hund plötzlich Ideen hat, die er vorher noch nie hatte und man da nicht schlafen sollte. Aber ich mag es total das zu "modellieren" und damit zu arbeiten.

    Ich lese grade im Welpenaustausch wieder den Hinweis auf die anstrengende Nach-Welpen-Zeit (meine Interpretation). Welches Zeitfenster der Pupertät ist das denn verstärkt?

    Ich frage, weil ich die bisherige Nach-Welpen-Zeit als wesentlich einfacher und entspannter als die Welpenzeit erlebe - Plüschi wird jetzt bald 9 Monate, und war seit ca. 4,5 Monaten ein Träumchen, auch jetzt während der 1. Läufigkeit ... Wiege ich mich in falscher Sicherheit bzgl "Traumhund"? Oder kommt da wirklich noch was im nächsten halben Jahr, wo ich mich drauf einstellen sollte?

    Je nach Hundetyp und Rasse kann das wilder oder moderater laufen. Bei mittelgroßen Hunden muss man bis zum dritten Lebensjahr mit Entwicklungsschüben im Bereich Territorialverhalten, Jagdverhalten und Sexualverhalten rechnen. Dazu gehören dann auch Veränderungen im Verhalten gegenüber Menschen und Hunden.

    Hier einmal ein Link inklusive Studien, zum Vorgehen bei Kreuzbandruptur beim Hund.

    Das ist auf jedenfall Perfekt zusammengefasst.

    Wenn nicht alle Fachbegriffe verständlich sind, ist das nicht schlimm, da gibt es eine Übersicht über Konservative Therapie und die verschiedenen Op Verfahren.


    https://www.thieme-connect.de/products/ejour…top&id=&lang=de

    Das Buch ist 2014 herausgekommen. Gerade in dem Bereich hat sich in den letzten zehn Jahren immens viel getan. Der Vergleich des menschlichen mit dem Knie eines Caniden halte ich für sehr schwierig, wenn nicht sogar irreführend.

    Nach noch einer Nacht drüber schlafen denke ich aber im Gesamten, dass wir vermutlich doch das Gleiche meinen. Mir ging es darum einem Hundehalter das hier klar zu machen:

    Und auch einen Hund kann ich managen, das er nicht von wo runter springt, keine kalt Sprints macht, etc...

    Keine Sorge, ich wollte keinen Streit vom Zaun brechen, oder "Recht behalten", aber in der Praxis sagt die Erfahrung genau, dass man genau das eben leider NICHT so einfach kann. Klar, der Hund bleibt an der Leine, man passt deutlich mehr auf - aber der springt dann eben DOCH mal in die Leine, oder springt vom Sofa, oder aufs Sofa, wenn man gerade nicht schnell genug ist... hier ist teilweise die Compliance aber auch darüber hinaus, wenn die Hundehalter es so gut wie möglich umsetzen die Chance, es wirklich 100 % hinzubekommen, tatsächlich nicht so trivial, wie es bei Dir klingt. Weil man es dem Hund nicht erklären kann. Weil selbst der ruhigste Hund dann eben irgendwann nicht mehr so entspannt und ruhig ist, sondern irgendwann "Hummeln im Hintern" hat.

    Mir geht es da tatsächlich eher um das optimale Outcome, und das ist schon mit OP teilweise schwierig. Je nach Ausgangssituation ist auch konservativ durchaus eine Option, aber man muß eben auch da bedenken, dass die Rekonvaleszenz mit der nach OP in der Länge nicht vergleichbar ist, sondern durchaus als deutlich länger eingestuft werden sollte. (und wenn schon die operierten Hunde bis zu einem halben Jahr benötigen, bis sie wieder "voll belastbar" sind - sollte man das eben auch mit bedenken.)

    Dabei meine ich nicht, dass ein Hund sich ein Jahr lang nicht bewegen darf, sondern, dass in diesem Zeitfenster physiotherapeutisch natürlich entsprechende Behandlungen, also Bewegungen stattfinden sollen. ABER: Jenseits dieser kontrollierten Behandlungen und Bewegungen, muss der Hund weiterhin komplett kontrolliert werden im Alltag. Meine Erfahrung ist nämlich, wenn man schreibt, dass z. B. ab drei Monaten der Hund wieder bewegt werden darf, die Besitzer im Kopf haben, dass der dann Zuhause wieder frei in der Wohnung herumlaufen kann, normal Gassi geht etc ... und davon ist man Monate entfernt. Gerade den Übergang von der kompletten Ruhighaltung hin zur normalen Bewegung halte ich für die Besitzer am Schwierigsten. Ich glaube, viele Tierärzte kennen es, wenn sie als "Aufgabe" mitgeben, dass der Hund jetzt im Schritt an der Leine gehen darf und dann kommen die Besitzer und erzählen, dass er ihnen "huch" doch hier und da weggeflutscht ist und gesprungen ist oder so was. Es darf in diesem doch sehr langen Zeitfenster kein solcher Vorfall passieren. Und da hängt es auch davon ab was für einen Hund man hat. Ist der Hund ein gemütliches Naturell oder schon älter, ist das vermutlich deutlich einfacher als bei einem in Saft und Kraft stehendem jungen Hund einer quirligen Rasse.

    Meine Hündin war beim Unfall fünf Jahre alt und an den Schafen gerade voll im Training. Das war wirklich von 200% auf 0% runter. Von jetzt auf gleich. Bei einem Border Collie aus Arbeitslinie! Die Ärzte haben herumgedruckst als ich fragte, was das Optimum ist und meinten, dass es bestimmt nicht gehen würde. Ich habe gesagt, dass ich das hinbekomme. Aber meine Hündin konnte vorher schon aus dem Effeff entspannt in Boxen warten, kam an kurzen Leinen sofort zur Ruhe etc ... so eine Grundlage ist ja zusätzlich oft auch nicht vorhanden. Und das muss man ansprechen mit den Hundhaltern! Und darum ging es mir hier. Falls Pfui!lassdasliegen sich für diesen Weg entscheiden sollte, dass klar ist, wie der für den Hundehalter mit einem solchen Kaliber ist. Dass dann noch kontrollierte!!! Physiotherapie dazu kommt, habe ich wohl zu sehr abgeschnitten. Entschuldigung dafür. Ich glaube, an der Stelle war das Missverständnis.


    Pfui!lassdasliegen

    Vielleicht magst Du mal berichten wie Du weiter vorgegangen bist. Mir tut es sehr leid, dass es so gekommen ist.